Liste rezenter Monographien und Sammelbände

 

Hadith und Hadithdidaktik - Eine Einführung
Sarikaya, Yasar

Der Hadith bezeichnet die Gesamtheit der Überlieferungen, die dem Propheten Muhammad zugeschrieben werden und bietet Einblick in dessen Aussagen und Handlungsweisen. Abgesehen von der zentralen Stellung des Hadiths innerhalb der islamischen Theologie, Normenlehre und religiösen Praxis, spielt er auch in der religiösen Erziehung eine elementare Rolle. Die Person des Propheten wirkt bis in die Gegenwart als religiöses wie moralisches Vorbild für die Gläubigen. Diese Modellfunktion wird auch im islamisch-religiösen Bildungskontext vermittelt, etwa in der Gemeindepädagogik oder im schulischen Religionsunterricht.


 

Wirtschaft und Gewissen - Eine islamische-christliche Kontroverse
Felix Körner, Serdar Kurnaz, Ömer Özsoy

Wie passen Wirtschaft und Religion zusammen?

Kann der Gottesbund als Geschäftsmodell dienen? Und welche Rolle spielt dabei die menschliche Verantwortung? – Ein christlicher und ein islamischer Theologe diskutieren miteinander, klären Hintergründe und Begriffe und suchen die Kontroverse. Ein Buch, das die essenziellen Fragen für das Verhältnis von Religion und Wirtschaft stellt, erstmals in einem interreligiösen Kontext. Ein Novum, das spannende Entdeckungen bietet.

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Migration, Religion, Gender und Bildung
Meltem Kulaçatan / Harry Harun Behr (Hg.)

Beiträge zu einem erweiterten Verständnis von Intersektionalität

Im Zentrum dieses Bandes stehen nationale und internationale Querschnittsperspektiven von Gender, Flucht und Migration im Zusammenhang mit Bildung und staatlichen Regulierungsmaßnahmen. Da die Diskurse rund um Fluchtmigration zunehmend religionsbezogen geführt werden, wird die Forschungsperspektive auch für Fragen der Religion geöffnet.

Die Beiträge des Bandes gehen den migrationsbezogenen Veränderungen in Deutschland und Europa nach und widmen sich u.a. den damit verbundenen Ängsten sowie innen- und außenpolitischen Perspektiven im Kontext von Gender und der Vergeschlechtlichung von Flucht und Migration.

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Islamische Religionspädagogik: didaktische Ansätze für die Praxis
Mit Beiträgen von Dorothea Ermert,  Rida Inam,  Betül Karakoç,  Esma Öger-Tunç,  Matthias Olk,  Volker Ahmad Qasir,  Yaşar Sarıkaya,  Gökçen Sara Tamer-Uzun,  Julia Vallen


Die Islamische Religionspädagogik befindet sich als junges akademisches Fach in einem noch andauernden Etablierungsprozess. Nach wie vor sehen sich Studierende des Fachs wie auch Lehrkräfte in der Unterrichtspraxis mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, welche vor allem aus religionspädagogischen und -didaktischen Fragen erwachsen. Vor diesem Hintergrund bietet dieser Sammelband ein Angebot für Studierende, Lehrkräfte und Interessierte, welches theologisch fundiert ausgewählte Themen und Inhaltsfelder präsentiert und religionspädagogisch aufbereitet. Auswahl und Erarbeitung der Themen stellen einen Bezug zur Unterrichtspraxis sowohl in konzeptueller als auch in konkreter Weise her und sollen einen Beitrag zur Entwicklung einer zeitgemäßen Islamischen Religionspädagogik leisten.


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Koran & Gender - Exegetische und hermeneutische Studien zum Geschlechterverhältnis im Koran
Autorin: Nimet Seker


Diese Studie untersucht die Frage des Geschlechterverhältnisses im Koran aus exegetischer und hermeneutischer Perspektive. Zu den behandelten Themen gehören die miteinander verwobene Symbolik der Barmherzigkeit Gottes (raḥma) mit dem weiblichen Mutterschoß (raḥīm). Zur Frage der Geschlechtergewalt im Koran werden klassische und moderne feministischen Quellen zur Sprache gebracht und geschlechtergerechte Antworten im ethischen Vorbild des Propheten gesucht. Aus dem Bereich der feministischen Koranexegese werden hermeneutische Prämissen und Fragen der historischen Kontextualisierung analysiert. Abschließend widmet sich die Autorin einer Methodendiskussion zum Umgang mit Überlieferungen zu den Offenbarungsanlässen (asbāb an-nuzūl) am Beispiel der Frage Umm Salamas im Offenbarungskontext des Korans. Der Band stellt damit die erste umfassende islam-theologische Studie zur Geschlechterfrage im Koran in deutscher Sprache dar und diskutiert in diesem Rahmen die Anwendung von historisch-kritischen und kontextualisierenden Methoden in der klassischen und modernen Exegese.

