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Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg


 

Im Aufbau

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Dienstgebäude

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Katholische Theologie
Lehrstuhl für Kirchengeschichte
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Aktuelles

Ringvorlesung „Erblast »Mission«? Interdisziplinäre Perspektiven auf gegenwärtige Herausforderungen" im Wintersemester 2020/2021

Mission war in allen Epochen der Christentumsgeschichte ein zentraler Auftrag, der mit den neutestamentlichen Schriften legitimiert wurde. Zahlreiche religiöse Gemeinschaften und Orden verschrieben sich der Missionstätigkeit in fernen Ländern. Jedoch weist die Geschichte der Mission zahlreiche Transformationen auf, die nicht selten zu Deformationen der christlichen Glaubensverkündigung führten: Aus der Frohbotschaft wurde eine Drohbotschaft; die Freiheit eines Christenmenschen wurde durch Zwang eingeschränkt; anstatt der Nächstenliebe galt nicht selten das Gebot der Intoleranz und Macht. Die Verwobenheit von Politik, wirtschaftlichen Interessen und missionarischem Tun führte nicht selten zu einem Missbrauch des jesuanischen Wortes: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (Mk 16,15)

Mit Blick auf diese ambivalente Geschichte stellt sich die Frage, ob die Mission der Kirchen und damit vor allem das Wirken der Missionsorden und -gemeinschaften nicht eine Erblast für die eigentliche Botschaft des Christentums im 21. Jahrhundert darstellt, von der man sich notwendigerweise befreien muss? 

Renommierte Forscher*innen aus der Geschichts- und Rechtswissenschaft, der Soziologie, Kulturanthropologie und Theologie gehen diesen Fragen in einer Ringvorlesung nach. In ihren Vorträgen exemplifizieren, hinter- und befragen sowie erläutern sie die Schwere dieser Erblast und benennen die Herausforderungen sowie die daraus resultierenden Aufgaben für Wissenschaft, die Gesellschaft und Kirche in Gegenwart und Zukunft bestehen.

Da es nicht allen Interessierten möglich sein wird persönlich auf dem Campus der Universität in Frankfurt am Main zu erscheinen, wird die Ringvorlesung auch über YOUTUBE live gestreamt. 

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Neuerscheinung an der Schnittstelle von Kirchengeschichte, Liturgiewissenschaft und kirchenmusikalischer Praxis


Was sind - zumal unter dem Vorzeichen von Veränderungen in Kirche und Gesellschaft - aktuelle Aufgaben der Kirchenmusik? Ist sie Bestandteil, Dienerin oder Museumsstück der Liturgie? Der Band widmet sich dem pluralen Aufgabenbereich der Kirchenmusik(er) in Geschichte und Gegenwart. Historische Aspekte, theologische Grundlagen, künstlerische Ansprüche, pastorale Wirklichkeiten sowie aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Bezüge kommen dabei in den Blick.


Mehr Informationen erhalten Sie unter: 

https://www.herder.de/theologie-pastoral-shop/mehr-als-nur-eine-dienerin-der-liturgie-kartonierte-ausgabe/c-37/p-19296/


Zweite Auflage nach bereits vier Monaten

Dr. Joachim Werz, seit dem Sommersemester Lehrstuhlvertreter der Professur für Kirchengeschichte am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, veröffentlichte zu Beginn diesen Jahres eine umfangreiche Studie zur Geschichte der Zisterzienser.
Bereits vier Monate nach Erscheinen der Arbeit ist die erste Auflage vergriffen. Erste Rezensionen würdigen den Band als wegweisenden Impuls für die zukünftige Ordensforschung von der Frühen Neuzeit bis zur Zeitgeschichte. Die zweite Auflage erscheint im Juli 2020 als Studienausgabe im renommierten Aschendorff Verlag in Münster.


Mehr Informationen erhalten Sie unter: https://www.aschendorff-buchverlag.de/detailview?no=24728.








