Informationen der Goethe-Universität zur Begrenzung des Corona-Risikos

Update 3. April 2020, 19:30 Uhr

Am 3. April wurden die einleitenden Erläuterungen zu dieser Seite sowie die Informationen zum Vorlesungsbeginn, Prüfungen etc. auf eine neue Webseite umgezogen. Außerdem wurden die Information Gebäude, Bibliotheken und PC-Pools, Mensen sowie Arbeitsorganisation aktualisiert.

Am 31. März wurden die Informationen zur Arbeitsorganisation aktualisiert.

Am 30. März wurden die Informationen zum Hochschulsport aktualisiert; neu ist zudem die Arbeits- und Gesundheitsschutz-Unterweisung zu Corona (Download unter "Merkblätter und Dokumente"). 

Am 27. März waren die Stichworte „Beratungsangebote“, „Beratung und Informationen für Studierende in finanziellen Notsituationen“ sowie „Vorlesungsbeginn“ aktualisiert bzw. ergänzt worden (hier erläutert).

Bund und Länder haben am 22. März 2020 weitgehende Maßnahmen (insbesondere Beschränkung sozialer Kontakte) zur Begrenzung des Coronarisikos beschlossen. Bereits zuvor, aber erst recht danach, hatte das Präsidium der Goethe-Universität drastische Einschränkungen des Campusbetriebs beschlossen. Am 3. April hat die Kultusministerkonferenz (KMK) bestätigt, was die Hochschulen in Hessen bereits vorbereiten: Den Einstieg in die digitale Lehre ab dem 20. April. Damit wird das Sommersemester auch in der Lehre zu einem Ausnahmesemester. 

Die Distanzlehre stellt an alle Uniangehörigen besondere Anforderungen. Digitale Lehrveranstaltungen vorzubereiten fordert – insbesondere so kurzfristig – Technik und Didaktik auf das höchste heraus. Viele Lehrende, aber auch studentische Tutoren und Hilfskräfte, werden gefordert sein; damit einhergehend die Verwaltung, die viele zusätzliche Personal- und Finanzvorgänge durchzuführen hat. Unser Hochschulrechenzentrum und E-Learning-Service studium digitale leisten bereits jetzt Außerordentliches und werden auch weiterhin stark gefordert sein. 

Alle diese Arbeiten werden weiterhin teilweise, aber natürlich nicht vollständig, mobil oder von Home Offices aus betrieben. Zugleich wird an den Universitätscampi ein nach RKI-Standards corona-kompatibler Universitätsbetrieb stattfinden. Dazu gehört auch, dass eine elementare Versorgung auf dem Campus für Uniangehörige wieder angeboten werden wird. 

Die Organisation der Lehre steht unter der Maxime, unseren Studierenden ein möglichst nachteilsfreies Studium anzubieten. Dies gilt für Studierende, die ihr Studium an der Goethe-Universität weiterführen, aber ebenso für unsere Erstsemester, die wir hiermit auf etwas ungewöhnlichem Weg, aber umso herzlicher, begrüßen. Die Lehrenden der Goethe-Universität sind sehr engagiert in der Vorbereitung teils höchst innovativer Lehrformate. Zugleich werben wir aber auch jetzt schon um Verständnis dafür, dass nicht jedes der bald stattfindenden Experimente auf Anhieb zum Erfolg führen wird und nicht jeder auftretende Engpass sofort behoben werden kann. 

Die StudiendekanInnen haben dazu am 1. April gemeinsam mit dem Präsidium beraten. Die am 2. April vom Präsidium beschlossenen Richtlinien für die Lehre im Sommersemesters sind nicht zuletzt Resultat dieser gemeinsamen Beratungen. Für die bereits jetzt angedachten und geplanten kreativen Optionen zur (Teil-) Digitalisierung danken wir sehr! 

Insbesondere hoffen wir, dass es eventuell in einigen Monaten (aber wohl keinesfalls vor dem 1. Juni) wieder Möglichkeiten für einen – wenn auch eingeschränkten – Präsenzlehrbetrieb geben könnte. Über die weiteren Entwicklungen halten wir sie hier auf dem Laufenden.

Im Folgenden finden Sie Informationen zum Corona-bezogenen Arbeits- und Gesundheitsschutz, die bei neuem Sachstand aktualisiert und ergänzt werden.