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Band 8: „Schöpfung zwischen Koran und Kalām“
Autorin: Mira Sievers

Unter den klassisch-islamischen Wissenschaftstraditionen ist es die Kalām-Theologie, die die Glaubensgrundlagen der Muslime in systematischer Weise reflektiert. Eine wichtige Frage der Islamforschung betrifft dabei das Verhältnis zwischen den religiös-autoritativen Wissensbeständen der Kalām-Theologie auf der einen Seite und dem Koran als zentralem Bezugstext auf der anderen Seite. In diesem Band entwirft die Autorin anhand des Konzepts der Schöpfung (ḫalq) eine Koranische Theologie auf historisch-kritischer Grundlage, um in einem ersten Schritt den eigenen theologischen Gehalt des Korans herauszuarbeiten. Die Ergebnisse werden anschließend mit den schöpfungsbezogenen Diskussionen der klassischen Kalām-Theologie ašʿaritischer, māturīditischer und muʿtazilitischer Ausprägung in Beziehung gesetzt. Dabei wird nicht nur deutlich, welche neuen Impulse eine solche Koranische Theologie der Islamischen Theologie insgesamt geben kann, sondern es wird auch ein Beitrag zur Entwicklung einer zeitgenössischen Systematischen Theologie des Islams geleistet.

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Band 6: „Der Koran als Rede und Text“
Autorin: Nimet Seker

Ausgehend von der kommunikationstheoretischen Überlegung, dass der Koran als eine ursprünglich mündliche Offenbarung nach dem Ableben des Propheten Muhammad zu einer kanonischen Schrift wurde, stellt sich die Frage, wie sich die Koranhermeneutik auf dieser Grundlage entwickelt hat. Wie haben Exegeten den Koran einerseits als einen in sich kohärenten, kanonischen Text und zugleich als eine auf seinen Offenbarungskontext bezogene göttliche Rede ausgelegt? Dazu werden hermeneutische Prämissen und Methoden der Koranexegese in ausgewählten sunnitischen Quellen der uṣūl at-tafsīr und ʿulūm al-qurʾān untersucht. Zur Einordung der Fragestellung werden zeitgenössische Lesestrategien des Korans aus einer literaturtheoretischen Perspektive, die Genese des Korantexts sowie aktuelle Fragen der Koranhermeneutik erörtert. In diesem Zusammenhang diskutiert die Arbeit das Geschichtsverständnis muslimischer Koranexegeten und zeigt anschließend methodische und offenbarungstheologische Spannungsfelder in ihrem Denken auf. Damit richtet sich die Arbeit an interessierte Leserinnen und Leser aus der Theologie und Textwissenschaft, insbesondere der Hadithwissenschaft und Koranexegese.

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Band 5: „Das Böse als Gottesbeweis“
Autor: Hureyre Kam

Abū Manṣūr al-Māturīdī (gest. 333/944) gilt neben seinem Zeitgenossen Abū l-Ḥasan al-Ašʿarī (gest. 324/936) als eine der prägenden Figuren des sunnitischen Islams und genießt bis heute eine große Autorität. Die Denkschule der Māturīdiyya fand breite Anerkennung in der islamischen Welt und ist heute vom Balkan über die Türkei bis nach Zentralasien prominent vertreten. Dennoch ist unser Wissen über sein Denken sehr begrenzt, da seine Schriften lange Zeit als verschollen galten, bis in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sein maßgebliches kalām-Werk, das Kitāb at-Tawḥīd, ediert wurde und neue Forschungen anregte.
Das Theodizeeproblem ist eine zentrale und hochkomplexe Fragestellung für jede monotheistische Religion. Wie kann im angesichts eines omnipotenten und absolut guten Gottes die Existenz von Bösem erklärt werden? Die islamische Theologie hat seit ihren Anfängen Antworten auf dieses Problem gesucht, wobei auch naturwissenschaftliche Erkenntnisse und weltanschauliche Überlegungen für die Apologie bemüht wurden. Während die meisten Antworten auf eine Leugnung oder Bonisierung des Bösen in der Welt hinausliefen, ist al-Māturīdīs Ansatz bis heute einzigartig in der Geschichte der islamischen Theologie und wartet noch immer darauf weitergedacht zu werden: Das Böse in der Welt ist ein Hinweis auf die Existenz eben des einen, allweisen und allmächtigen Gottes.

