Postanschrift

Johann Wolfgang Goethe-Universität
Fachbereich 7 - Katholische Theologie
Professur für Moraltheologie/Sozialethik
Campus Westend | Gebäude IG, NG
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

​Aktuelles


Just healthcare in times of the Corona Pandemic? A social-ethical workshop 

The corona pandemic reminds us how vulnerable health systems worldwide are. At the same time, the containment measures taken in most societies highlight how closely health care and social life are intertwined. Strengths and weaknesses of health systems are being relentlessly exposed - with serious consequences for the most vulnerable groups. The workshop will address the socio-ethical dimensions of the corona pandemic and ask about the imbalances and unfair burden-sharing in hospitals and in home and inpatient care. How are the experiences made here to be understood from a religious resp. theological-ethical perspective? Which ethical problems have been intensified, which new ones have been added? How to assess the role of religious actors, such as Denominational hospitals? Can lessons for the future already be formulated? We cordially invite contributions to the workshop that present problem-oriented social-ethical topics for discussion.

Zeit: 29./30. Juni 2020, 14 bis 18 Uhr
Tagungsort: Zoom
Anmeldung: bei Carla Sicking (sicking@em.uni-frankfurt.de) bis zum 28.06.2020


Ausführliche Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Herzliche Einladung an alle Interessierten!



Aus aktuellem Anlass wollen auch wir auf persönlichen Kontakt innerhalb unseres Beratungsangebots verzichten. 

Unsere Sprechstunden werden demnach bis auf Weiteres als Telefonsprechstunden abgehalten. Die entsprechenden Zeiten bleiben unverändert (s.u.). Ebenso sind die Mitarbeiter*innen der Professur via E-Mail zu erreichen.


Bleiben Sie gesund!


Veröffentlichungen zur Coronakrise

„Lernen aus der Corona-Krise. Triage, Ethik und politische Theologie"

In einem Artikel vom 20.04.20 im theologischen Feuilleton feinschwarz.net fragt Prof. Dr. Christof Mandy, ob das ethische und politische Denken in Deutschland einer Krisensituation, wie sie das Coronavirus entfacht hat, standhalten kann.

„Moralisches Dilemma: Wird der Patientenwille in Corona-Zeiten missachtet?“

Im Interview mit dem Deutschlandfunk spricht Prof. Dr. Christof Mandry am 14.04.20 über die Frage, ob ältere Menschen intensivmedizinisch oder palliativ behandelt werden sollten und wer über die Behandlungsmethoden entscheiden darf.

„Coronavirus und die Altenpflege: Ethische Herausforderungen und dramatische Mängel“ 

Gwendolin Wanderer beschäftigt sich mit den Folgen der Corona-Pandemie. In einem gemeinschaftlichen Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau vom 15.04.20 hat sie vor allem die Situation in Alten- und Pflegeheimen im Blick.

„Welche Opfer sind hinnehmbar? Eine moralische Abwägung“ 

Im Interview mit der Hessenschau spricht Prof. Dr. Christof Mandry am 27.03.20 über die Güterabwägung bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Er könne nachvollziehen, dass viele Menschen die weitreichenden Einschränkungen als belastend empfinden. Man könne Menschenleben und den Gesundheitsschutz aber nicht gegen wirtschaftliche oder freiheitliche Güter aufwiegen. 


Halbzeit beim MHG-Projekt

Prof. Christof Mandry und Carla Sicking nahmen am 7. Februar an der Gesamtversammlung des MHG-Projekts für alle Projektbeteiligten teil. Damit hat bei diesem Projekt des Bistums Limburg zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle offiziell die zweite Halbzeit begonnen. Insgesamt sind eine hohe Arbeitsbereitschaft und großer Veränderungswille im gesamten Projekt spürbar. Einen Veranstaltungsbericht finden Sie auf der Seite des Bistum Limburgs.

Und auch die Arbeit des Teilprojektes 7 geht nun in die heiße Phase. Fleißig wird an dem Abschlussbericht gefeilt, Formulierungen geschärft und Forderungen konkretisiert. Immer noch werden weitere Expert*innen gehört und – ganz wichtig – werden Betroffene in die Arbeit einbezogen.


