9. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft

Der Palast im antiken und islamischen Orient

30. März bis 1. April 2016

Das 9. Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft setzt mit dem Thema „Der Palast im antiken und islamischen Orient“ die bereits in den früheren Colloquien zur altorientalischen Stadt oder zum Tempel begonnenen Betrachtungen zu den wichtigen Themen der Altorientalistik fort.

Das Thema „Palast“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für unterschiedliche Betrachtungen aus den Perspektiven der Philologie ebenso wie der Archäologie heraus – als pars pro toto der antiken Wirtschaft und Gesellschaft, als Metapher für Reichtum und Macht der regierenden Elite oder als herausragendes Monument der zeitgenössischen Baukunst. Mit dem Palast als „überzeitlichem und überregionalem Phänomen“ ist die räumliche und zeitliche Spanne der vorgesehenen Vorträge bewusst groß und von den frühen Palästen des 3. Jt.s v. Chr. bis in die islamische Zeit hinein gewählt. Die Vorträge richten sich ganz im Sinne der Deutschen Orient-Gesellschaft sowohl an Fachleute als auch an interessierte Laien und bieten mit der Präsentation von neuen Forschungen und Neufunden einen aktuellen Überblick über das Thema.

Die Frankfurter Tagung möchte die verschiedenen Forschungsrichtungen zusammenbringen und auf einzelne Problemstellungen konzentrieren. Insofern ist auch die Spätzeit und der islamische Orient in die Tagung mit einbezogen worden, da diese beim Verständnis der altorientalischen Fallbeispiele helfen können. Die fachspezifischen Herangehensweisen, Quellen und Methoden werden so die unterschiedlichsten Aspekte des Oberthemas beleuchten und einander ergänzend wirken.

Die Vortragsblöcke sind grob nach Epochen bzw. Regionen gegliedert. Gerade im epochenübergreifenden Vergleich sollen die in den Einzelvorträgen diskutierten Fallbeispiele helfen Parallelen und Anknüpfungspunkte aufzuzeigen und so neue Impulse für die weitere Forschung geben.

Das Colloquium wird von zwei öffentlichen, themenrelevanten Abendvorträgen begleitet sowie durch die Mitgliederversammlung der DOG am letzten Tag beendet (s. Programm).