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Re-engaging Comparative Semitic and Arabic Studies

Daniel Birnstiel und Na`ama Pat-El

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Religion, Flucht und Erzählung

Harry H. Behr/ Frank van der Velden (Hg.)

Menschen, die in Schulen und sozialen Institutionen mit Geflüchteten und Migrierten arbeiten, benötigen authentische Informationen zu interkulturellen und religionssensiblen Fragestellungen. Der Band beschreibt Bildungshintergründe in den Herkunftsländern, fragt aber auch die Geflüchteten nach ihren Vorstellungen und Erfahrungen zum guten Zusammenleben religiös unterschiedlicher Menschen. Fachbeiträge aus verschiedenen Disziplinen liefern das wissenschaftliche Fundament und erarbeiten gleichzeitig Ausbildungsstandards für soziale und pädagogische Berufe im interkulturellen Handlungsfeld.

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Vom „Gastarbeiter“ zum „Deutschtürken“? Studien zum Wandel türkischer Lebenswelten in Duisburg.

Asligül Aysel

Die Studie stellt den intergenerativen Wandel innerhalb aufstiegsorientierter türkischer Familien in Duisburg dar. Anhand biographisch-narrativer Interviews mit Eltern, die als ArbeitnehmerInnen nach Deutschland gekommen sind, und ihren (erwachsenen) Kindern wird skizziert, wie die jeweilige Lebenswelt aussieht und inwiefern Kontinuitäts- bzw. Diskontinuitätslinien zwischen den Generationen bestehen und somit intergenerationale Transformation in türkischen Familien vorliegt.

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Narratives of Disparity. Islam and the West in History and Literature

Rida Inam

Islam and the West are often identified as two distinct civilizations with conflicting characteristics. Assuming that a clash between Islam and the West is not inevitable, this study demonstrates that the divide is fabricated on both sides by Narratives of Disparity (NoDs) which are often built on historical narratives. The interplay of history and fiction in NoDs is exhibited on four novels published in Britain after 9/11, covering the most frequently used tropes: the postcolonial experience, counterterrorism, eurocentrism, traditionalism, honour killings and sexual autonomy.

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Staunen und Verstehen. Islamischer Religionsunterricht in der Grundschule 1./2. Schuljahr

Yaşar Sarıkaya, Adem Akgün

Das an der Professur für Islamische Theologie und ihre Didaktik in Gießen erarbeitete und herausgegebene Schulbuch ist für das erste und zweite Schuljahr konzipiert. Das Buch soll elementare Grundlagen des Islam mit Blick auf die Lebenswirklichkeit der in Deutschland lebenden muslimischen Kinder vermitteln und den Lehrkräften die Planung ihres Unterrichts gemäß dem im jeweiligen Bundesland geltenden Curriculum erleichtern.

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Historizität und Transzendenz im Islam

Jameleddine Ben Abdeljelil (Hg.)

Der vorliegende Band widmet sich sowohl klassischen als auch in der Moderne aufgeworfenen Fragen zum Verhältnis von Geschichtlichkeit und Transzendenz im Islam. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den autoritativen Texten Koran und Hadith im Kontext der Moderne lässt neuartige hermeneutische Herangehensweisen zu und führt zu neuen Lesarten und Formen der Interpretation. Mit Beiträgen von Mohammed Mojtahed Shabestari, Ömer Özsoy, Mohamed Turki, Alexander Flores und Rüdiger Lohlker.

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Islamsiche Religionspädagogik

Yaşar Sarıkaya, Adem Aygün (Hg.)

