Beeinträchtigung... und ich?

Studieren mit gesundheitlicher Beeinträchtigung (Behinderung): Ist das auch mein Thema?

Gesundheitliche Beeinträchtigungen im Studium – das ist oft ein schwieriges, auch mit vielen Tabus und Emotionen beladenes Thema. Entsprechend fällt es schon nicht leicht, auch nur einen Begriff zu wählen, mit dem alle potentiell Betroffenen einverstanden sind und sich gut darin aufgehoben fühlen. 
Für die Zwecke dieses Portals – und an vielen weiteren Orten des Dialogs über Inklusion an der Goethe-Universität – verwenden wir den Begriff der „gesundheitlichen Beeinträchtigung“ (oder „Einschränkung“) bewusst weit: Wir fassen darunter ernsthafte und chronische Erkrankungen körperlicher oder psychischer Art sowie die unterschiedlichsten Behinderungen

Eine gute erste Orientierung, wer oder was hier alles dazu zählen kann, bietet folgende Liste, die auf einen Vorschlag des Deutschen Studentenwerks aufbaut:

  • Mobilitätsbeeinträchtigungen 
  • Sehbeeinträchtigungen (einschließlich Blindheit)
  • Hörbeeinträchtigungen (einschließlich Gehörlosigkeit)
  • Sprach- und Sprechbeeinträchtigungen
  • Psychische Störungen/ Erkrankungen, Belastungen; 
    • in diesem Umfeld auch besondere Persönlichkeitsstrukturen wie Autismus ebenso 
    • Charakteristika wie AD(H)S
  • Weitere chronische Erkrankungen (körperlich/ somatische), beispielsweise: 
    • Morbus Chron
    • Colitis Ulcerosa
    • Rheuma
    • Diabetes
    • schwere Allergien
  • und viele andere

Genaue Kriterien zu bestimmen, um Begriffen Konturen und Grenzen zu geben, ist bei diesem Thema oft problematisch. Wenn Sie sich für die vielfältigen Diskussionen interessieren, die sich um den Begriff der „Behinderung“ (bzw. „Krankheit“) und die Lebensrealitäten behinderter Menschen seit längerem entwickelt haben, finden Sie als im Internet reichhaltige Anregungen für eigene Erkundungen und demnächst auch in diesem Portal eine kurze Übersicht zum Diskussionsstand als möglichen Ausgangspunkt eigener Recherchen  Sich vertieft mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, kann wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung sein. 

Im Alltag kommt es jedoch oft mehr darauf an, eine Antwort auf Ihre konkreten Fragen, Probleme und Herausforderungen zu finden:  Wenn Sie auf ein Problem stoßen, dass irgendwie in diesen Themenkreis fällt: Schauen Sie sich auf dieser Website um – nehmen Sie Kontakt zur Beratung für behinderte und chronisch kranke Studierende auf. Hier können Sie Rat und Hilfe finden oder an andere geeignete Ansprechpartner*innen weiterverwiesen werden. 
Die Beratung ist absolut vertraulich und sie brauchen der Universität grundsätzlich keine Sachverhalte offenzulegen, die sie nicht bekannt machen möchten. Durch eine frühzeitige Beratung kann eine Eskalation von Problemen und Konflikten oft vermieden werden und es stehen vergleichsweise größere Handlungsspielräume zur Verfügung. 
Eine Behinderung oder chronische Erkrankung ist eine Herausforderung im Alltag, sollte aber kein Grund für Scham und Tabuisierung sein. Und Sie sind an der Universität nicht alleine. Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Studentenwerks haben etwa 11 % eines Studierendenjahrgangs eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die ihr Studium erschwert.

Beratung für Studierende mit Einschränkungen
Advice and Support for Students with Health Issues

Fr. Kirsten Brandenburg und 
Fr. Christina Rahn
E-Mail: barrierefrei@uni-frankfurt.de

Zur Online-Terminvereinbarung

Campus Westend
Gebäude PEG
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60323 Frankfurt am Main

Für Fragen zum Konzept:

Christoph Trüper (M.A.)

Referent für Inklusion
trueper@em.uni-frankfurt.de