ZPL - FAQ für Lehrende

Im Folgenden sind grundlegende Informationen zur elektronischen Prüfungsverwaltung in den Lehramtsstudiengängen für Lehrbeauftragte und hauptamtliche Lehrende zusammengestellt.

Bitte beachten Sie auch unsere Handreichung zur elektronischen Prüfungsverwaltung, die Sie an Ihrem Fachbereich oder auf Anfrage an pruefungsamt-lehramt@uni-frankfurt.de erhalten.

Arten von Leistungen
Bescheinigung von Studien- und Prüfungsleistungen
Elektronische Prüfungsverwaltung
Klausureinsicht und Widersprüche
Prüflingslisten
Prüfungsberechtigung
Prüfungsprotokolle
Rücktritt oder Versäumnis von Prüfungen
Teilnahme an Prüfungen
Triftige Gründe für Prüfungsrücktritt/-nachmeldung
Wiederholungs- und Drittprüfungen

Arten von Leistungen

Die SPoL beschreibt Studiennachweise und Prüfungsleistungen:

  • Teilnahmenachweise (TN): Die SPoL unterscheidet zwischen 1.) regelmäßiger und 2.) aktiver Teilnahme. Die regelmäßige Teilnahme ist noch zu bestätigen, wenn Studierende höchstens 20% Fehlzeiten vorweisen. Die aktive Teilnahme umfasst kleinere Leistungen, die jedoch unbenotet sind und somit auch inhaltlich mangelhaft gewesen sein können. Welche Arten von Teilnahmenachweisen in einer konkreten Veranstaltung erbracht werden müssen, ist in der Modulbeschreibung festzulegen. Für Vorlesungen darf gem. § 12 Abs. 3 SPoL keine Anwesenheitspflicht formuliert werden

  • Leistungsnachweise (LN): Ein LN dokumentiert die erfolgreiche Erbringung einer Studienleistung zu einer Lehrveranstaltung und setzt somit grundsätzlich auch eine positiv bewertete individuelle Leistung voraus.

  • Prüfungsleistungen: Hierbei handelt es sich um Modulprüfungen oder Modulteilprüfungen. In der Regel ist pro Modul eine Modulabschlussprüfung festzulegen. Modulprüfungen sind nur begrenzt oft wiederholbar und werden in Notenpunkten (gem. HLbG) bewertet. Gem. SPoL sind zwei Wiederholungsmöglichkeiten vorgesehen, insgesamt also maximal drei Versuche.

    Bitte beachten Sie, dass ein Leistungsnachweis keine Modul- oder Modulteilprüfung ist! Er wird nicht benotet, muss jedoch als 'bestanden' beurteilt werden.

  • Bescheinigung von Studien- und Prüfungsleistungen

    Welche Studienanteile zur Zeit elektronisch verwaltet werden, können Sie unseren Webseiten entnehmen. Lehrende erhalten vom Prüfungsamt in jedem Semester Listen. Auf diesen sind alle Studierenden aufgeführt, die sich zu Studien-/Prüfungsleistungen in Veranstaltungen der Lehrenden angemeldet haben. Das Prüfungsamt stellt Studierenden den Zugriff auf ihre individuellen Leistungen in einem Onlinekonto zur Verfügung. Über dieses können sie sich jederzeit eine Leistungsübersicht ausdrucken. Eine gesonderte Bescheinigung auf Modulscheinen ist bei elektronischer Verwaltung nicht mehr vorgesehen. Ausgenommen sind bereits begonnene Module, die gemäß fachspezifischem Anhang noch nach einer älteren Ordnung abgeschlossen werden können.

    Elektronische Prüfungsverwaltung

    In allen elektronisch verwalteten Studienanteilen erfolgt die Anmeldung zu Studien- und Prüfungsleistungen durch die Studierenden online über QIS/LSF. Dies ist ausschließlich innerhalb der für jedes Semester bekanntgegebenen Anmeldezeitfenster möglich.

    Die Zeitfenster erstrecken sich in der Regel über mindestens vier Wochen und liegen am Ende eines jeweiligen Semesters (s. SPoL §21). Referate bilden eine Ausnahme, wenn keine schriftliche Ausarbeitung vorgesehen ist. Für Blockseminare gilt in der Regel ein vierwöchiger Anmelde- und Rücktrittszeitraum, der mit dem letzten Termin des Blockseminars endet.