Hauptseminar der Professur für Kirchengeschichte in „Der Sonntag“

In der Bistumszeitung „Der Sonntag“ vom 3. Mai 2020 wurde über das Hauptseminar „Konflikte zwischen Lahn und Tiber. Limburger Bistumsgeschichte im 19. Jahrhundert“, das im Sommersemester 2020 an der Professur für Kirchengeschichte angeboten wird, berichtet. Redakteurin Heike Kaiser war im Gespräch mit Dr. Joachim Werz und Dr. Barbara Wieland, die zusammen mit 13 Studierenden unterschiedlicher Fachbereiche der Goethe Universität im Limburger Bistumsarchiv unter anderem die Bafile Affäre und die Schwangerschaftskonfliktberatung erforschen und ihre Ergebnisse in einem Studienbuch für die Hochschullehre veröffentlichen. Die Lehrveranstaltung wird durch den Kleinen Förderfond Lehre der Goethe Universität gefördert. Der Zeitungsbericht findet sich hier: 


Konflikte zwischen Lahn und Tiber
Limburger Bistumsgeschichte im 20. Jahrhundert
Ein Studienbuch
Herausgegeben von Joachim Werz und Barbara Wieland
2021, ca. 224 Seiten, geb. EUR 39,-
ISBN 978-3-402-24693-1
Vorbestellungen an: buchverlag@aschendorff.de


Lehrangebot der Professur für Kirchengeschichte im Sommersemester 2020: Umstellung auf eLearning

Ab dem 20. April 2020 werden die für den Leistungsnachweis relevanten Lehrangebote der Professur für Kirchengeschichte in eLearning-Formaten durchgeführt.

Um Zugang zu den Kursen zu erhalten, ist eine Anmeldung über E-Mail (elisa.schum@stud.uni-frankfurt.de) erforderlich.

Besprochene Folien werden jeweils wöchentlich zur Verfügung gestellt. Webinare, Webkonferenzen und Video-Chats finden zu den angegebenen Zeiten statt. Blogs und Chats stehen für den Austausch der Studierenden untereinander sowie für inhaltliche Rückfragen zur Verfügung.

Sollten Webinare und Video-Chats wegen Überlastungen der Netz- Infrastruktur nicht möglich sein, wird für die betroffenen Veranstaltungen ein alternatives eLearning-Format gesucht.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht der Lehrveranstaltungen finden Sie hier


Lehrstuhlvertretung durch Dr. Joachim Werz

Die Universitätspräsidentin hat Dr. Joachim Werz für das kommende Sommersemester 2020 mit der Lehrstuhlvertretung der Professur für Kirchengeschichte am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main beauftragt. 



Hauptseminar Kirchengeschichte im Sommersemester 2020

Dr. Joachim Werz sowie Dr. Barbara Wieland von der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg werden im kommenden Sommersemester ein Forschungsseminar zur Limburger Bistumsgeschichte im 20. Jahrhundert anbieten. Hierbei werden die Studierenden selbst als Forscherinnen und Forscher im Limburger Diözesanarchiv sowie in weiteren einschlägigen Archiven tätig. Die Lehrveranstaltung steht Studierenden der Fachbereiche Evangelische Theologie, Geschichtswissenschaften und Katholische Theologie offen.

Es wird daran gearbeitet, dass dieses Lehrangebot aufgrund der aktuellen Coronakrise notfalls auch digital angeboten wird.