Die Beiträge des Bandes sind unter anderem den folgenden Schwerpunkten gewidmet: Kompetenzbildung im Islamischen Religionsunterricht, empirische Ansätze zum Thema islamische Bildung und Erziehung sowie globale Herausfoderungen und neue Perpektiven auf die Islamische Religionspädagogik.

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Aufbruch zu neuen Ufern

Yaşar Sarıkaya, Franz-Josef Bäumer (Hg.)

Der Sammelband bündelt die Ergebnisse einer Fachtagung an der Universität Gießen aus dem Jahre 2015. Folgende Schwerpunktthemen werden behandelt: Genese der Islamischen Religionspädagogik als Disziplin, theologische und anthropologische Grundlagen religiösen Lernens, Modelle und Erfahrungen islamischer Bildung aus internationaler Perspektive, gendersensibler Religionsunterricht sowie praktische Dimensionen des Islamischen Religionsunterrichts.

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Europäischer Islam

Ertuğrul Şahin

Im Fokus der interdisziplinären Studie steht die Frage nach den Perspektiven und der Praktikabilität eines normativen Euro-Islam. Der Autor setzt sich kritisch mit den bekanntesten Ansätzen des europäischen Islam auseinander und ordnet die Begrifflichkeiten und Argumentationsstränge des gegenwärtigen Diskurses ein. Er hinterfragt die Universalitätsaxiome in diesem Ansätzen anhand einer kategorialen Zuordnung der Universalismen und überprüft die normativ-präskriptiven Komponenten auf Plausibiliät hin.

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Islamische Theologie im deutschen Wissenschaftssystem

Jan Felix Engelhardt

Der Autor untersucht die Etablierung der islamischen Theologie an deutschen Universitäten aus wissenschaftssoziologischer Perspektive. Die Studie analysiert, wie sich islamische Wissensproduktion in Deutschland als eigenständiges Fach ausdifferenziert und wie es den unterschiedlichen Erwartungen aus muslimischer Glaubensgemeinschaft, Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft begegnet. Wie kann islamische Theologie als Wissenschaft etabliert werden? Und wie bewerten die Theologen das Modell islamischer Beiträge?

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Methoden zur Normderivation im islamischen Recht

Serdar Kurnaz

In der Reihe „Islam im Diskurs“ der Frankfurter Schriften zum Islam ist der Band „Methoden zur Normderivation im islamischen Recht“ von Serdar Kurnaz erschienen.

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Sprachübungen an klassisch-arabischen Texten

Mira Sievers

Die „Sprachübungen an klassisch-arabischen Texten“ von Tim Sievers enthalten Lese- und Übersetzungsübungen anhand von Originaltexten sowie Grammatikaufgaben. Außerdem bietet das Werk Faustregeln zu wichtigen Grammatikthemen und einen Vokabelindex. Es ergänzt damit die „Arabische Sprachlehre“ von Harder – Schimmel – Forkel.

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Muslims in Interwar Europe

Bekim Agai, Umar Ryad and Mehdi Sajid

Zusammen mit Dr. Umar Ryad und Dr. Mehdi Sajid hat Prof. Bekim Agai einen Sammelband über Muslime in der Zwischenkriegszeit in Europa herausgegeben. Der Band Muslims in Interwar Europe: A Transcultural Historical Perspective ist bei Brill erschienen.

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The Ambivalence of Denial: Danger and Appeal of Rituals

Udo Simon, Ute Hüsken (Hrsg.)

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Zur Theorie einer teleologischen Methode in der islamischen Normenlehre

Muhammet Sait Duran



In der Reihe „Islam im Diskurs“ der Frankfurter Schriften zum Islam ist als zweiter Band „Zur Theorie einer teleologischen Methode in der islamischen Normenlehre: Aš-Šāṭibīs (gest. 790/1388) Konzept der Absichten der Scharia (maqāṣid aš-šarīʿa)“ von Muhammet Sait Duran erschienen.

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Harder - Schimmel - Forkel: Arabische Sprachlehre

20. korrigierte Auflage, neu bearbeitet von S. Fritz Forkel

Die altbewährte „Arabische Sprachlehre“ von Harder – Schimmel wurde von Dr. S. Fritz Forkel, Arabischlektor des Zentrums in Frankfurt und Gießen, korrigiert und ist nun in der Neubearbeitung erschienen.

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