Unterweisungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die gesetzliche Forderung zur Arbeitsschutzunterweisung ergibt sich aus dem
Arbeitsschutzgesetz sowie aus der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (DGUV Vorschrift 1)
Ergänzende Gesetze und Verordnungen, in denen ebenfalls Unterweisungen gefordert werden, sind z.B. das Mutterschutzgesetz, das Jugendarbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstättenverordnung, die Gefahrstoffverordnung, die Betriebssicherheitsverordnung.
Es obliegt der Verantwortung aller Vorgesetzten, die Beschäftigten in ihrem Bereich regelmäßig zu Themen des Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutzes ausreichend und angemessen zu unterweisen.


Allgemeine Information zum Arbeitsschutz - Arbeitsschutzunterweisungen


Anlässe und Intervalle

- Erstunterweisung vor Aufnahme der Tätigkeit bei Neueinstellung
- Wiederholungsunterweisung - mindestens einmal jährlich
- Unterweisung aus besonderem Anlass, z.B. bei Arbeitsplatzwechsel, geänderter Arbeitsaufgabe, Arbeitsaufgaben mit besonderen Gefährdungen, beim Einsatz einer neuen Maschine oder eines neuen Arbeitsverfahrens sowie nach Unfällen oder Störungen.
Zusätzliche Unterweisunganlässe und -intervalle können Sich aus speziellen Rechtsvorschriften ergeben (z.B. Jugendarbeitsschutzgesetz).


Unterweisungsthemen

Allgemeine Unterweisungsthemen:

- Erste Hilfe
- Räumung im Brandfall
- Verhalten nach Arbeitsunfällen
- Mutterschutz
- Arbeitsmedizinische Vorsorge

usw.

Unterweisungshilfen:

- Präsentationsvorlage "Grundlagen zum Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz"
- Brandschutzordnung

Spezifische Unterweisungsthemen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung, z.B: 

- Betriebsanweisungen
- Sicherheitsgerechtes Verhalten beim Umgang mit Arbeitsmitteln, Arbeitsverfahren, Gefahrstoffen
- Sicherheitskennzeichnung
- Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung etc.  

und aus spezifischen gesetzlichen Regelungen und Unfallverhütungsvorschriften.

Die Checkliste der Unterweisungsthemen hilft, alle wichtigen Themen zu berücksichtigen.


Dokumentation

Die Form der Unterweisung ist vom Gesetzgeber nicht festgelegt.
Die mündliche Unterweisung muss in für alle Teilnehmer verständlicher Form und Sprache stattfinden.
Ein ausschließliches Selbststudium der Beschäftigten ist zur Unterweisung nicht ausreichend.
Empfohlen wird der Einsatz verschiedener Medien – z.B. Filme, Präsentationen.

Jede Unterweisung ist zu dokumentieren.
Der Unterweisungsnachweis muss mindestens folgende Informationen enthalten:

- Thema/Inhalt der Unterweisung
- Datum der Unterweisung
- Name und Unterschrift der/des Unterweisenden
- Name und Unterschrift der Teilnehmer/innen

Formblatt 'Erstunterweisung von neuen Beschäftigten'
Muster Unterweisungsnachweis