Beauftragte/r für Biologische Sicherheit (BBS)

Im Gentechnikgesetz wird der Beauftragte für Biologische Sicherheit (BBS) definiert:

§ 3 Begriffsbestimmungen:

Beauftragter für die Biologische Sicherheit ist eine Person oder eine Mehrheit von Personen (Ausschuss für Biologische Sicherheit), die die Erfüllung der Aufgaben des Projektleiters überprüft und den Betreiber berät.

Die Aufgaben des BBS sind ausgeführt in der Gentechnik-Sicherheitsverordnung:

§ 18 Aufgaben des Beauftragten

(1) Der Beauftragte für die Biologische Sicherheit ist berechtigt und verpflichtet,

1. die Erfüllung der auf die Sicherheit gentechnischer Arbeiten oder der Freisetzungen bezogenen Aufgaben des Projektleiters zu überwachen, insbesondere durch Kontrolle der gentechnischen Anlage oder der Freisetzungsorte in regelmäßigen Abständen, durch Mitteilung festgestellter Mängel und durch Überprüfung der Beseitigung dieser Mängel,  
2. den Betreiber, den Betriebs- oder Personalrat auf dessen Verlangen und die verantwortlichen Personen zu beraten  
 

a. bei der Risikobewertung gemäß § 6 Abs. 1 Gentechnikgesetz,

b. bei der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Einrichtungen, in denen ein Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen erfolgt,

c. bei der Beschaffung von Einrichtungen und Betriebsmitteln und der Einführung von Verfahren zur Nutzung von gentechnisch veränderten Organismen,

d. bei der Auswahl und Erprobung von persönlichen Schutzausrüstungen und

e. vor der Inbetriebnahme von Einrichtungen und Betriebsmitteln und vor der Einführung von Verfahren zur Nutzung von gentechnisch veränderten Organismen.

 

(2) Der Beauftragte für die Biologische Sicherheit erstattet dem Betreiber jährlich einen schriftlichen Bericht über die nach Absatz 1 getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen.

An der Johann Wolfgang Goethe-Universität besteht ein Ausschuss für Biologische Sicherheit, der z.Z. aus 14 Personen besteht.