Fachbereich 07 - Katholische Theologie

Workshops: Narratives and Narrativity in the Study of Violence

Am 3. und 4. November sowie am 8. und 9. Dezember finden zwei Workshops im Rahmen des Forschungsprojekts Macht und Missbrauch statt, die sich mit den Erzählungen befassen, in denen von Gewalt und Missbrauch berichtet wird und die eine tragende Rolle in diesem Forschungsbereich spielen:

Workshop I: The Role of Narrativity in the Study of Violence (Nov. 3-4, 2022),

Workshop II: Factual and Fictional Narratives of Violence – Conceptual and Ethical Issues in an Interdisciplinary Perspective (Dec. 8-9, 2022).

Den Call for Papers finden Sie hier.

Informationen zu den Workshops finden Sie auch auf der Website, die weiter ergänzt werden wird.

MainStudy, Habilitation, Sommerfest

Mittwoch, der 06.07.22, war ein sehr geschäftiger Tag am Fachbereich 07. Am Stand der MainStudy repräsentierten uns einige Studierende des Fachbereichs und informierten Schüler über das Studium bei uns. So konnte hoffentlich bei der einen oder dem anderen Interesse für unsere tollen Studiengänge geweckt werden. Vielen Dank an die Studierenden, die uns dort toll repräsentiert haben.
Am Nachmittag hielt Herr Portalatin einen Probevortrag im Rahmen seiner Habilitation, welcher einstimmig vom Fachbereichsrat akzeptiert wurde. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg.
Am Abend veranstalteten wir unser erstes Sommerfest, auf dem wir die Absolvent*innen der letzten Corona-Jahre geehrt haben. Auch ihnen wünschen wir viel Erfolg. Es wurde dort auch ausgiebig gefeiert und getanzt und alle hatten so viel Spaß, dass wir bereits jetzt über eine Wiederholung nachdenken. Aber ohne die fleißige Mithilfe der Studierenden, der Fachschaft und der Mitarbeitenden hätten wir das nicht geschafft. Daher auch ihnen allen nochmal einen herzlichen Dank.

Austausch und Diskussion

Nachdem der Tag der Relilehre am 30. Juni leider aus organisatorischen Gründen entfallen musste, ist der eingeladene Gast (Rabbiner Alexander Grodensky) freundlicherweise bereit, auch in einem anderen Format nach Frankfurt zu kommen. Alle Interessierten, besonders unsere Studierenden, sind herzlich eingeladen! Eine Anmeldung ist nicht notwendig! Alexander Grodensky und Martin Nitsche legen zunächst nacheinander „Jakobs Kampf am Jabbok“ (Gen 32,23-33) aus ihren jeweiligen Perspektiven, aus. Im Anschluss sind Sie zu Austausch und Diskussion mit beiden Referenten eingeladen.
Die Veranstaltung geht von 12.15 Uhr bis 13.45 Uhr, findet in IG 1.418 statt und wird unterstützt durch GRADE RuTh.

Masterstudiengang Religionsphilosophie

Zu philosophieren heißt, die eigene Existenz zu hinterfragen, die Welt zu ergründen und die Wirklichkeit zu deuten. In diesem forschungsorientierten Masterstudiengang werden genuin religionsbezogene Fragestellungen aus historischer und systematischer Perspektive untersucht, die versuchen, in einer immer komplexer werdenden Welt Antworten auf interkulturell und multireligiöse, soziale Probleme zu geben. Dank der Kombination von philosophischen, theologischen und religionswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen ist das Studium der Religionsphilosophie vor allem eines: interdisziplinär. Dadurch werden im Verlauf des Studiums unterschiedliche, aber vor allem wichtige Fähigkeiten für den späteren Berufsalltag vermittelt, wie beispielsweise Reflexionsvermögen und Religionssensibilität. Ferner wird die Ausbildung eigener wissenschaftlicher Standpunkte gefördert und wissenschaftliches Forschen intensiviert. Absolvierende des Masterstudiengangs sind nach Studienabschluss somit beispielsweise in der Lage, thematisch gebundene Bildungsaufgaben im akademischen Umfeld oder in der Erwachsenenbildung wahrzunehmen. Zugleich haben sie Zugang zu fachfremden Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft, in denen die schlüssige Beurteilung komplexer Zusammenhänge gefragt ist.

