Arbeitserlaubnis für internationale Studierende

Was gilt für Studierende, die nicht aus der EU kommen?

  • Sie dürfen pro Jahr 120 volle oder 240 halbe Tage im Kalenderjahr arbeiten.
  • Freiwillige Praktika zählen dazu, auch wenn sie nicht bezahlt sind.
  • Pflichtpraktika, die in der Studienordnung vorgeschrieben sind, zählen nicht dazu! Sie müssen dafür bei der Ausländerbehörde in der Regel folgende Unterlagen vorlegen:
    - Einen gültigen Pass
    - Eine Bescheinigung der Universität (Fachbereich), dass das Praktikum ein Pflichtbestandteil Ihres Studiums ist
    - Einen Praktikumsvertrag oder einen Entwurf des Praktikumsvertrages mit der genauen Beschreibung der Tätigkeit und Angaben zur Höhe des monatlichen Einkommens
    - ggf. weitere Unterlagen (Fragen Sie bei der Ausländerbehörde nach)
  • Studentische Nebentätigkeiten: Dürfen zusätzlich (zu den 120 vollen oder 240 halben Tagen) ohne zeitliche Beschränkung ausgeübt werden. Das sind Tätigkeiten als studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft oder Tutor*in an der Hochschule, an wissenschaftlichen Einrichtung oder hochschulnahen Organisationen (z.B. Studentenwerk). Die Tätigkeit muss im fachlichen Zusammenhang mit dem Studium stehen.
  • Studienförderliche Beschäftigungen: Können bis zu 20 Stunden/Woche ausgeübt werden, wenn die Agentur für Arbeit zustimmt. Dazu muss eine entsprechende Bescheinigung der Hochschule und der Entwurf des Vertrages bei der Ausländerbehörde vorgelegt werden. Unter diesen Umständen können auch selbständige oder freiberufliche Tätigkeiten erlaubt werden.
  • Studienkolleg und Sprachkurse: Wenn Sie Teilnehmer*in eines Sprachkurses oder Student*in am Studienkolleg (mit dem Ziel Feststellungsprüfung) sind, sind die Vorschriften besonders streng: arbeiten dürfen Sie dann nur in der vorlesungsfreien Zeit im ersten Jahr der Studienvorbereitung und nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit.

 

Was gilt für Studierende aus der EU sowie aus Island, Liechtenstein und Norwegen (und Schweiz)?

  • Bürger aus den Staaten der Europäischen Union (EU) oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind den Deutschen auf dem Arbeitsmarkt gleichgestellt
  • Diese Studierenden dürfen ohne Genehmigung so viel arbeiten, wie sie möchten
  • Die Arbeitszeit pro Woche (während des Semesters) sollte maximal 20 Stunden betragen. Bei mehr als 20 Stunden/Woche können Sie nicht mehr als Student*in krankenversichert sein. (Ausnahmen: kurzfristige Beschäftigungen von max. 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen, Arbeit in den Semesterferien).
  • Verdienen Sie mehr als 450 EUR im Monat müssen Sie Beiträge zu den Sozialversicherungen zahlen. Verdienen Sie weniger als 450 EUR können Sie sich von den Beiträgen zur Rentenversicherung befreien lassen.
  • Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse und Ihrem Arbeitgeber nach den genauen Regelungen.
  • Hinweis: Für Studierende aus der Schweiz ist die Sachlage nicht ganz eindeutig. Fragen Sie bei der zuständigen Ausländerbehörde nach.