Friedrich Wolf (M.A.)

 

Forschungsinteressen

  • Digitale Medien- und Technologien im höheren Erwachsenenalter
  • Medienbildung im höheren Erwachsenalter
  • Verfahren der quantitativen empirischen Sozialforschung
  • Ambulantes Assessment und Log-Files
  • Digitale Hochschullehre und forschendes Lernen
  • Emotionale und alltagsgestalterische Aspekte des Alleinlebens bei Männern im höheren Erwachsenenalter

Ausbildung

  • 2011-2016 Studium der Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • seit 11/2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt
  • Institut für allgemeine Erziehungswissenschaft, Mitarbeiter am Lehrstuhl für quantitative Forschungsmethoden (EDUQuant)
  • Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Interdisziplinäre Alternswissenschaft (IAW)
  • Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA), Mitarbeiter der Geschäftsstelle
  • seit 11/2016 Promotion zum Thema: "Smartphonenutzung im Alltag älterer Menschen: Auswirkungen auf soziale Eingebundenheit und subjektives Wohlbefinden"

Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt Smartphonenutzung im Alltag älterer Menschen (SAM) hat zum Ziel die Alltagsintegration des Smartphones bei älteren Menschen zu untersuchen. Fast die Hälfte aller in Deutschland lebenden Menschen über 60 besitzt bereits ein Smartphone (Stand 2019). Dabei ist auch in den nächsten jahren mit hohen Zuwachsraten in dieser Alltagsgruppe zu rechnen. Das Smartphone kommt also gerade in der Breite im Alltag der älteren Menschen an. Trotz dieser hohen Verbreitung ist aktuell in der gerontologischen Forschung noch viel zu wenig darüber bekannt, welchen Platz das Smartphone im (medialen) Alltag der älteren Bevölkerung einnimmt. Gleichzeitig berichten viele internationale Studien positive Effekte, die die Nutzung digitaler Technologien auf das subjektive Wohlbefinden und die soziale Eingebundenheit älterer Menschen, haben kann. Welche Rolle hier das Smartphone, spezifische Anwendungen oder Nutzungsroutinen spielen ist jedoch ebenfalls noch nicht ausreichend erforscht.  

Das Forschungsprojekt SAM geht daher (1.) der Frage nach, ob die Smartphonenutzung im Alter positive Effekte auf das subjektive Wohlbefinden und die soziale Eingebundenheit hat. Und (2.) wie die konkrete Nutzung des Smartphones im Alltag aussieht, zu welchen Gelegenheiten das Smartphone verwendet wird, welche Funktionen und Anwenudngen im Fokus stehen und ob sich digitale Routinen im Umgang mit diesem Medium zeigen.

Die Nutzung des Smartphones wird dabei primär aus einer ökogerontologischen Perspektive als Person-Umwelt-Interaktion verstanden. Das heißt die Nutzung ist ein situationsspezifisches Produkt aus personalen Ressourcen und Bedürfnissen auf der einen Seite, und Ressourcen und Angeboten der (digitalen) Umwelt auf der anderen Seite. Die valide Erfassung von Smartphonenutzung im Alltag muss somit in der Lage sein dieser Konzeptualisierung gerecht zu werden. Aus diesem Grund ist die Studie als Mikrolängsschnitt angelegt, die die Smartphonenutzung im Alter über 7 Tage hinweg erfasst. Zur Erfassung der reinen Nutzung wird auf ein Log-Files Protokoll zurückgegriffen, dass die Dauer der Nutzung und die genutzten Apps speichert. Die Kontexte der Nutzung werden über ein ambulantes Assessment mit mehrmals am Tag stattfindenden Kurz-Fragebögen erfasst. Durch dieses Design ist es nicht nur möglich Routinen in der Nutzung älterer Menschen abzubilden und diese im Alltag zu verorten, sondern gleichzeitig können dadurch auch etwaige Effekte auf die soziale Eingebundenheit und das subjektive Wohlbefinden an konkreten Nutzungssituationen festgemacht und statistisch überprüft werden.

Veröffentlichungen

Wolf, F. (2018). Alltagsnahe Erfassung von ICT-Nutzung im Alter. Ein erziehungswissenschaftlicher und ökogerontologischer Ansatz. In: Kuttner, C. & Schwender, C. (Hrsg.). Mediale Lehr-Lern-Kulturen im höheren Erwachsenenalter. Schriftenreihe Gesellschaft - Altern - Medien, 12, 285-301. kopaed: München.

Vorträge

Wolf, F. (2019, Mai). "Everyday Smartphone Use by Older Adults in Germany. An Educational Research Perspective on Person-Technology Interaction". Vortrag im Rahmen des Symposiums: Age and Agency in a Digitized World - Insights from Socio-Gerontechnology. International Association of Gerontology and Geriatrics European Region Congress 2019, Göteborg.

Wolf, F. (2019, Januar). "Quantitatives Forschen lernen im Flipped Classroom". Posterpräsentation im Rahmen des Symposiums: Forschendes Lernen oder Lernendes Forschen. Methodenzentrum Sozialwissenschaften d. Goethe-Universität, Frankfurt am Main.

Wolf, F. (2018, September). "Smartphone- und Tabletnutzung im Alltag älterer Menschen: Ein ökogerontologischer Zugang." Vortrag im Rahmen des Symposiums: Altern innerhalb einer technisierten Gesellschaft. 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Frankfurt am Main.

Wolf, F. (2018, September). "Das Private ist digital und öffentlich." Überlegungen zur Erforschung von Techniknutzung im Alter. Vortrag im Rahmen des Symposiums: Grenzverschiebungen zwischen Privat- und Sozialraum im Alter. Gerontologie und Geriatrie Kongress 2018, Köln.

Wolf, F. (2017, November). "Alltagsnahe Erfassung der ICT-Nutzung im Alter - Ein erziehungswissenschaftlicher und ökogerontologischer Ansatz" Vortrag im Rahmen des Symposiums: Verbesserung von Lebensqualität durch Technik im Alter. 1. Tagung des DGGG Arbeitskreises Alter und Technik, Freiburg.

Wolf, F. & Naumann, J. (2017, Juni). "Das Table ruht, außer sonntags". Eine mikrolongitudinale Studie zur Erfassung der ICT-Nutzung im Alter. Vortrag auf der 7. Jahrestagung des Vereins Gesellschaft - Altern - Medien, Leipzig.

Wolf, F., Penger, S, & Oswald, F. (2016, September). "Hans Schneider, 83 Jahre alt, 3 Zimmer, Küche, Bad". Risikokonstellationen und Entwicklungspotentiale im städtischen Alltag hochaltriger alleinlebender Männer. Posterpräsentation, auf dem Gerontologie und Geriatrie Kongress, Stuttgart. [Poster]

Wolf, F., Penger, S, & Oswald, F. (2015, September). Soziale Einbindung und Einsamkeitserleben bei privat wohnenden hochaltrigen alleinlebenden Männern. Eine vernachlässigte Risikogruppe? Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), Sektion III u. IV, Mannheim.

Regelmäßige Lehrveranstaltungen

  • Statistik I (Seminar)
  • Praxis quantitativer Sozialforschung (Seminar)
  • Digitale Medien im Erwachsenenalter (Seminar)
  • Bildung im digitalen Zeitalter (Ringvorlesung)