Weitere Infos zu dem Studiengang finden Sie auf der Studiengangswebseite.

Gerne können Sie sich bei Fragen an die Studienberatung der Professur für Religionsphilosophie wenden. Ansprechpartnerin ist Natalie Berg, M.A..

Dualer Master "Sozialethik im Gesundheitswesen"

Der duale Masterstudiengang "Sozialethik im Gesundheitswesen" vermittelt umfassende Kompetenzen zu medizin- und sozialethischen Fragestellungen im Gesundheitsbereich und qualifiziert damit für verantwortungsvolle Tätigkeiten an den Schnittstellen zwischen ethischer Beratung, Führungs- und Organisationsethik, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in privaten und öffentlichen Organisationen. Als dualer Studiengang verbindet er aktuelles, wissenschaftlich fundiertes Wissen mit praktischen Erfahrungen „on the job“. Das einzigartige und anspruchsvolle Profil des Masterstudiengangs verdankt sich der Kooperation der Goethe-Universität und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen mit renommierten Unternehmen und Institutionen des Gesundheitssektors in der Rhein-Main-Region. Schauen Sie sich auch den Informationsfilm auf Youtube dazu an.

Für den Masterstudiengang "Sozialethik im Gesundheitswesen" ist das Masterbewerbungsportal der Goethe-Universität vom 01.06.2022-15.07.2022 freigeschaltet.


Masterstudiengang "Religiöse Kommunikation"

Der Masterstudiengang thematisiert die mit der Globalisierung zunehmende Interkulturalität und die sich durch Digitalisierung rasant verändernde Medialität. Sowohl interkulturelle als auch mediale Veränderungsprozesse tragen wesentlich zum religiös-pluralen Gesamtbild der Gegenwart bei. In dem forschungsorientierten Masterstudiengang setzen sich die Studierenden mit medienorientierter interkulturellen Theologie als Basis wissenschaftlicher Urteilsfindung auseinander und erweitern somit ihr theologisch-methodisches Repertoire. Der Abschluss ermöglicht den Berufseinstieg in vielfältige und interessante Tätigkeitsbereiche wie Medien, Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Einrichtungen der Erwachsenenbildung oder der Wissenschaft, Verlagen, internationale Kulturpolitik, Verbänden und Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Institutionen, Parteien und Stiftungen sowie in kirchlichen Bereichen.

Weitere Infos zu dem Studiengang finden Sie auf der Studiengangswebseite und in der LernBar zum Masterstudium.

Gerne können Sie sich bei Fragen an die Studienberatung des Fachbereichs 07 wenden.

Forschungsschwerpunkt Macht und Missbrauch

Vorbemerkung. Der Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität hat sich entschlossen, mit der untenstehenden Erklärung auf die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche zu reagieren. Er sieht sich damit in enger Verbindung mit der Initiative von neun Unterzeichnenden eines am 3. Februar 2019 veröffentlichtenoffenen Briefs an Kardinal Reinhard Marx. Dass Papst Franziskus im Herbst 2018 die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen zu einer Sonderkonferenz am 21.–24. Februar 2019 in Rom eingeladen hat, um mit ihnen über die Missbrauchsfälle zu beraten, ist ein notwendiger Schritt. Der Fachbereich hat sich entschlossen, in der Vielfalt seiner Fächer und die Kooperation mit nichttheologischen Fächern suchend das Thema der Macht und ihres Missbrauchs ins Zentrum von Forschung und Lehre zu rücken.

Vortrag Symposium Gender, Sex and Power

Am 28. März 2022 fand am “Cushwa Centre for the Study of American Catholicism" der University of Notre Dame in Indiana das Symposium "Gender, Sex, and Power: Towards a History of Clergy Sex Abuse in the U.S. Catholic Church" statt, auf dem auch Frau Dr. Doris Reisinger als Mitglied der Forschungsgruppe Gender, Sex and Power einen Vortrag gehalten hat, den Sie hier abrufen können.

