Alternativen zum Studium

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Nicht immer ist das gewählte Studium so, wie man es sich vorgestellt hat. Wenn Sie merken, dass Sie mit ihrem Studium und den Inhalten unzufrieden sind oder immer wieder auf Schwierigkeiten stoßen, sollten Sie sich so schnell wie möglich Rat einholen. Denn ein eventueller Fachwechsel ist für internationale Nicht-EU-Studierende in der Regel nur innerhalb der ersten 3 Fachsemester möglich. Ein Fachwechsel muss der Ausländerbehörde angezeigt werden und ist nach dem 3. Fachsemester nur mit ausreichender Begründung und Anrechnungsmöglichkeiten für das neue Studium möglich.

Wenn Sie feststellen, dass das gewählte Studium nicht das Richtige ist, geht es darum, bessere Alternativen zu suchen. Deutschen Studierenden geht es oft genauso. Ungefähr ein Drittel aller Studierenden brechen ihr Studium deutschlandweit ab. Es ist wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und nach Lösungen zu suchen, statt zwanghaft in einem Studium zu bleiben, dass einem kaum Freude macht oder in dem Sie Prüfungsleistungen nicht oder nur knapp bestehen. Sich einzugestehen, dass ein bestimmtes Studium nicht zu einem passt, zeigt Reife und Verantwortung für das eigene Leben – auch in Ihrem Lebenslauf.


Beratung

Sie können sich zunächst mit Ihren Problemen an die Studienfachberatung Ihres Fachbereichs oder Instituts wenden. Vielleicht kann diese Ihnen weiterhelfen, ihr Studium besser oder interessanter zu gestalten und ein Fachwechsel kann so vermieden werden. Verbessert sich Ihre Studiensituation dadurch aber nicht, können Sie sich an die zentrale Studienberatung und das International Office wenden, um sich zu einem Fach- oder Hochschulwechsel beraten zu lassen.

Was kann ich tun?

Ein neues Studienfach kennenlernen

Gibt es bereits ein anderes Studienfach, für das Sie sich interessieren? Dann schauen Sie sich zum Beispiel Lehrveranstaltungen an und sprechen Sie mit Studierenden über das Fach, um sich ein besseres Bild machen zu können. Absolvieren Sie eventuell auch ein Praktikum, um sich über das Berufsfeld des neuen Studiengangs zu erkundigen. Wenn Sie das Studienfach wechseln wollen, sollten Sie sich sicher sein, dass Sie mit dem neuen Studium zufriedener sein bzw. besser zurechtkommen werden.

An eine andere Uni gehen

Gibt es an der Goethe-Universität kein anderes Studium, das Sie interessiert? Dann können Sie sich auch an anderen Universitäten und Hochschulen umsehen. Der Hochschulkompass bietet hier eine gute Übersicht (Suchfunktion: „erweiterte Suche“ verwenden). Wenn Sie sich ein praxisorientierteres Studium wünschen, können Sie sich auch über Studienmöglichkeiten an Fachhochschulen (auch „University of Applied Sciences“ genannt) oder duale Studiengänge informieren; aufenthaltsrechtlich ist ein Wechsel des Hochschultyps möglich.

Ein Beispiel: Ein Studierender der Rechtswissenschaft könnte sich zum Beispiel über den Studiengang Wirtschaftsrecht einer Fachhochschule erkundigen oder, falls er schon einen rechtswissenschaftlichen Abschluss aus dem Heimatland hat, könnte er sich für einen Aufbaustudiengang wie „Aufbaustudiengang für im Ausland graduierte Juristen“ bewerben (dieser Studiengang wird auch an der Goethe-Universität angeboten).

In eine Ausbildung wechseln oder eine Weiterbildung absolvieren (für Nicht-EU-Studierende)

Seit August 2017 ist es für ausländische Studierende möglich, in eine Berufsausbildung zu wechseln, wenn es sich um einen Mangelberuf handelt. Die Liste über die Mangelberufe werden ca. alle 6 Monate überarbeitet. Sie sind auf der Webseite der Arbeitsagentur (Stand: März 2019) zu finden.

Mit Aufnahme einer Ausbildung in einem Mangelberuf wechselt man vom Aufenthaltszweck zum Studium (§ 16 Aufenthaltsgesetz) zum Aufenthaltszweck einer Weiterbildung/Ausbildung (§ 17 Aufenthaltsgesetz). In diesem Fall ist es nicht erforderlich, auszureisen, um dann mit einem Aufenthaltstitel für Weiterbildung /Ausbildung wieder einzureisen. Dies ist derzeit nur für Ausbildungen erforderlich, die keinen Mangelberuf darstellen.

Hinweis: Mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz könnte es Erleichterungen geben, auch in eine Ausbildung zu wechseln, die kein Mangelberuf darstellt. Fragen Sie gern im International Office oder direkt bei der Ausländerbehörde nach.