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Dr. Joachim Werz

Dr. Joachim Werz

E-Mail: werz@em.uni-frankfurt.de

Sprechzeit: Di 14 - 15 Uhr

Büro: NG 2.713

Telefon: 069 / 798 - 33324

Fax: 069 / 798 - 33354
  • SoSe 2020 Lehrauftrag im Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen
  • seit 04.2020 Lehrstuhlvertretung der Professur für Kirchengeschichte am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt a. M. 
  • seit 03.2020 Verantwortlicher für den Rezensionsteil der Cistercienser-Chronik 
  • seit 1.11.2019 Assoziiertes Mitglied am Graduiertenkolleg „Theologie als Wissenschaft“ der Goethe-Universität Frankfurt 
  • seit 18.10.2019 Assoziiertes Mitglied am Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
  • 10.2019–03.2020 Wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Kirchengeschichte der Goethe-Universität Frankfurt a. M. 
  • seit 1.8.2019 Assoziiertes Mitglied an der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg (Goethe Universität Frankfurt) mit einem Projekt zum Limburger Bischof Wilhelm Kempf und der „Bafile-Affäre“ in den 1970er Jahren
  • 7/2019–12/2019 Gratifikation am SFB 923 „Bedrohte Ordnung“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 30.7.2019 Promotion zum Dr. theol. im Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Tübingen
  • seit 10/2018 Redaktionsmitglied der Cistercienser-Chronik
  • seit 1.1.2017 Institutsmitglied am Europainstitut für Zisterzienserforschung
  • 2016–2018 Teilnehmer der jährlichen, trilateralen Forschungskonferenz „Das bedrohte Eigene – das bedrohliche Fremde. Religiös-soziale Kommunikation in Predigten des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit“ in der Villa Vigoni (Italien) 
  • 2015–2018 Assoziiertes Mitglied im DFG-Netzwerk „Confessio im Konflikt. Konfessionelle Selbst- und Fremdwahrnehmung“
  • 10/2015–12/2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 923 „Bedrohte Ordnung“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 10/2015 Bachelor of Arts in Geschichtswissenschaften und kath. Theologie.
  • 10/2015 Magister theologiae
  • 2012–2015 Studium der kath. Theologie und Geschichtswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 2011–2012 Studium der kath. Theologie an der Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz 
  • seit 2019: Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum e.V.
  • seit 2019: Deutscher Hochschulverband
  • seit 2019: Präsidiumsmitglied des Allgemeinen Cäcilienverbandes für Deutschland
  • seit 2018: Jesuitica e.V. / Verein zur Erforschung der Geschichte des Jesuitenordens 
  • seit 2018: Einzelmitglied des Allgemeinen Cäcilienverbandes für Deutschland im Fachbereich Ökumene und Geschichte
  • seit 2017: Verein für Reformationsgeschichte
  • seit 2017: dgv-Kommission Religiosität und Spiritualität 
  • seit 2015: Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein e.V.
  • seit 2015: Görres-Gesellschaft 
  • seit 2012: Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart 
  • seit 2014: Mediävistenverband e.V.
Sommersemester 2020 
Lehrstuhlvertretung Kirchengeschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main 
  • Vorlesung: Der Mensch und sein Gott in Antike und Mittelalter
  • Seminar: Konflikte zwischen Lahn und Tiber? Limburger Bistumsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert – Forschendes Lernen (gefördert durch den Kleinen Förderfonds Lehre der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Proseminar: „Der Klang des Glaubens“. Kirchengeschichte und Musik (mit Exkursion an die Domorgel in St. Bartholomäus)
  • Lektürekurs: Reformen der Kirche. Gestern – Heute – Morgen? – Kirchenhistorische Lektüre am Kamin
Seminar: Die Lebenswelt der Zisterzienser. Eine historische Spurensuche nach Kontinuitäten, Transformationen und Brüchen, in: Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen (Lehrauftrag) 

Wintersemester 2019/2020
Proseminar: „Der Geschmack der Dinge. Kirchengeschichte am Objekt“ (mit Exkursionen ins Dommuseum Frankfurt und Städel Museum Frankfurt), Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. Dr. Matthias Kloft