    Klausureinsicht und Widersprüche

    Studierende haben gemäß §41 der SPoL Anspruch auf Einsicht in die sie betreffenden Prüfungsakten (Prüfungsprotokolle, Prüfungsarbeiten nebst Gutachten). Dieses Recht wird innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines Moduls gewährt.

    Die Unterlagen zu bestandenen Prüfungsleistungen sind im Regelfall von den Prüfenden nach Bekanntgabe ihrer Bewertung fünf Jahre lang aufzubewahren; sie können aber auch nach Bekanntgabe des Ergebnisses der entsprechenden Modulprüfung gegen Empfangsbestätigung an die Studierenden ausgegeben werden.

    Unterlagen zu nicht bestandenen Prüfungsleistungen werden vom Prüfungsamt fünf Jahre nach Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses der entsprechenden Modulprüfung aufbewahrt - sie sind dem Prüfungsamt daher zu übersenden.

    Widerspruchsverfahren

    Studierende können gemäß §42 der SPoL gegen belastende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sowie gegen Prüferbewertungen schriftlich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Widerspruch erheben. Sofern eine Rechtsbelehrung erteilt wurde, ist dies innerhalb eines Monats, andernfalls innerhalb eines Jahres möglich. Sofern uns Widersprüche erreichen, tritt das ZPL mit den beteiligten Prüfern in Kontakt.

    Prüflingslisten

    Nach Ablauf der jeweiligen Anmeldefristen werden zeitnah die Prüflingslisten vom Prüfungsamt in verschlüsselter Form an die entsprechenden Dozenten geschickt. Diese erhalten dazu ein Anschreiben mit einer Anleitung zur Listenver-/entschlüsselung (in diesem Zusammenhang weisen wir auch auf unsere fachbereichsspezifischen Handreichungen hin). Ferner erhalten die Dozenten in einer separaten Mail das Passwort für die Listen.

    Beachten Sie bitte: Da wir alle Listen möglichst zeitnah nach Ablauf der jeweiligen An-/Abmeldefrist verschicken, kann es durch die unterschiedlichen Zeitfenster dazu kommen, dass einzelne Dozenten ihre Listen in mehreren Mails zeitversetzt erhalten!

    In die Listen sind die Ergebnisse der jeweiligen Prüfungen einzutragen (auch hierzu beachten Sie bitte unsere Handreichungen. Eine Umrechnungstabelle zu den üblichen Bewertungsskalen finden Sie in unserem Downloadbereich unter dem Titel "Notenschlüssel für modularisierte Lehramtsstudiengänge").

    Die ausgefüllten Listen sind mit demselben Passwort zu verschlüsseln, das im Anschreiben des Prüfungsamts mitgeteilt wurde, und innerhalb der Frist zurückzuschicken, die im selben Anschreiben mitgeteilt wurde. Bitte beachten Sie, dass die Listen gegen jegliche Änderung abgesehen von der Eintragung der Ergebnisse gesichert sind, da sie sonst nicht automatisiert eingelesen werden können.

    Sollten sich Studierende nicht frist- und formgerecht angemeldet haben, sind Klausuren, Hausarbeiten und andere Leistungen nur unter Vorbehalt entgegenzunehmen. Sie müssen separat gemeldet werden und dürfen nur dann bewertet werden, wenn ein Antrag auf nachträgliche Zulassung unter Angabe triftiger Gründe vom Prüfungsamt positiv beschieden wurde (s. SPoL § 21 Abs.5)!

    Studierende können ihre erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen nach deren Verbuchung über QIS/LSF abrufen.

    Prüfungsberechtigung

    Ob Dozenten berechtigt sind, Prüfungen im Rahmen der Ersten Staatsprüfung (Staatsexamen) abzunehmen, kann bei der Prüfungsstelle der Hessischen Lehrkräfteakademie erfragt werden. Das ZPL ist grundsätzlich nicht an Organisation und Durchführung von Examensprüfungen beteiligt.

    Prüfungsprotokolle

    Die Dokumentation von Studien- und Prüfungsleistungen erfolgt in elektronisch verwalteten Studienanteilen über Listen, die Lehrende in jedem Semester zu den von ihnen angebotenen Veranstaltungen erhalten. Besondere Vorkommnisse, welche sich während einer Prüfung ergeben haben (Lärm, sonstige Störungen, Krankmeldungen etc.), sollten jedoch zusätzlich dokumentiert werden. Bitte beachten Sie, dass es für mündliche Prüfungen ein Formular gibt. Sie finden dieses Formular hier.