HINWEIS: Die bisher hier unter Punkt I stehenden Informationen: 

  • Vorlesungsbeginn
  • Prüfungen
  • Lehre
  • Beratungsangebote
  • Beratung und Informationen für Studierende in finanziellen Notsituationen
  • Bibliotheken und PC-Pools
  • Goethe-Card

finden Sie aufgrund der immer weiter steigenden Informationsdichte zur besseren Übersicht ab sofort nicht mehr direkt auf dieser Corona-Webseite, sondern auf einer neuen Website zu den Rahmenbedingungen von Studium und Lehre im Sommersemester 2020. Diese Seite befindet sich derzeit noch im Auf- und Ausbau und soll künftig sämtliche für Studium, Lehre und Beratung relevanten Informationen beinhalten. Wir bitten Sie um Verständnis, dass sich aufgrund der ständig wandelnden Informations- und Beschlusslagen kurzfristige Änderungen und Erweiterungen ergeben können. Daher ist es ratsam, die Seite regelmäßig zu besuchen. Unterstützung zur Umsetzung der virtuellen Lehre im Sommersemester 2020 finden Sie auf folgender Seite: https://lehre-sose2020.uni-frankfurt.de/. Die im Rahmen der Studiendekanerunde am 1. April vorgestellten Regelungen werden bis 9. April bereitgestellt.


I.


II.


III.

I.

Gebäude

Viele Gebäude sind derzeit an den Standorten Westend, Bockenheim, Riedberg sowie Ginnheim geschlossen. Gebäude, in denen für das Krisenmanagement oder Lehre, Forschung und Verwaltung unabdingbare Arbeiten (unter Einhaltung der RKI-Standards) durchgeführt werden müssen, sind nur noch über Kartenschließung oder die mit Personal besetzten Pforten an den Haupteingängen nutzbar.

Berechtigte, die den Betrieb – auch in der Forschung – aufrechterhalten oder im Krisenmanagement tätig sind, haben weiterhin Zugang. Der Zugang wird an den Standorten individuell geregelt (z.B. über bestehende Schließungen, Listen an den Pforten). Dabei sind die Regeln des Robert-Koch-Institut zur Vermeidung von Corona-Infektionen einzuhalten.

Bibliotheken und PC-Pools

Die Bibliotheken sind geschlossen. Die Online-Angebote der Universitätsbibliothek stehen weiterhin im gewohnten Umfang zur Verfügung. Im Laufe der kommenden Woche wird für die Lehrenden der GU ein Campuslieferdienst zur Unterstützung der digitalen Lehre starten. www.ub.uni-frankfurt.de/. Die universitären PC-Pools sind geschlossen.

Mensen

Die Mensen sind geschlossen. Studentenwerk und CampuService suchen nach Möglichkeiten, dennoch eine basale Versorgung von Uni-Angehörigen sicherzustellen.

Veranstaltungen

In der Goethe-Universität finden unabhängig vom Veranstalter bis zum 20. April 2020 keine Präsenzveranstaltungen statt.

II.

Arbeitsorganisation

Die Eindämmung des Virus und der Erhalt der Gesundheit der Mitarbeitenden haben Priorität. Zugleich ermöglicht die Goethe-Universität unter strikter Beachtung der RKI-Standards den Zugang zu Gebäuden für Mitarbeitende, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs unverzichtbar sind. Dazu zählen Mitarbeitende der Technik und Verwaltung ebenso wie Forschende und ab 20. April wieder Lehrende. Gleichwohl werden aus Sicherheitsgründen weiterhin viele Mitarbeitende mobil oder vom Home Office aus arbeiten. In den Einheiten, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich sind, müssen in Abstimmung mit den Vorgesetzten wirksame Vertretungsregelungen getroffen werden.

Besonders zu beachten ist: Mitarbeitende, die nach RKI-Standards zu einer Risikogruppe zählen (vgl. Risikogruppen lt. RKI), dürfen nur mobil oder im Homeoffice beschäftigt werden. Dies gilt ebenfalls für Mitarbeitende, die mit Pflegebedürftigen im selben Haushalt leben. Ebenfalls mobil oder im Homeoffice können nach Absprache mit ihrem Vorgesetzten Eltern arbeiten, die aufgrund der Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig organisieren können.

  • Büroräume, unabhängig von ihrer bisherigen Belegung, dürfen nur mit einer Person besetzt werden. Sofern hierzu die Kapazitäten vor Ort nicht ausreichen sollten, ist alternierendes Arbeiten – der Wechsel zwischen Büro und Homeoffice bzw. mobilem Arbeiten – sowie die abwechselnde Nutzung des Büros durch Mitarbeitende zu organisieren;
  • Büroräume müssen ausreichend belüftet sein bzw. regelmäßig gelüftet werden;
  • regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Sanitäranlagen ist zu gewährleisten; 
  • Es müssen die personenbezogenen Maßnahmen zum Infektionsschutz gemäß RKI-Vorgaben eingehalten werden: 
    • Händehygiene (Handwäsche mit Seife mindestens 20 Sekunden), 
    • Abstand halten (mindestens 2 Meter), 
    • Husten- und Nies-Etikette (Husten und Niesen in die Armbeuge).