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Telefon
069 / 798 - 32934

Fax
069 / 798 - 33354

E-Mail

m.kloft@bistumlimburg.de

Büro

Juridicum Raum 106, Campus Bockenheim

Sprechzeiten
nach Vereinbarung
  • 1995-2014 Pfarrer der Herz Jesu-Gemeinde in Frankfurt-Eckenheim
  • 1992-1995 Domkaplan an St. Bartholomäus in Frankfurt am Main im Bistumsauftrag an der Vorbereitung des Frankfurter Konzils- und Stadtjubiläums 1994 beteiligt
  • 1992 Promotion mit der Dissertation „Oratores vestri monent (Eure Beter mahnen) – Das Bischofsamt des karolingischen Reiches im Spiegel juristischer und theologischer Texte“
  • 1988-1992 Promotionsstudium in katholischer Theologie und mittlerer und neuerer Geschichte an der Universität in Münster
  • 1978-1983 Studium der Katholischen Theologie und Orientalistik in Bonn und Frankfurt am Main
  • Pastorale Ausbildung und Priesterweihe für das Bistum Limburg
  • 1959 in Bonn geboren
  • seit 1994 Vorstandsmitglied der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte
  • seit 2004 Berufenes Mitglied der Nassauischen Historischen Kommission Wiesbaden
  • seit 2009 Berufenes Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt
  • seit 1995 Berufenes Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung der jüdischen Geschichte
  • 2004-2008 Mitglied des Landesdenkmalrates Hessen

Wird in Kürze veröffentlicht

Dr. Barbara Wieland

Dr. Barbara Wieland

b.wieland@em.uni-frankfurt.de

Telefon
069 / 798 - 32934

Fax
069 / 798 - 33354


Büro
Juridicum Raum 105, Campus Bockenheim

Sprechzeiten
nach Vereinbarung

  • seit 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Kirchengeschichte bei Prof. Dr. Günther Wassilowskyim Projekt "Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg"
  • 2017-2019 DV-Koordinatorin, LAN-Administratorin und IT-Sicherheitsbeauftragte des Fachbereichs Katholische Theologie
  • 2017-2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik (Vertretung für Dr. Jürgen Pelzer)

    Werdegang (vollständig)

Mitgliedschaften

  • Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte
  • Görres-Gesellschaft

Ehrenamtliche Mandate und Beauftragungen

  • Zentralkomitee der Deutschen Katholiken: Mitglied als Delegierte des Bistums Limburg seit 2004
  • Mitglied des Rechtsträgers des Katholikentags 2012 in Mannheim
  • Teilnehmerin des Gesprächsprozesses "Im Heute glauben" der Deutschen Bischofskonferenz in Mannheim (2011), Hannover (2012), Stuttgart (2013), Magdeburg (2014) und Würzburg (2015).
  • Mitglied des Trägervereins des Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurt
  • ZdK-Mitglied in der Synodalversammlung des Synodalen Wegs für das Bistum Limburg (ab 2. Dezember 2019)

    Alle Mitgliedschaften und Mandate

Wissenschaftliches Projekt des Bistums Limburg unter Mitarbeit von Dr. Barbara Wieland
Der Weg der Katholischen Kirche in Deutschland zu Entschädigung und Versöhnung

Die Katholische Kirche im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz hat sich erst spät mit der Frage der Zwangsarbeit in ihren eigenen kirchlichen Einrichtungen beschäftigt. Noch im Frühsommer 2000, als die Diskussion um Zwangsarbeit in deutschen Industriebetrieben ihrem Höhepunkt entgegenstrebte, sahen die Bischöfe keine Veranlassung, die Thematik aus kirchlichem Blickwinkel aufzugreifen. Auch für das Bistum Limburg lagen zu dieser Zeit keinerlei Informationen zu dieser historischen Tatsache vor.  

Vollständiger Bericht

Maximilian Barthel

E-Mail

barthel.mxjm@gmail.com

Aufgabenbereich
Seminarbegleitung | Literaturbeschaffung | Recherche

Büro
IG Nebengebäude NG 2.716, Campus Westend

  • Seit 2019: Bachelorstudium Katholische Theologie und Philosophie 
  • Seit April 2020: Studentische Hilfskraft an der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik
  • Seit August 2020: Studentische Hilfskraft an der Professur für Kirchengeschichte
 

    Laura-Maria Joksimovic

E-Mail

laura.joksimovic@web.de

Aufgabenbereich
Literaturbeschaffung | Recherche

Büro
IG Nebengebäude NG 2.716, Campus Westend

  • Seit 2020: Studentische Hilfskraft an der Professur
  • Studium der Fächer Geschichte (HF), Katholische Theologie (NF) und Politikwissenschaft (NF) auf Bachelor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
 

