Julia Becher, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Akademischer Werdegang

seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich ‚Professionalisiertes Fallverstehen und Beratung‘ des Fachbereiches Erziehungswissenschaften, Institut für Sonderpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2016

Abschluss M.A. Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt mit dem Schwerpunkt 'Sozialpsychologie und elementare Formen sozialen Lebens'. Zuvor: Studium an den Universitäten in Frankfurt am Main, Heidelberg und Aix-en-Provence. Studentische Hilfskraft am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin und am Lehrstuhl für Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt Bildungssoziologie, sowie Tutorin in Veranstaltungen zur Einführung in das grundwissenschaftliche Studium für Lehramtsstudierende (Soziologie) und in die Familiensoziologie.


Projektmitarbeit


Thema des Dissertationsvorhabens

Adoleszente Individuierung im Spannungsfeld von innerfamilialen Dynamiken und stationärer Psychotherapie/Psychiatrie: Auf den Spuren moderner Entwürfe von Authentizität, Anerkennung und Bewährung. (Arbeitstitel)


Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Qualitative Methoden der Sozialforschung (insb. Objektive Hermeneutik)
  • Schnittstellen zwischen Familie/Kinder- & Jugendhilfe/Kinder- & Jugendpsychiatrie/(Klinik-)Schule
  • Fallrekonstruktive Familien-, Adoleszenz- und Sozialisationsforschung

Lehre

WiSe 2021/22

  • Theorien der Subjektbildung
  • Jugend, Krise, Identität im Kontext professioneller Interventionen

Vergangene Semester

  • Psychoanalytische Theorien zur Subjektgenese
  • Theorien der Erziehungswissenschaft – Bildungs- und Sozialisationstheorien
  • Fallrekonstruktive Verfahren in der Familien- und Adoleszenzforschung: Methodologische und methodische Erkundungen
  • Krisenbearbeitung im Spannungsfeld von professioneller Intervention und familialen Dynamiken
  • Sozialisation in Institutionen
  • Schulkultur, Schulentwicklung und die symbolische Konstruktion von Schulkonzepten
  • Schule für schwierige Lebenslagen
  • Methodenwoche 2018: Fallrekonstruktive Familien- & Adoleszenzforschung. Einführung in die Methode der Objektiven Hermeneutik (gemeinsam mit Janina Schulmeister)

Publikationen 

Becher, Julia/Schulmeister, Janina/Silkenbeumer, Mirja (2021, i.E.): Jugendpsychiatrie, Familie und Adoleszente – Sozialisationstheoretische Annäherungen an die Figur des institutionellen Dritten als strukturellem Krisenauslöser. Gesellschaft – Individuum – Sozialisation (GISo). Zeitschrift für Sozialisationsforschung. (peer-reviewed)

Silkenbeumer, Mirja/Becher, Julia/Schulmeister, Janina (2020): Patient werden und Schüler bleiben. Fallstudie zur bildungsbiografischen Bearbeitung von Übergängen im Schnittfeld von Familie, Jugendpsychiatrie und (Klinik-)Schule. In: Thiersch, Sven/Silkenbeumer, Mirja/Labede, Julia (Hrsg.): Individualisierte Übergänge. Aufstiege, Abstiege und Umstiege im Bildungssystem. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 151-184.

Becher, Julia/Schulmeister, Janina (2020): "Ich hab ganz viele Möglichkeiten und die Klinik hat mir wirklich sehr geholfen" – Die Kinder- und Jugendpsychiatrie als potenzielle Quelle adoleszenter Neuschöpfung. In: Thiersch, Sven (Hrsg.): Qualitative Längsschnittforschung – Bestimmungen, Forschungspraxis und Reflexionen. Opladen, Berlin & Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 249-271.

Hornung, Janina/Becher, Julia (2019): Von Förderschule zu Förderschule – Zum Motiv der Entlastung in der Rekonstruktion eines Übergabegesprächs nach dem Aufenthalt in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. In: Ellinger, Stephan/Schott-Leser, Hannah (Hrsg.): Rekonstruktionen sonderpädagogischer Praxis. Eine Fallsammlung für die Lehrerbildung. Opladen, Berlin & Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 75-102.

Vorträge

Zur Dynamik adoleszenter Ablösung und Individuierung im Kontext kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung. Vortrag im Rahmen der Tagung 'Auf Biegen und Brechen? Alltags- und Übergangspraktiken in Hilfen für junge Menschen: zwischen Selbstbestimmung, Eigensinn und gesellschaftlichen Anpassungsanforderungen', Universität zu Köln, 20.03.2019 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Prekäre Verbindlichkeiten in der familialen Übersetzung medizinischer Diagnosen. Vortrag im Rahmen der Winter School 'Prekäre Verbindlichkeiten. Normierungen, ihre Überschreitungen und die kommunikative Vermittlung von Abweichungen', Forschungsschwerpunkt 'KulturNorm – Kulturelle Orientierung und normative Bindung' der Universität Koblenz-Landau, 14.12.2018 (gemeinsam mit Janina Schulmeister und Dominik Feith).

Transformationsanforderungen und Krisendeutungen im Kontext von Familie, (Klinik-)Schule und Kinder- & Jugendpsychiatrie: Methodische Überlegungen aus der Perspektive einer rekonstruktiven Adoleszenzforschung. Vortrag im Rahmen der Internationalen Fachtagung ‚Multiperspektivische Forschung zur Sozialisation in Institutionen', Universität Zürich (UZH), 10.11.2017 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Zur Frage von Zuständigkeiten von pädagogischen Berufsgruppen in der "inklusiven" Schule, 15.07.2016, gemeinsam mit Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer und Janina Schulmeister in Landau, Arbeitstagung „Rekonstruktive Inklusionsforschung“.

Familiengründung unter unwahrscheinlichen Bedingungen: eine Fallrekonstruktion gleichgeschlechtlicher Elternschaft, 12.09.2015, gemeinsam mit Tristan Bauder und Maren Liedhegener in Siegburg, Tagung der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik (AGOH).