Diözese Limburg startet Aufarbeitungsprozess zu Konsequenzen aus dem Missbrauchskandal – der Fachbereich stellt Expertise zur Verfügung

Mit einem Seminartag im Haus am Dom hat die Diözese Limburg am 7. September ihren Reformprozess „Betroffene hören – Missbrauch verhindern“ offiziell begonnen. In neuen Teilprojekten sollen bis Juni 2020 Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal gezogen werden, bei dem auch im Bistum Limburg Minderjährige und Schutzbefohlene von kirchlichen Amtsträgern sexuell missbraucht wurden. An diesem Prozess, für den Bischof Bätzing bei der Eröffnung „Beratungen ohne Denkverbote“ forderte, beteiligt sich auch der Fachbereich Katholische Theologie: Professor Mandry wird als theologischer Ethiker im Teilprojekt 7 „Katholische Sexualmoral / Neubewertung von Homosexualität“ mitarbeiten und Carla Sicking, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich, übernimmt die wissenschaftliche Assistenz des Teilprojekts. Mehr zum Projekt auf der Website des Bistums Limburg: https://bistumlimburg.de/beitrag/bischof-fordert-beratungen-ohne-denkverbote/


Studie: Klinikseelsorger*innen und Medizinethik

Klinikseelsorger*innen spielen eine wichtige Rolle bei medizinethischen Entscheidungsfragen im Krankenhaus. Wie sie selbst ihr Profil und ihre Kompetenzen als Medizinethik-Akteure sehen, fasst eine aktuelle Studie zusammen, die an der Arbeitsstelle „Medizinethik in der Klinikseelsorge“ am Fachbereich durchgeführt wurde. Wesentliche Ergebnisse dieser partizipativen Interviewstudie sind hier www.uni-frankfurt.de/klinikseelsorge-studie online zugänglich.

Professur

Prof. Dr. Christof Mandry

E-Mail: mandry@em.uni-frankfurt.de

Sprechzeit: Mi 11-12 Uhr

Büro: NG 2.715 

Telefon: 069 / 798 - 33326

Nach akademischen Stationen in Tübingen, Berlin, Erfurt und Saarbrücken hat Christof Mandry die Professur Moraltheologie/Sozialethik seit 2015 inne. Seine Forschungs- und Interessenschwerpunkte liegen zum einen im Bereich der Lebensführung und der Identität moralischer Personen, auf der anderen Seite in den Bereichen der politischen Ethik (gesellschaftlicher Pluralismus, europäische Union, Migration) sowie der Bio-und Medizinethik (Ethik im Gesundheitswesen, medizinethische Entscheidungsfragen). Er leitet den interreligiösen und internationalen Projektbereich "Medizinethik in der Klinikseelsorge".

Neben der umfangreichen wissenschaftlichen Gutachtertätigkeit liegen Professor Mandry vor allem die Vermittlung ethischer Überlegungen in die Gesellschaft und der Dialog mit zivilgesellschaftlichen Gruppen am Herzen, etwa durch die kontinuierliche Teilnahme am Mercator Science-Policy Programm.

Christof Mandry, geboren 1968 in Stuttgart, verheiratet, zwei Kinder.

Studium der Katholischen Theologie (Dipl.-Theol.) und der Philosophie (M.A.) in Tübingen und am Centre Sèvres in Paris.

Promotion 2001 an der Kath.-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen mit einer Arbeit über das Verhältnis von theologischer und philosophischer Ethik.

1999-2000 Wiss. Angestellter am Lehrstuhl Theologische Ethik der Kath.-Theologischen Fakultät und 2000-2004 Wiss. Angestellter am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen.

2004-2006 Gastprofessor für Christliche Sozialethik an der Kath. Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) und dort Mitgründer und Geschäftsführer des Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik (ICEP).

2006-2009 Wiss. Angestellter und Postdoc-Kollegiat am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt mit dem Forschungsprojekt „Europa als Wertegemeinschaft?“ im Rahmen des Verbundprojekts „Mobilisierung von Religion in Europa“.

Habilitation 2009 in theologischer Ethik an der Kath.-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt mit der Arbeit „Europa und Wertegemeinschaft. Eine theologisch-ethische Studie zum politischen Selbstverständnis der Europäischen Union“.

2009-2013 Professor für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der Kath.-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.

2013-2014 Vertretungsprofessor für Sozialethik und Praktische Theologie am Institut Kath. Theologie der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.

Im Wintersemester 2014 Vertretungsprofessor für Moraltheologie/Sozialethik am Fachbereich Kath. Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Seit Sommersemester 2015 Inhaber der Professur für Moraltheologie/Sozialethik am Fachbereich Kath. Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.