Marina Schmidt, M.A.

Ausbildung

  • 2015 Abschluss B.Sc. Sozialwissenschaften, Universität zu Köln
  • 2018 Abschluss M.A. Soziologie, Goethe Universität Frankfurt am Main

Forschungsinteressen

  • Flucht- und Migrationsforschung
  • Care, Migration und Gender
  • Humandifferenzierungsforschung
  • Qualitative Forschungsmethoden – insbesondere Ethnografie

Dissertationsprojekt: "Refugees for Care – Eine Ethnografie der Altenpflegehilfeausbildung Geflüchteter“ (Arbeitstitel).

Seit 2016 lassen sich in Deutschland intensive politische Bestrebungen beobachten, dem Fachkräftemangel im Altenpflegesektor durch die qualifizierte Ausbildung von Geflüchteten entgegenzuwirken. Davon ausgehend richte ich in meinem Promotionsprojekt den Blick auf ein solches staatlich gefördertes Ausbildungsprogramm, welches die Ausbildung von Geflüchteten zu Altenpflegehelfer*innen zum Ziel hat. Die empirische Ausgangsbeobachtung besteht dementsprechend in der gesonderten Ausbildung von Geflüchteten, die auf einer institutionellen Differenzierung in geflüchtete und nicht-geflüchtete Schüler*innen aufbaut. Vor diesem Hintergrund legt die Untersuchung einen speziellen Fokus auf die Konstruktion und Funktion von Differenzen. Diese werden im Rahmen der Arbeit gemäß des praxeologischen Konzepts des (Un-)Doing Differences von Hirschauer (2017) verstanden. Damit einhergehend wird die ethnomethodologische Grundannahme vertreten, dass soziale Differenzierungen gesellschaftlich hervorgebracht und damit in Interaktion empirisch nachvollziehbar werden. Um die situativen Differenzierungspraktiken zu analysieren wird die Methode der Ethnografie gewählt. Die Schüler*innen dieses Ausbildungsprogramms werden in den entsprechend relevanten institutionellen Settings, der Berufsschule und dem Altenpflegeheim, ethnografisch begleitet.

Die Promotion ist auf drei Jahre angelegt. Sie wird von der BHF-BANK-Stiftung gefördert und ist als Projekt der Nachwuchsförderung im Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA) verankert. Erstbetreuer der Arbeit ist Prof. Dr. Thomas Scheffer am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften (FB03) der Goethe-Universität Frankfurt, Zweitbegutachtet wird die Dissertation durch Prof. Dr. Frank Oswald am Fachbereich Erziehungswissenschaften (FB04) der Goethe Universität Frankfurt am Main, Sprecher des FFIA.

Netzwerk und Kooperationen

  • FG DeKolonial e.V. - Fachgesellschaft für rassismuskritische, postkoloniale und dekoloniale Theorie und Praxis seit 2021
  • Sprecherin und Gründungsmitglied der GRADE Initiative Ethnografische Forschung, Goethe Universität Frankfurt am Main, seit Mai 2020
  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) seit 2019
  • Sektion Migration und ethnische Minderheiten der DGS seit 2019
  • Netzwerk Fluchtforschung seit 2019

Vorträge und Workshops

2022

Webinar „Migration, health & economics: mapping the field” 28. April 2022, Organized by Universität Bielefeld School of Public Health, Center Health Migration & EUPHA Migrant and ethnic minority health Section, Pitch Presentation: “Refugees for Care”– An ethnography of a care-training-program for refugees in Germany”.

2021

15th European Sociological Association Conference 31.08.21-03.09.2021 in Barcelona, Symposium: Masculinities and power relations in care practices; oral presentation: Relinquishing power through care? An ethnography of a care-training-programme for male* refugees in Germany.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie & der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie 23-25.08.2021 in Wien. Adhoc-Gruppe: Care und Männlichkeiten intersektional gedacht; Vortrag: Refugees for Care - Zur Konstruktion ‚fremd-gemachter Männlichkeit‘ in der Altenpflegehilfeausbildung von Geflüchteten.

Abschlusstagung der NFG 16 der Hans-Böckler-Stiftung: "Bildung im Kontext von Flucht*Migration: Subjektbezogene und machtkritische Perspektiven" 13-15.05.2021 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg; Poster-Vortrag: Refugees for Care - Eine Ethnografie zur Konstruktion von Humandifferenzierungen im Rahmen der Altenpflegehilfeausbildung von „Flüchtlingen“.

IV ISA Forum of Sociology Challenges of the 21st Century: Democracy, Environment, Inequalities, Intersectionality,23.28.02.2021 in Porto Allege, Brazil, oral presentation: Refugees for Care- An Ethnography of a Care-Training Program for Refugees in Germany.

2020

Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung „Kontext von Flucht, Schutz und Alltag Geflüchteter“ 17-19.09. 2020 in Köln: Roundtable: Caring Masculinities – Möglichkeiten und Grenzen für die Fluchtforschung?, mit Dr.‘in Caterina Rohde-Abuba, Univ.-Ass. Mag. Dr. Paul Scheibelhofer, Matthias Schneider, Prof. Dr. Michael Tunç

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Veranstaltung der Sektion „Migration und ethnische Minderheiten“ zum Thema: „Globalization and Health Worker Migration“14-24.9.2020 in Berlin, Vortrag: Refugees for Care- Eine Ethnografie der Altenpflegehilfeausbildung Geflüchteter.

Organisation des 12. Doktorand*innen-Workshop für Ethnographische Forschung 11-13.03.2020 in Frankfurt am Main

Organisation des Workshops „Caring Masculinities neu denken - interdisziplinäre Perspektiven und methodische Zugänge, 03.02.2020 in Kooperation mit dem Grade Center Aging und dem FFIA der Goethe-Universität Frankfurt am Main Referent*innen: Prof. Dr. Michael Tunc und Prof.‘in Dr. Sylka Scholz

Lehrtätigkeiten

Lehr-Forschungsprojekt im B.A . Berufspädagogik im Gesundheitswesen, Thematische Schwerpunkte: Rassismus in der Pflege, Arbeit in transkulturellen Pflegeteams, KH Freiburg

Methodologisches Seminar: Ethnografie Forschung, im M.A. Bildung im Gesundheitswesen / Education in Health Care (BGM), KH Freiburg