Paula Paschke

E-Mail

paschke@stud.uni-frankfurt.de

Aufgabenbereich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Gestaltung der Homepage | Teamorganisation | Seminarbegleitung

Büro
IG Nebengebäude NG 2.716, Campus Westend

  • Seit 2020: Studentische Hilfskraft an der Professur für Kirchengeschichte, Frankfurt
  • Seit 2019: TV-H Vertrag an der Henri-Dunant-Schule, Frankfurt
  • Seit 2017: Studium der Fächer Mathematik, Deutsch und katholische Theologie an der Goethe Universität Frankfurt
  • 2016-2019: Selbstständige Tätigkeit im Bereich Soziale Medien für Unternehmen
  • 2016-2018: Redaktionelle Assistenz bei Mangrove Web Development, Berkeley
  • 2014-2016: Redaktionelle Assistenz bei BODE Fach-PR GmbH, Frankfurt

Elisa Schum

E-Mail

elisa.schum@stud.uni-frankfurt.de

Aufgabenbereich

Moodle | Tutorin | Seminarbegeleitung

Büro
IG Nebengebäude NG 2.716, Campus Westend

  • Seit 2019: Studentische Hilfskraft an der Professur
  • Bachelor-Studium der Fächer Katholische Theologie (Hauptfach) und Erziehungswissenschaft (Nebenfach) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ann-Kathrin Weber

E-Mail
s5798043@stud.uni-frankfurt.de

Aufgabenbereich
Recherchen | Literaturbeschaffung | Seminarbegeleitung

Büro
IG Nebengebäude NG 2.716, Campus Westend

  • Seit 2020: Studentische Hilfskraft an der Professur
  • Seit Sommersemester 2017 Studium der Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft auf Bachelor und seit Wintersemester 2018/19 zusätzlich Studium der Fächer Germanistik und Katholische Theologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

  • Ann-Kathrin Weber: Ein Dorf, ein Krieg, ein Lehrer. Im Krieg Mensch bleiben. Feldpostbriefe in der Hainstädter Schulchronik, Breuberg 2016.
  • Ann-Kathrin Weber: Der Krieg aus Sicht des kleinen Mannes. Feldpostbriefe von Hainstädter Soldaten im Ersten Weltkrieg, in: Kreisarchiv des Odenwaldkreises (Hg.): Gelurt. Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2018, Erbach 2017, S. 140-148.
  • Ann-Kathrin Weber: 100 Jahre nach dem Westfälischen Frieden – Ein Briefwechsel der Adelshäuser Erbach und Löwenstein. Die Herrschaftsverhältnisse in der Herrschaft Breuberg, in: Kreisarchiv des Odenwaldkreises (Hg.): Gelurt. Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2019, Erbach 2018, S. 105-111.
  • Ann-Kathrin Weber: Die Orgel der evangelischen Kirche Neustadt, in: Stadtarchiv Breuberg (Hg.): Neustadt. Beiträge zur Geschichte der evangelischen Kirche, Breuberg 2020, S. 69-80 [im Druck].
  • Ann-Kathrin Weber: Die Glocken der evangelischen Kirche Neustadt, in: Stadtarchiv Breuberg (Hg.): Neustadt. Beiträge zur Geschichte der evangelischen Kirche, Breuberg 2020, S. 101-106 [im Druck].

Daniel Botros

E-Mail

botros@em.uni-frankfurt.de

Aufgabenbereich
Verwaltung Homepage

Büro
Juridicum Raum 105, Campus Bockenheim


Ehemalige Studentische Hilfskraft

Julian Reibling

E-Mail
julianreibling@stud.uni-frankfurt.de

Aufgabenbereich

Tutor  | Seminarbegleitung | Beratung OSL

Büro
IG Nebengebäude NG 2.716, Campus Westend

  • Feb.–März 2020: TV-H-Auftrag (25%) für das Fach Geschichte an der Leibnizschule Offenbach
  • Oktober 2019: Erstes Staatsexamen; Wiss. Hausarbeit in der Kirchengeschichte mit dem Titel „Symboltheoretische Analyse des Zeremoniells zur Öffnung der Heiligen Pforte im Jahr 1575 nach dem Diarium des Zeremonienmeisters Francesco Mucanzio“
  • Seit Okt. 2014: Studentische Hilfskraft an der Professur
  • Studium der Fächer Katholische Religion und Geschichte auf Lehramt (L3) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

