Julia Becher, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Akademischer Werdegang

seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich ‚Professionalisiertes Fallverstehen und Beratung‘ des Fachbereiches Erziehungswissenschaften, Institut für Sonderpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2016 Abschluss M.A. Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt mit dem Schwerpunkt 'Sozialpsychologie und elementare Formen sozialen Lebens' (mit Auszeichnung). Zuvor: Studium an den Universitäten Frankfurt am Main, Heidelberg und Aix-en-Provence.
2015 - 2016 Studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie, Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt qualitative Methoden, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2015 Studentische Hilfskraft am Institut für Arbeits-, Sozial und Unweltmedizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2014 - 2015 Studentische Hilfskraft am Centre for Drug Research, am Fachbereich Erziehungswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2013 - 2014 Studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt Bildungssoziologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Projektmitarbeit


Dissertation:

Psychiatrische Kartierungen des Selbst. Rekonstruktionen adoleszenter Bildungsprozesse zwischen Familie und Jugendpsychiatrie


Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Qualitative Methoden der Sozialforschung (insb. Objektive Hermeneutik)
  • Fallrekonstruktive Familien-, Adoleszenz- und Sozialisationsforschung
  • Theorien der Subjektbildung

Lehre

Vergangene Semester

  • Theorien der Subjektbildung
  • Jugend, Krise, Identität im Kontext professioneller Interventionen
  • Psychoanalytische Theorien zur Subjektgenese
  • Bildungs- und Sozialisationstheorien
  • Subjektgenese, Krisen und professionelles Handeln
  • Fallrekonstruktive Verfahren in der Familien- und Adoleszenzforschung: Methodologische und methodische Erkundungen
  • Krisenbearbeitung im Spannungsfeld von professioneller Intervention und familialen Dynamiken
  • Sozialisation in Institutionen
  • Schulkultur, Schulentwicklung und die symbolische Konstruktion von Schulkonzepten
  • Schule für schwierige Lebenslagen
  • Methodenwoche 2018: Fallrekonstruktive Familien- & Adoleszenzforschung. Einführung in die Methode der Objektiven Hermeneutik (gemeinsam mit Janina Schulmeister)

Publikationen 

Becher, Julia/Silkenbeumer, Mirja (i.E.): "Man siehts, dass sie einen beobachten" - zur sozialisatorischen und psychodynamischen Bedeutsamkeit heteronomer Erfahrungen des Beobachtetwerdens in kinderpsychiatrischen Einrichtungen. In: Scheid, C./Silkenbeumer, M./Zizek, B./Zizek, L. (Hrsg.): Sozialisationstheorie und -forschung revisited. Ein Paradigma in theoretischer und empirischer Bewährung. Wiesbaden: VS Verlag.

Becher, Julia/Schulmeister, Janina/Silkenbeumer, Mirja (2021): Jugendpsychiatrie, Familie und Adoleszente – Sozialisationstheoretische Annäherungen an die Figur des institutionellen Dritten als strukturellem Krisenauslöser. Gesellschaft – Individuum – Sozialisation (GISo). Zeitschrift für Sozialisationsforschung. (peer-reviewed) DOI: https://doi.org/10.26043/GISo.2021.2.6

Silkenbeumer, Mirja/Becher, Julia/Schulmeister, Janina (2020): Patient werden und Schüler bleiben. Fallstudie zur bildungsbiografischen Bearbeitung von Übergängen im Schnittfeld von Familie, Jugendpsychiatrie und (Klinik-)Schule. In: Thiersch, Sven/Silkenbeumer, Mirja/Labede, Julia (Hrsg.): Individualisierte Übergänge. Aufstiege, Abstiege und Umstiege im Bildungssystem. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 151-184.

Becher, Julia/Schulmeister, Janina (2020): "Ich hab ganz viele Möglichkeiten und die Klinik hat mir wirklich sehr geholfen" – Die Kinder- und Jugendpsychiatrie als potenzielle Quelle adoleszenter Neuschöpfung. In: Thiersch, Sven (Hrsg.): Qualitative Längsschnittforschung – Bestimmungen, Forschungspraxis und Reflexionen. Opladen, Berlin & Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 249-271.

Hornung, Janina/Becher, Julia (2019): Von Förderschule zu Förderschule – Zum Motiv der Entlastung in der Rekonstruktion eines Übergabegesprächs nach dem Aufenthalt in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. In: Ellinger, Stephan/Schott-Leser, Hannah (Hrsg.): Rekonstruktionen sonderpädagogischer Praxis. Eine Fallsammlung für die Lehrerbildung. Opladen, Berlin & Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 75-102.

Vorträge

Krisendeutungen psychischer Krankheit im Lichte normativer Ordnungen und machtförmiger Diskurse. Am Beispiel von Krisenkonstellationen im Kontext „Schulabsenz“. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung (DGfE) ‚Krisenthematisierungen in der qualitativen Bildungsforschung – Krise der Differenz(en) – Differenz(en) der Krise?‘, Universität Flensburg, 15.09.2022 (gemeinsam mit Mirja Silkenbeumer).

Adoleszente Entwicklung im Spannungsfeld von Erziehung, Medizin und Therapie. Vortrag im Rahmen des Symposiums „Adoleszente Entwicklungsprozesse im Kontext von Migration, Behinderung und psychischer Krankheit". Tagung der Sektion Sonderpädagogik der DGfE ‚Sonderpädagogik – zwischen Dekategorisierung und Rekategorisierung', Universität Würzburg, 30.09.2021 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Zur Dynamik adoleszenter Ablösung und Individuierung im Kontext kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung. Vortrag im Rahmen der Tagung 'Auf Biegen und Brechen? Alltags- und Übergangspraktiken in Hilfen für junge Menschen: zwischen Selbstbestimmung, Eigensinn und gesellschaftlichen Anpassungsanforderungen', Universität zu Köln, 20.03.2019 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Prekäre Verbindlichkeiten in der familialen Übersetzung medizinischer Diagnosen. Vortrag im Rahmen der Winter School 'Prekäre Verbindlichkeiten. Normierungen, ihre Überschreitungen und die kommunikative Vermittlung von Abweichungen', Forschungsschwerpunkt 'KulturNorm – Kulturelle Orientierung und normative Bindung', Universität Koblenz-Landau, 14.12.2018 (gemeinsam mit Janina Schulmeister und Dominik Feith).

Transformationsanforderungen und Krisendeutungen im Kontext von Familie, (Klinik-)Schule und Kinder- & Jugendpsychiatrie: Methodische Überlegungen aus der Perspektive einer rekonstruktiven Adoleszenzforschung. Vortrag im Rahmen der Internationalen Fachtagung ‚Multiperspektivische Forschung zur Sozialisation in Institutionen', Universität Zürich, 10.11.2017 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Zur Frage von Zuständigkeiten von pädagogischen Berufsgruppen in der "inklusiven" Schule, 15.07.2016, gemeinsam mit Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer und Janina Schulmeister an der Universität Koblenz-Landau, Arbeitstagung "Rekonstruktive Inklusionsforschung".

Familiengründung unter unwahrscheinlichen Bedingungen: eine Fallrekonstruktion gleichgeschlechtlicher Elternschaft, 12.09.2015, gemeinsam mit Tristan Bauder und Maren Liedhegener in Siegburg, Tagung der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik (AGOH).