Ansprechpartner bei der Arbeitsagentur für Arbeit: Team Berufsberatung und Ausbildungsstellenvermittlung

Terminvereinbarung über das Kontaktformular auf der Webseite oder unter 0800 4 555500 (Gebührenfrei) oder persönlich in der Agentur für Arbeit, Fischerfeldstr. 10-12, 60311 Frankfurt am Main.

Die Arbeitsagentur unterstützt Personen, auch internationale Studierende, bei der Suche nach einer Berufsausbildung. Montags und freitags von 9:00 bis 13:00 Uhr gibt es außerdem die Möglichkeit, ohne Termin direkt auf dem Campus Westend zur offenen Sprechstunde der Agentur für Arbeit zu gehen. Die Sprechstunde findet im Beratungsbüro des Career Service im Erdgeschoss des Hörsaalzentrums statt.

Hintergrundinformationen zur Ausreise und Wiedereinreise:

Es muss keine spezielle Zeit im Ausland verbracht werden. Sie können dort sofort zur Deutschen Botschaft und den Antrag auf ein Visum zur Ausübung einer Beschäftigung beantragen. Die Bearbeitungszeit der Deutschen Botschaft (und deren Terminierung) ist unterschiedlich und länderabhängig. Wenn Sie eine Beschäftigung gefunden haben, können Sie sich bereits im Inland mit der Deutschen Botschaft in Verbindung setzen, um einen Termin zu vereinbaren und die vorzulegenden Unterlagen abzuklären.

In den Arbeitsmarkt in Deutschland einsteigen (für Nicht-EU-Studierende)

Der International Career Service an der Goethe-Universität bietet Bewerbungstrainings und viele weitere spezifischen Veranstaltungen zur Vorbereitung auf den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt an.

a) Ohne einen deutschen Hochschulabschluss:

Fall Sie bereits Berufsqualifikationen oder einen akademischen Abschluss aus ihrem Heimatland besitzen, können Sie sich auch in Deutschland nach einer Berufstätigkeit umschauen. Allerdings können Sie für die Suche nach einem Arbeitsplatz nach Studienabbruch keine Aufenthaltserlaubnis erhalten, sondern müssten in Ihr Heimatland zurückkehren und dort ein Visum für die Arbeitssuche beantragen. Bezüglich der Arbeitserlaubnis kann der Arbeitgeber vorab eine Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit stellen (Vordruck ist unten rechts abrufbar), damit die Deutsche Botschaft schneller eine Zustimmung der Bundesagentur vorliegen hat.

Hier könnte es mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz künftig Erleichterungen geben – fragen Sie gern im International Office oder direkt bei der Ausländerbehörde nach.

Finden Sie allerdings während des Studiums einen Arbeitsplatz, der die geforderten Kriterien für eine „Blaue Karte EU“ erfüllt (weitere Informationen zur Arbeitsplatzsuche), können Sie Ihren Aufenthaltstitel ändern lassen (ohne Rückreise ins Heimatland). 

b) Mit einem ersten deutschen Hochschulabschluss:

Wenn Sie bereits einen deutschen Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) besitzen und Ihr weiterführendes Studium (z.B. Master) abbrechen wollen, haben Sie die Möglichkeit, in den Aufenthalt zur Beschäftigungssuche (bis zu 18 Monate) zu wechseln und von hier aus eine adäquate Beschäftigung in Deutschland zu suchen. In diesem Fall müssen sie nicht ins Heimatland zurückreisen.

c) Weiterbildungen für Studierende, die einen ersten ausländischen Studienabschluss besitzen:

Wenn Sie als AusländerIn einen ersten Studienabschluss aus dem Heimatland besitzen, gibt es vereinzelt mehrmonatige Weiterbildungen für den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Diese Weiterbildung kann selbst bei Studienabbruch eine weitere Qualifikation für den deutschen Arbeitsmarkt sein. Aufenthaltsrechtlich ist das Absolvieren einer Weiterbildung möglich, wenn Sie noch eingeschrieben sind und kein Entgelt/Einkommen an Sie gezahlt wird.

Weitere Informationen

d) Weiterbildungen für (angehende) AkademikerInnen im Studium oder nach einem Studienabschluss in Deutschland

Für Studierende in Deutschland, die bald ihr Studium beenden oder beendet haben, und denen noch wichtige berufliche Kompetenzen fehlen, unterstützt die Arbeitsagentur mit Beratung und mit Vermittlung von Weiterbildungen und Trainings. Diese sollen die Chancen der Studierenden auf das Finden einer adäquaten Beschäftigung erhöhen. Es handelt sich z.B. um mehrmonatige Weiterbildungen in Bereichen wie (internationales) Projektmanagement, Online-Kommunikation etc. – je nach der Fachrichtung des Studiums.

