Stefan aus Rumänien, Philosophie

"Das Abschlussstipendium der Goethe-Universität hat mir geholfen, mein Studium besser zu Ende zu bringen."

Ich wollte mein in Wien angefangenes Studium der Philosophie in Frankfurt am Main fortsetzen. Die Gründe dafür waren rein fachimmanent. Obwohl ich bereits seit einigen Jahren an mehreren Universitäten im Ausland eingeschrieben war, hatte ich in meinem ersten Semester Probleme mit der bürokratischen Organisation. Ich hatte alle meine Hausarbeiten wegen eines Problems bei der Anmeldung zunächst nicht abgeben können. Im Nachhinein kann ich jetzt noch sagen, dass das erste Semester des Masters im Fach Philosophie deutlich arbeitsaufwendiger ist, als die folgenden drei. Ich habe bereits im ersten Semester Kontakte mit Kommilitonen und Dozenten geknüpft, die für die gesamte Zeit des Studiums bis heute entscheidend waren. Was mir noch auffiel, war die allgemeine Methodik bei den von mir besuchten Lehrveranstaltungen: im Vergleich zu dem Institut, wo ich vorher studierte, wurden hier die Lehrveranstaltungen so konzipiert, dass die eigene Teilnahme an der Gestaltung derselben eine größere Rolle spielten.

Ich denke, dass der Höhepunkt meines Studiums meine Abschlussarbeit war. Ich hatte während der Zeit ihrer Verfassung ein Stipendium für internationale Studierende von der Goethe-Universität bekommen und dies hat mir ermöglicht, mich ruhiger allein auf die Arbeit konzentrieren zu können.

Außer den erwähnten organisatorischen Problemen im Studium bereitete die allgemeine Organisation neben dem Studium Schwierigkeiten (Jobben, Wohnungssuche, Umzug). Die Stadt Frankfurt, aus Wien kommend, ist auch etwas gewöhnungsbedürftig.

Wenn ich mein Studium nochmal von vorne beginnen könnte, würde ich vermutlich im ersten Semester nur zwei der drei Lehrveranstaltungen, die im Modell des idealen Studien-Ablaufs für das erste Semester vorgesehen sind, besuchen. Für mich war die Zeit zu knapp, um in den Ferien drei auf verschiedene Themen beruhende Hausarbeiten gleich ernsthaft zu verfassen.

Unmittelbar nach meinem Studium habe ich mich für eine Promotion an der Goethe-Universität entschieden. Da es keine Stellenangebote dafür gab (was ein großes Problem für Alumni von Studienrichtungen bietet, denen auf dem Arbeitsmarkt wenig angeboten wird), habe ich mich für Stipendien beworben. Auf eine Gewährleistung des Stipendiums warte ich aktuell noch.

In Deutschland gibt es zurzeit Gleichstellungen verschiedener Art für AusländerInnen. Die internationalen Studierenden sollten dies im Blick behalten und davon profitieren. In meinem Fall war es wie erwähnt ein Abschlussstipendium der Goethe-Universität, das mir geholfen hat, mein Studium besser zu Ende zu bringen.