Prof. Dr. med. Volkmar Sigusch

     

Persönliche Daten

Prof. Dr. med. Volkmar Sigusch
Neue Mainzer Straße 84
60311 Frankfurt

Tel.: 069/920 20 60
eMail:  Sigusch@em.uni-frankfurt.de   

Letzte berufliche Funktion

  • Prof. Sigusch war bis Oktober 2006 Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft

Curriculum vitae

  • Geboren am 11. Juni 1940 in Bad Freienwalde
  • Studium der Medizin, Psychologie und Philosophie in Berlin, Frankfurt und Hamburg
  • 1966 Promotion zum Dr. med. mit einer experimentell-psychologischen Arbeit über die Struktur von Vorurteilen
  • 1966-1972 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Psychiatrischen Klinik und des Instituts für Sexualforschung an der Universität Hamburg; psychotherapeutische Ausbildung und Entwicklung einer Paartherapie
  • Seit 1970 Mitherausgeber der Monographien-Reihe "Beiträge zur Sexualforschung" (bisher sind 90 Bände erschienen); Fellow der Society for the Scientific Study of Sex , New York
  • 1970-1972 Lehrbeauftragter für Sexualphysiologie des Fachbereichs Medizin und Lehrbeauftragter für Sexualwissenschaft des Fachbereichs Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg
  • 1972 weltweit erste Habilitation für das Fach Sexualwissenschaft an der Universität Hamburg und Berufung auf die neueingerichtete Professur für Sexualwissenschaft der Universität Frankfurt am Main; Veröffentlichung des weltweit ersten Buches, das im Titel das Wort "Sexual Medicine" bzw. "Sexualmedizin" trägt
  • 1973 Gründung der Abteilung (seit 1996 Institut) für Sexualwissenschaft und des Zentrums der psychosozialen Grundlagen der Medizin (ZPG); Wahl zum ersten Geschäftsführenden Direktor des ZPG und zum so genannten Doppelmitglied als Professor für Spezielle Soziologie im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt am Main; Veröffentlichung der ersten empirischen Studie zur Jugendsexualität nach dem Zweiten Weltkrieg (zusammen mit Gunter Schmidt); Mitbegründer der International Academy of Sex Research, New York
  • 1973/74 Beginn des bundesweit ersten "Sexualmedizinischen Fortbildungsseminars für Ärzte", das vier Semester lang stattfand
  • 1974 Berufung zum Co-editor von "The Journal for Sex Research", USA
  • 1975 Eröffnung der bundesweit ersten "Sexualmedizinischen Ambulanz" in der neugegründeten Poliklinik des ZPG mit Kassenzulassung; Berufung zum Co-editor der "Archives of Sexual Behavior", USA
  • 1977-1986 "Frankfurter Fortbildungskurse für Sexualmedizin" (FFKS)
  • 1978 Mitglied der Kommission zur Vergabe des Medizin-Nobelpreises in Stockholm
  • 1978-1982 Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung
  • 1979 Charter Member der Harry Benjamin Gender Dysphoria Association, USA
  • 1979-1986 Konzeption und Herausgabe des Periodikums "Sexualität konkret"
  • Seit 1980 mehrere Auszeichnungen durch wissenschaftliche Organisationen und ausländische Universitäten als Leading Scientist
  • Seit 1987 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der "Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen"
  • 1988 Mitbegründer der "Zeitschrift für Sexualforschung"
  • 1992 Aufnahme der Abhandlung "Die Mystifikation des Sexuellen" in die französische "Encyclopédie philosophique universelle" als Werk des Jahrhunderts
  • 1997-2000 erneut Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung
  • 2005 Aufnahme als Person (eigenes Stichwort) in den "Großen Brockhaus"
  • 2010 Preis "Geisteswissenschaften International" des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland u.a.
  • 2014 Preis des Goethe-Instituts der Bundesrepublik zur Förderung der Übersetzung des Werkes "Sexualitäten. Eine kritische Theorie in 99 Fragmenten" ins Chinesische (Peking: Social Sciences Academic Press)

Forschungsschwerpunkte

  • Ärztliche Behandlung sexueller Störungen und Krankheiten
  • Strukturwandel der Geschlechts-, Sexual- und Liebesformen in den letzten Jahrzehnten
  • Erscheinungsformen der Neosexualitäten (z.B. Objektophilie, E-Sex, Neozoophilie)
  • Geschichte der Sexualwissenschaft und der Sexualmedizin
  • Grundzüge einer zeitgemäßen Sexualtheorie

Literaturauswahl

Bisher über 600 wissenschaftliche Veröffentlichungen, darunter 40 Bücher, zuletzt:

  • Neosexualitäten.
    Über den kulturellen Wandel von Liebe und Perversion. Frankfurt/M., New York: Campus Verlag 2005
  • Sexuelle Welten.
    Gießen: Psychosozial-Verlag 2005
  • Sexuelle Störungen und ihre Behandlung.
    Hg., 4., überarb. u. erweiterte Auflage. Stuttgart, New York: Georg Thieme-Verlag 2007
  • Geschichte der Sexualwissenschaft.
    Frankfurt/M., New York: Campus 2008
  • Personenlexikon der Sexualforschung.
    Frankfurt/M., New York: Campus Verlag 2009
  • Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit.
    Frankfurt/M., New York: Campus Verlag 2011
  • Sexualitäten. Eine Kritische Theorie in 99 Fragmenten.
    Frankfurt/M., New York: Campus Verlag 2013