Alle anderen Mitarbeitenden arbeiten bis auf weiteres in Absprache mit dem/der Vorgesetzten im Interesse ihrer eigenen Gesundheit und zur Minimierung des Ansteckungsrisikos mobil oder im Homeoffice. Sollte dies nicht möglich sein, sind die Vorgesetzten gebeten, inhaltlich sinnvolle Aufgaben ggf. auch ohne Laptop zu definieren bzw. die Kolleginnen und Kollegen bezahlt freizustellen. Für die mobile Arbeit bzw. Arbeit im Homeoffice gilt die tägliche Sollarbeitszeit. 

Bereits genehmigter Urlaub ist wie geplant anzutreten – auch im Sinne von Solidarität unter den Mitarbeitenden hinsichtlich der Verteilung von Arbeit und Freizeit. Ein Anspruch auf Stornierung existiert nicht. In Ausnahmefällen kann eine übereinstimmende Vereinbarung zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten getroffen werden, die einen anderen Urlaubszeitraum vorsieht, wenn die jeweilige Arbeitsleistung während des ursprünglich geplanten Urlaubszeitraums dringend benötigt wird.

Forschende werden gebeten, sich vorrangig den Forschungsarbeiten oder Aufgaben zu widmen, die sie mobil oder von zuhause aus erledigen können. Ähnlich wie beim Betrieb zwischen Weihnachten und Neujahr werden an den Universitätsstandorten nur noch Arbeiten durch Berechtigte fortgeführt, die aus Sicherheitsgründen oder um wichtige Forschungsprozesse nicht zu gefährden, unerlässlich sind. Dazu zählt auch der unabdingbare Weiterbetrieb von Großgeräten und anderer Forschungsinfrastruktur.

Angebote des Hochschulrechenzentrums zur Nutzung von IT-Dienstleistungen von zuhause:

Gremienarbeit / Arbeitstreffen

Auch die zentralen Gremien der Goethe-Universität (Präsidium, Senat, Hochschulrat, Stiftungskuratorium etc.) arbeiten zur Zeit grundsätzlich im digitalen Modus, um Infektionsgelegenheiten zu vermeiden.

Dienstreisen

Dienstreisen sind nicht mehr genehmigungsfähig. Bereits genehmigte Dienstreisen in Risikogebiete gelten grundsätzlich als widerrufen.

Häusliche Quarantäne

Von allen Personen, die von einer Reise aus einem Risikogebiet zurückkehren oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten, ist unter Information des/der Vorgesetzten eine 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten. Sollten Sie Symptome bei sich oder Familienmitgliedern bemerken, kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt. Auch für aus Risikogebieten zurückkehrende Studierende gilt eine analoge Quarantäne-Pflicht. 

Mitarbeitende, für die eine behördliche Quarantäne angeordnet wurde oder für die ein berufliches Tätigkeitsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz besteht, werden gebeten, dies und den Zeitraum unter krisenstab@uni-frankfurt.de zu melden.

III.

Hochschulsport

Alle Veranstaltungen des Hochschulsports sind abgesagt. Die Sportstätten der Universität sind geschlossen. Das Zentrum für Hochschulsport bietet aber Online-Sportkurse an. Infos unter www.uni-frankfurt.de/hochschulsport.

Universität des dritten Lebensalters (U3L)

Präsenzveranstaltungen der U3L in Universitätsräumen finden analog zum grundständigen Studium zunächst bis zum 20. April nicht statt.

Fragen zu dienstlichen Belangen

Bei dringenden weitergehenden Fragen zu dienstlichen Belangen schreiben Sie bitte an krisenstab@uni-frankfurt.de. Bitte geben Sie dabei den vollständigen Absender und eine Rufnummer für Rückfragen an.

Fragen zum Arbeitsschutz

Die Referate Arbeitsschutz und Biologische Sicherheit der Goethe-Universität erreichen Sie unter der Telefonnummer 069/798-23688.

Bürgertelefon Land Hessen

Zu aktuellen Fragen in Hinblick auf das Coronavirus hat das Land Hessen ein Bürgertelefon eingerichtet, Tel.: 0800/555-4666, montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr.