Aktuelles

Schriftrezeption in der katholischen DDR-Diaspora und die Predigtreihe "Das Wort an die Gemeinde"

Tagung am 26. März 2022 via zoom (mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung) und der Ergebnispräsentation im WiSe 2022/2023 in Erfurt.

Nachzusehen auf Youtube: https://youtu.be/kxGjuEkXPDc

Lehre im SoSe 2022 auf der Professurvertretung Neues Testament

Kleine Propheten: Micha, Joel, Maleachi

Das AT-Seminar findet freitags von 8.15-09.45 Uhr in SH 1.105 statt

Machtkonstruktion und Machtkritik im Neuen Testament

Das NT-Seminar findet freitags von 10.15-11.45 Uhr in SH 3.107 statt.

Einführung in die Hebräische Bibel - Das Alte Testament

Die AT-Vorlesung findet freitags von 12.15-13.45 Uhr in HZ 14 statt.

Kirche und Gemeinde im Neuen Testament

Die NT-Vorlesung findet freitags von 14.15-15.45 Uhr in SH 2.101 statt.

Die Proseminare NT werden von Melina Rohrbach und Isabel Kraus angeboten.


Schriftrezeption in der katholischen DDR-Diaspora und die Predigtreihe "Das Wort an die Gemeinde"

Tagung am 26. März 2022 via zoom (mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung) und der Ergebnispräsentation im WiSe 2022/2023 in Erfurt.

Nachzusehen auf Youtube: https://youtu.be/kxGjuEkXPDc

Lehre im SoSe 2022 auf der Professurvertretung Neues Testament

Kleine Propheten: Micha, Joel, Maleachi

Das AT-Seminar findet freitags von 8.15-09.45 Uhr in SH 1.105 statt

Machtkonstruktion und Machtkritik im Neuen Testament

Das NT-Seminar findet freitags von 10.15-11.45 Uhr in SH 3.107 statt.

Einführung in die Hebräische Bibel - Das Alte Testament

Die AT-Vorlesung findet freitags von 12.15-13.45 Uhr in HZ 14 statt.

Kirche und Gemeinde im Neuen Testament

Die NT-Vorlesung findet freitags von 14.15-15.45 Uhr in SH 2.101 statt.

Die Proseminare NT werden von Melina Rohrbach und Isabel Kraus angeboten.


Der Vortrag "Das Wort an die Gemeinde" ist nun auf Youtube verfügbar: Youtube-Vortrag



Workshop „Erzählungen und Gesetze. Jüdische und christliche Perspektiven auf Textbrücken in der Tora“

Die mit Unterstützung des Bistums Limburg eingerichtete Dozentur für Altes Testament und christlich-jüdische Schrifthermeneutik am FB07 hat das Ziel, in Forschung und Lehre auch jüdische Ansätze sichtbar zu machen und darüber in den Dialog zu treten. Im Zentrum des Workshops mit Rabbiner Julian-Chaim Soussan und Dr. Martin Nitsche stehen jüdische und christliche Perspektiven auf den Wochenabschnitt Mischpatim / Ex 21-24. Dekan Prof. Dr. Christof Mandry und Martin Ramb vom Bistum Limburg werden ein Grußwort sprechen.

Der Workshop fandam Dienstag, den 4. Mai von 16:15 Uhr bis 17:45 Uhr digital statt.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Dr. Martin Nitsche

E-Mail: nitsche@em.uni-frankfurt.de

Sprechzeit: nach Vereinbarung per Email

Büro: IG 3.353

Telefon: 069 / 798 - 32931

Akademischer und beruflicher Werdegang

  • 2005-2010: Studium der Katholischen Theologie in Erfurt und Jerusalem (34. Theologisches Studienjahr an der Dormitio 2007 / 2008); seit 2008 als Stipendiat des Cusanuswerks
  • 07/2010: Diplom in Katholischer Theologie; Diplomarbeit im Fach Altes Testament zum Thema „Die Riesen und der Tod des Mose. Untersuchungen zu Gen 6,1-4“
  • 09/2010-08/2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Exegese und Theologie des Alten Testaments an der Universität Erfurt (Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart)
  • WiSe 2011/2012: Lehrauftrag für biblische Einleitung an der Martin-Luther-Universität Halle / Saale (AT und NT)
  • 08/2014: Promotion an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt (Gesamtnote „summa cum laude“) mit einer Arbeit zu 1 Kön 3 (s. Monographie), Gutachter: Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart (Betreuer); Prof. em. Dr. Georg Hentschel (Zweitgutachter)
  • 08/2014-07/2015: Elternzeit
  • 10/2015-01/2017: Lehrauftrag für Schrifthermeneutik an der Universität Kassel, im SoSe 2016 auch für Bibelkunde (AT und NT)
  • 09/2015-01/2017: Pastoralassistent im Bistum Fulda (Einsatzort: Marburg)
  • 02/2017-09/2019: wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Prof. Dr. Thomas Hieke)
  • WiSe 2017/201:8 Teilnahme an der Hochschuldidaktischen Weiterbildung „Theologie lehren lernen“
  • seit 10/2019: Dozentur für Altes Testament und christlich-jüdische Schrifthermeneutik am FB 07 Katholische Theologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (30h/Woche)
  • seit 02/2020 zusätzlich Pastoralreferent im Bistum Fulda (16 h/Woche) in Nebentätigkeit
  • SoSe 2022: Professurvertretung "Exegese und Theologie des Neuen Testaments" an der Goethe-Universität

Mitgliedschaften

  • seit 2010: Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger katholischer Alttestamentlerinnen und Alttestamentler (AGAT)
  • seit 2013: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Kassel e.V. (GCJZ); 2013-2016 als Katholischer Vorsitzender
  • seit 2020: AK Kirche und Synagoge des Bistums Limburg

Publikationen

Monographie

·         „Und das Königtum war fest in der Hand Salomos“. Untersuchungen zu 1 Kön 3 (BWANT 205), Stuttgart 2015. (Dissertationsschrift)

Mitherausgeberschaft

·           Norbert Clemens Baumgart / Martin Nitsche (Hg.), Gewalt im Spiegel alttestamentlicher Texte (EThSchr 43), Würzburg 2012.

Artikel

Wissenschaftliche Beiträge

·           Eingereicht: Göttliche Distanzlosigkeiten. Wie nahe darf der Himmel der Erde kommen? Thomas Hieke / Konrad Huber (Hg.), Bibel umgehen (erscheint 2022)

·           Wenn die Schrift zum Argument wird. Exegetische Lektürebegleitung am Beispiel der Ämterfrage, in: Doris Reisinger (Hg.), Gefährliche Theologien. Wenn theologische Ansätze Machtmissbrauch legitimieren, Regensburg 2021, 36-46.

·           Gott der Rache, erscheine! (Ps 94,1), Biblische Beter im Konflikt, in: Thomas Hieke / Konrad Huber (Hg.), Bibel falsch verstanden. Hartnäckige Fehldeutungen biblischer Texte erklärt, Stuttgart 2020, 140-147.

·           Erzählung als (Rätsel-)Frage? Figurenkonstellationen und Leser am Beispiel von 1 Kön 3, in: Ilse Müllner / Barbara Schmitz, Perspektiven. Biblische Texte und Narratologie (SBB 75), Stuttgart 2018, 230-242.

·           Art. Salomo, in: wibilex (https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25919/); erstellt im Dezember 2017.

·           Überblick über die Ostkirchen, in: WUB 53 (2009) 46-47.

Beiträge mit bibelpastoralem Schwerpunkt (Auswahl)

·           Mach mich rein. Kurzpredigt zu Ps 51 (50), in: GWiK 2/2022, 16.

·           Die Johannesaufgabe.Kinderpredigt zu Joh 1,1-18 Ps 51 (50), in: GWiK 2/2022, 79-80.

·           Lass Dein Angesicht leuchten. Kinderpredigt zu Num 6,22-27, in: GWiK (1 / 2021)

·           Ich bin der Herr. Predigt zu Jes 45,1.4-6; Gott hat mit uns noch was vor. Kinderpredigt zu 1 Thess 4,13-18, in: GWiK (2 / 2020)

·           Mit Petrus predigen lernen. Predigt zu Apg 2,14.22b-33; Dem Esel auf der Spur. Kinderpredigt zu Mt 21,1-11, in: GWiK (2 / 2020)

·           Werde Licht Jerusalem! Predigt zu Jes 60,1-6; Jesus ist da: im Heiligen Land, in Ägypten und bei dir! Kinderpredigt zu Jes 60,1-6, beide in: GWiK (1 / 2020)

·           Das Wort ist ganz nah bei dir. Kinderpredigt zu Dtn 30,10-14, in: GWiK (3 / 2019).

·           Siehe, deine Rettung kommt. Kurzpredigt zu Jes 62,11-12, in: GWiK (1 / 2019).

·           Leben in Christus. Pfade durch die biblischen Texte der Osternacht, in: Anzeiger für die Seelsorge (4,2018), 14-17.

 

Rezensionen

·         Brittany Melton, Where is God in the Megilloth? Dialogue on the Ambiguity of Divine Presence and Absence, Leiden 2018, in: BN 187 (2020), 139-140.

·         Bernd Janowski, Anthropologie des Alten Testaments. Grundfragen – Kontexte – Themenfelder, Tübingen 2019. In: ThG 63 (4/2020)

·         21 Kurzrezensionen im Archiv für Liturgiewissenschaft.

·         Sigrid Eder, Identifikationspotenziale in den Psalmen, Bonn 2018/22019, in: bbs 7.2019

·         Andreas Nachama / Walter Homolka / Hartmut Bomhoff, Basiswissen Judentum, Freiburg i.Br. 2015, in: ThG 4 / 2019.

·         Kurzvorstellung von logos academic basic, https://bibelsoftware.theologie.uni-mainz.de/logos/logos-academic-basic/

·         Reinhard Feldmeier / Hermann Spieckermann, Der Gott der Lebendigen. Eine biblische Gotteslehre (TOBITH 1), Tübingen 2011, in: ThG 4 / 2012.

·         John Bowker (Hg.), Das Heilige Land aus der Luft. Atlas der historischen Stätten. Darmstadt 2010, in: ThG 3 / 2012.

·         Stephen Tomkins, Paulus und seine Welt. Aus dem Englischen von Gabriele Stein, Freiburg i.Br. 2007, in: ThG 1/2009.

Aktuelle Projekte


  • Bibelrezption in der katholischen DDR-Diaspora am Beispiel der Predigtreihe 
  • Knotenpunkte der Genesis. Gen 6,1-4 und Gen 32,23-33 im Licht jüdischer und christlicher Schriftauslegung
  • „Wo ist Gott?“: In einigen Texten stellt die Hebräische Bibel die Gottesfrage unmittelbar in den Raum. Die Texte sollen im Zusammenhang interpretiert, die jeweilige pragmatische Funktion und der damit verbundene, theologische Gehalt der Frage analysiert werden (Habilitationsprojekt)
Das Alte Testament ist die christliche Gestalt der Bibel Israels, in verschiedenen Kanonausprägungen der erste, ältere und grundlegende Teil der christlichen Bibel. Als solcher ist das Alte Testament ein wichtiger Gegenstand und Referenzpunkt aller theologischen Fächer. Das Fach Exegese des Alten Testaments stellt diese Urkunde in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Dazu fragt sie historisch nach möglichen Umständen der Textentstehung und zeigt die Bedeutungsvarianzen des Textes auf. Dies gelingt nur in Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, zum Beispiel der Semitistik, der Gräzistik, der Altorientalistik, der Ägyptologie und vielen weiteren. Zugleich sucht das Fach nach heutigen Wirkungs- und Bedeutungsmöglichkeiten des Textes und bedient sich dazu literaturwissenschaftlicher Methoden. Als theologische Disziplin versteht sich die alttestamentliche Exegese als Anwältin des Textes, die dessen eigene Stimme in aktuelle Diskurse einbringt und alle sonstigen Rezeptionen des Textes, kirchlicher, theologischer, politischer oder kultureller Natur, kritisch hinterfragt.
Studierende der Katholischen Theologie erarbeiten sich in ihrem bibelwissenschaftlichen Studium zunächst ein vielfältiges Orientierungswissen: Sie haben eine Vorstellung von der Herkunft und der Entstehung biblischer Schriften. Sie können einzelnen Texte in einen größeren Zusammenhang einordnen und sich in verschiedenen Kanonsystemen bewegen. Sie erkennen zwischen verschiedenen Texten größere Zusammenhänge und können nachvollziehen, wie „Biblische Theologie“ entsteht. Sie können verschiedene hermeneutische Ansätze der Schriftauslegung erkennen und beschreiben und sich selbst positionieren. Vor allem aber soll das Studium sie dazu befähigen, biblische Texte eigenständig und wissenschaftlich-reflektiert zu erarbeiten und didaktisch aufzuarbeiten: Sie können anderen Zugänge zur Bibel zu eröffnen.
Das Alte Testament als Teil der christlichen Bibel verbindet Christen in einmaliger Weise mit dem historischen und dem zeitgenössischen Judentum. Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen lesen die gleichen Texte und nennen sie heilig. Zugleich haben Juden und Christen eine lange, intensive und dramatisch unheilvolle Geschichte miteinander, in der jüdisches Leben und jüdische Lesarten der Heiligen Schrift auch von Christen bekämpft wurden. Die Frankfurter Dozentur für Altes Testament widmet sich in besonderer Weise der Schriftauslegung und Schrifthermeneutik im christlich-jüdischen Dialog. Christlich-jüdischer Dialog ist für christliche Theologietreibende eine Einladung, Lernende zu sein. Im Judentum unserer Zeit begegnen wir einer authentischen, traditionsreichen und inspirierenden Lesart der eigenen Heiligen Schrift, die manche Verengung der christlichen Rezeptionsgeschichte nicht mitgemacht hat und in der der Diskurs gewissermaßen zum Auslegungsprinzip erhoben ist. Wer vom Dialog mit Jüdinnen und Juden theologisch profitiert, wird sich zugleich notwendigerweise für den Erhalt jüdischen Lebens in unserem Land einsetzen, das sich auch in unserer Gesellschaft vielfach als unerwünscht und bedroht erfahren muss.