    Werden Studien- und Prüfungsleistungen noch nach älteren Ordnungen erbracht, sind deren Ergebnisse über Prüfungsprotokolle zu erfassen, die das ZPL auf Anfrage zur Verfügung stellt.


    Rücktritt oder Versäumnis von Prüfungen

    Innerhalb der freigeschalteten Anmelde- und Abmeldefristen können Studierende folgenlos und ohne Angabe von Gründen von Anmeldungen zu Leistungen zurücktreten. Von einer angemeldeten Prüfung nach Ablauf der Frist zurückzutreten, ist nur auf Antrag unter Angabe triftiger Gründe möglich.

    Erfolgt die Anmeldung in einem Studienanteil noch nicht elektronisch, liegt die Koordination der Prüfungsanmeldung beim Prüfenden (SPoL §21, Abs. 3 und 4). Entsprechend muss auch eine Abmeldung bzw. ein Rücktritt bei den jeweiligen Dozenten erfolgen.

    Eine Prüfungsleistung wird als „nicht bestanden“ bewertet, wenn der/die Studierende zum Prüfungstermin ohne triftigen Grund nicht erscheint oder von der angetretenen Prüfung ohne triftigen Grund zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird. Eine nichtbestandene Modulprüfung kann zweimal wiederholt werden.

    Bei Krankheit der/des Studierenden ist innerhalb von drei Werktagen ein ärztliches Attest und auf Verlangen ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Es muss Zeitpunkt und Dauer der Erkrankung sowie deren Auswirkungen auf die Prüfungsfähigkeit bescheinigen. Eine entsprechende Vorlage stellt das Prüfungsamt zur Verfügung. Diese ist im Original an das Prüfungsamt sowie in Kopie zur Kenntnisnahme an den Dozenten einzureichen.

    Eine während einer Prüfungsleistung eintretende Prüfungsunfähigkeit muss unverzüglich der Prüfungsaufsicht angezeigt werden. Die Verpflichtung zur schriftlichen Anzeige und Glaubhaftmachung der Gründe gegenüber dem zuständigen Prüfungsausschuss bleibt unberührt.

    Teilnahme an Prüfungen

    Die Berechtigung zur Teilnahme an einer Modulprüfung haben Studierende nur, sofern sie
  • die nach Maßgabe der Modulbeschreibung für die Prüfung erforderlichen Voraussetzungen erfüllen
  • zur betreffenden Prüfung angemeldet sind
  • nicht beurlaubt sind (Ausnahmen sind möglich, wie bspw. bei Elternzeit)
  • die entsprechende Modulprüfung noch nicht endgültig nicht bestanden haben

  • Triftige Gründe für Prüfungsrücktritt/-nachmeldung

    Triftige Gründe für die Gewährung eines nachträglichen Rücktritts von oder einer nachträglichen Zulassung zu Prüfungen können unter anderem sein:

  • Krankheit zum Prüfungstermin
  • Krankheit über einen wesentlichen Zeitraum in der Anmeldephase
  • Behinderung, chronische Krankheit
  • Pflegebedürftige Angehörige; Krankheit des Kindes
  • Elternzeit/Mutterschutz
  • Trauerfall in der Familie
  • nachgewiesene technische Störung
  • Vorliegen einer Anmeldebestätigung
  • bestätigte Fehlinformation seitens einer relevanten Universitätsstelle
  • bevorstehendes Examen
  • erhebliche Verspätung der öffentlichen Verkehrsmittel (z. B. Generalstreik)
  • Die geltenden Regelungen werden ausschließlich durch die jeweils aktuellen Ordnungen festgelegt. In Zweifelsfällen sind verbindliche Informationen immer beim Prüfungsamt zu erfragen - Falschinformationen durch Dritte sind daher kein triftiger Grund.

    Wiederholungs- und Drittprüfungen

    Prüfungen sind grundsätzlich mindestens einmal pro Semester anzubieten. An Wiederholungsprüfungen müssen alle Studierenden teilnehmen, die sich bereits zu einer regulären Prüfung angemeldet, diese jedoch nicht bestanden, ein Attest eingereicht oder sonstige triftige Gründe für das Versäumen des regulären Termins nachgewiesen haben. Andere Studierende sind nicht zur Teilnahme an einer Wiederholungsprüfung berechtigt.

    Drittprüfungen erfordern die Bewertung durch einen Zweitgutachter (siehe SPoL, § 31 (7) bzw. § 32 (6)).