Ansprechpartner bei der Arbeitsagentur für Arbeit: Team Akademische Berufe

Terminvereinbarung über das Kontaktformular
Webseite oder unter 0800 4 555500 (Gebührenfrei)
oder persönlich in der Agentur für Arbeit, Fischerfeldstr. 10-12, 60311 Frankfurt am Main


Rückkehr in das Heimatland

In manchen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, über eine Rückkehr in Ihr Heimatland nachzudenken. Sie sollten abwägen, ob es sich lohnt, weitere Lebenszeit in ein Studium mit geringer Abschlusswahrscheinlichkeit zu investieren oder ob Sie mit den bereits erworbenen Credit Points, den vertieften Deutschkenntnissen und internationalen Lebenserfahrungen eventuell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Heimatland hätten. Oder Sie erleben in Deutschland gravierende Ereignisse oder Situationen (z.B. psychische Erkrankungen), die für eine Rückkehr in das Heimatland sprechen, zum Beispiel, wenn Sie sich im Heimatland im vertrauten Umfeld schneller regenerieren können. 

Es gibt Einrichtungen, die zur Rückkehr in das Heimatland beraten und teils auch finanziell oder in Form von Seminaren unterstützen.

Wenn diese Situation auf Sie zutrifft, überlegen Sie, ob Sie noch einen Studienabschnitt oder ein Haupt- oder Nebenfach oder lediglich bestimmte weitere Studienmodule, die Ihnen zum Beispiel beruflich helfen könnten, abschließen können und möchten. Oder Sie absolvieren noch ein studienbezogenes Praktikum, um Berufserfahrung in Deutschland nachweisen zu können.

Prüfungs- und Studienleistungen (Credit Points) in Fächern, in denen Sie eingeschrieben sind, können Sie aus QIS als CP-Übersicht selbst ausdrucken; diese Bescheinigung ist „ohne Unterschrift als offizieller Nachweis gültig“. (Wenn dieser Vermerk nicht auf dem Ausdruck stehen sollte, können Sie zu Ihrem Prüfungsamt gehen und erhalten dort einen Stempel und eine Unterschrift.

Wenn Sie außerhalb der eingeschriebenen Fächer Leistungen erbringen, werden diese nicht elektronisch verbucht. Dann sollten Sie sich dafür Leistungsnachweise oder Modulscheine von den Lehrenden ausfüllen lassen. Gehen Sie mit diesen zu Ihrem Prüfungsamt, dort kann man Ihnen in der Regel eine sog. „Sammelbescheinigung“ über zusätzlich erbrachte Studienleistungen erstellen. Diese Bescheinigung kann in der Regel auch unterschrieben und gesiegelt werden.

In manchen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, über eine Rückkehr in Ihr Heimatland nachzudenken. Sie sollten abwägen, ob es sich lohnt, weitere Lebenszeit in ein Studium mit geringer Abschlusswahrscheinlichkeit zu investieren oder ob Sie mit den bereits erworbenen Credit Points, den vertieften Deutschkenntnissen und internationalen Lebenserfahrungen eventuell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Heimatland hätten. Oder Sie erleben in Deutschland gravierende Ereignisse oder Situationen (z.B. psychische Erkrankungen), die für eine Rückkehr in das Heimatland sprechen, zum Beispiel, wenn Sie sich im Heimatland im vertrauten Umfeld schneller regenerieren können. 

Es gibt Einrichtungen, die zur Rückkehr in das Heimatland beraten und teils auch finanziell oder in Form von Seminaren unterstützen.

Wenn diese Situation auf Sie zutrifft, überlegen Sie, ob Sie noch einen Studienabschnitt oder ein Haupt- oder Nebenfach oder lediglich bestimmte weitere Studienmodule, die Ihnen zum Beispiel beruflich helfen könnten, abschließen können und möchten. Oder Sie absolvieren noch ein studienbezogenes Praktikum, um Berufserfahrung in Deutschland nachweisen zu können.

Prüfungs- und Studienleistungen (Credit Points) in Fächern, in denen Sie eingeschrieben sind, können Sie aus QIS als CP-Übersicht selbst ausdrucken; diese Bescheinigung ist „ohne Unterschrift als offizieller Nachweis gültig“. (Wenn dieser Vermerk nicht auf dem Ausdruck stehen sollte, können Sie zu Ihrem Prüfungsamt gehen und erhalten dort einen Stempel und eine Unterschrift.

Wenn Sie außerhalb der eingeschriebenen Fächer Leistungen erbringen, werden diese nicht elektronisch verbucht. Dann sollten Sie sich dafür Leistungsnachweise oder Modulscheine von den Lehrenden ausfüllen lassen. Gehen Sie mit diesen zu Ihrem Prüfungsamt, dort kann man Ihnen in der Regel eine sog. „Sammelbescheinigung“ über zusätzlich erbrachte Studienleistungen erstellen. Diese Bescheinigung kann in der Regel auch unterschrieben und gesiegelt werden.


Weitere Informationen

Studien Service Center: Fachwechsel

Studienabbruch - und dann? Informationsportal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Dies ist vor allem ein Webportal für deutsche Studierende, aber einige Informationen sind auch für internationale Studierende relevant.

Zweifel am Studium?! Informationen der Goethe-Universität

Dies istvor allem ein Webportal für deutsche Studierende, aber einige Informationen sind auch für internationale Studierende relevant.

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