Early Career Researchers Workshops

Am Fachbereich Katholische Theologie finden im kommenden Winter drei Early Career Reserachers Workshops statt. Diese dauern jeweils 1,5 Tage und bestehen sowohl aus Präsentationen von ECRs und PI-Beiträgen und werden voraussichtlich auch internationale Key Notes umfassen.

Folgende Workshops werden in diesem Zuge angeboten:

  • 6./7. Oktober 2022: Biographie und Narrativität (methodisch und inhaltlich)
  • 3./4. November 2022: Thema Macht in der Missbrauchsforschung: phänomenologisch, methodisch und forschungsethisch
  • 8./9. Dezember: Partizipative Forschung – Einbeziehen von Betroffenen

Weitere Informationen sowie der Call for papers folgen in Kürze.

Interne Schulung zu Antidiskriminierung und Vermeiden von Grenzverletzungen

Der Fachbereich Katholische Theologie hat am Mittwoch, den 27. April 2022 eine fachbereichsinterne Schulung für alle Mitarbeitenden zum Thema Antidiskriminierung und Vermeiden von Grenzverletzungen im Hochschulkontext angeboten. 

Der Schulungstag umfasste verschiedene Segmente, die sich auch speziell an das Professorium bzw. den akademischen Mittelbau richteten und von Frau Dr. Sabine Blackmore, Coach im Bereich Wissenschaft und Gleichstellung, begleitet wurden. In den geschützten Räumen konnten die Mitglieder der Statusgruppen sich mit der Verantwortung als Lehrpersonen in Seminar- oder Prüfungskontexten auseinandersetzen und sich untereinander über Prüfungs-, Lehr- und Lernsituationen austauschen. 

Auf Grundlage der Ergebnisse der Diskussionen und Erkenntnisse aus dem Schulungstag werden die Mitglieder des Fachbereichs in den kommenden Wochen Punkte für eine fachbereichsweite Leitlinie zum diskriminierungsfreien Lehren erarbeiten.

Tagung Machtmissbrauch

Am 10.12. fand am Fachbereich Katholische Theologie die internationale Tagung „Macht. Missbrauch. Dokumente“ statt. Referiert haben hierzu renommierte Forscher*innen, Archivare und Betroffene. Anhand von Texten und Dokumenten wurden unterschiedliche Methoden des Umgangs mit Primärquellen und publizierten Quellen dargestellt und damit jeweils einhergehende Machtpositionen kritisch reflektiert.

Im Umgang mit Dokumenten wurde nicht nur über erkenntnistheoretische (Stichwort „Pakt zwischen Leser und Autor“), sondern auch über gesellschaftliche Prämissen diskutiert. Machtgefälle kommen schon im Vorfeld der Entstehung von Dokumenten zum Tragen und wirken sich in Fragen des Zugangs und der Lektüre aus. Ein Blick in die Archivwirklichkeiten hat gezeigt, dass hierfür ein grundlegendes Wissen um Archivierung und teils ein detektivisches Gespür notwendig ist. Aus Betroffenenperspektive wurde deutlich formuliert, welche Auswirkung eine inkorrekte Aktenführung auf traumatisierte Menschen haben kann.

Der Blick aus den USA offenbarte die große Diskrepanz zwischen dem europäischen und amerikanischen Rechtsraum. Hier wurde auch deutlich, in welche Richtung die nächsten notwendigen Schritte in der Frage nach dem Zugang zu und im Umgang mit einschlägigen Quellen führen können.

Die zwischen Forschung und Aufarbeitung entstehende Spannung birgt ein großes Potential für die Entwicklung anderer Perspektiven und der Austausch zu dieser Thematik wird am Fachbereich zeitnah fortgesetzt werden. 

In den Medien wurde unsere Tagung auf katholisch.de aufgenommen.

Das vollständige Programm können Sie dem Veranstaltungsflyer entnehmen.

Verleihung des Christine Schenk Awards

Frau Dr. Doris Reisinger hat im Oktober 2020 von Future Church den Christine Schenk Award verliehen bekommen. Future Church bezeichnet Frau Dr. Reisinger als “one of the rising voices for reform in the Catholic Church”. Der Fachbereich gratuliert Frau Dr. Reisinger ganz herzlich zu dieser besonderen Ehre!

Mitarbeit in internationaler Arbeitsgruppe