        Ehemaliger Lehrstuhlinhaber

    Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Portrait G. Wassilowsky (08-2016) - sw - Hint ergrund verschwommen - komprimiert für Web
Adresse

Hannoversche Straße 6
10115 Berlin

E-Mail

wassilowsky@hu-berlin.de

Büro

Raum 2.13c (Ostflügel) Humboldt Universität Berlin

Wichtiger Hinweis

Der Lehrstuhlinhaber der Professur für Kirchengeschichte und Leiter der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg Prof. Dr. Günther Wassilowky hat zum 1. März 2020 einen Ruf auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Historische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin angenommen.

Lehrstuhlvertretung Wintersemester 2018/2019 und Sommersemester 2019

Sr. Dr. Anna-Elisabeth Rifeser

Rifeser.CV.Homepage.Bild
Adresse

Runggadgasse 22
39042 Brixen (Südtirol)
Italien

E-Mail

sr.anna.elisabeth@tertiarschwestern.it

  • 1987 geboren in Bruneck (Südtirol Italien)
  • 2007-2011: Studium der Katholischen Fachtheologie an der Karl-Franzens-Universität Graz (Titel der Diplomarbeit: Metaphern der geistlichen Hochzeit („matrimonium spirituale“) bei ausgewählten spätmittelalterlichen MystikerInnen unter Berücksichtigung des kirchengeschichtlichen Umfelds und des genderspezifischen Blickwinkels; Betreuerin: Prof. Dr. Michaela Sohn-Kronthaler)
  • 2012: Eintritt in die Kongregation der Tertiarschwestern des hl. Franziskus, zweijähriges Noviziat
  • 2013: Elisabeth Gössmann-Förderpreis für die Diplomarbeit
  • 2014-2017: Doktoratsstudium an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
  • 2018: Promotion an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruckim Fach Kirchengeschichte bei Prof. Dr. Günther Wassilowsky (Titel der Dissertation: Zwischen Emanzipation und Verflechtung. Die weibliche Frömmigkeitskultur in der Frühen Neuzeit am Beispiel der Maria Hueber (1653-1705) und der Tiroler Tertiarschwestern. Institutionelle Prozesse, kommunikative Verflechtungen und spirituelle Praktiken)
  • ab Oktober 2018: Lehrstuhlvertreterin für Prof. Wassilowsky für das Akademische Jahr 2018/2019
  • Die Frömmigkeitskultur der Maria Hueber (1630-1705) und der Tiroler Tertiarinnen. Institutionelle Prozesse, kommunikative Verflechtungen und spirituelle Praktiken, Münster 2019.

Folgt in Kürze.


Predigt- und Liturgiegeschichte

Internationale Tagung mit anschließender Publikation: „Gedruckte Predigten. Trans- und interkonfessionelle Perspektiven“ gemeinsam mit Dr. Jonathan Reinert (Tübingen) an der Eberhard Karls Universität Tübingen | 18.–20.02.2021.

Themenheft: „Die Orte der Verkündigung. Historische und liturgietheologische Perspektiven.“ Das Münster 4 (2020) gemeinsam mit Prof. Dr. Stephan Wahle (Freiburg).

Tagung: „Nutzungsgeschichte ökumenischer Kirchenzentren in Vergangenheit und Gegenwart“ gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Kopp (Paderborn) an der Theologischen Hochschule Paderborn | 19.–20.11.2020.

Monographie: Das Hofheimer Mess-Festival 1971. Ein Erinnerungsort für das Bistum Limburg, Münster 2020. [in Vorbereitung | erscheint im Winter 2020]

Tagung: „Materialität der Liturgie. Kontinuität und Diskontinuität in deutschsprachigen Bistümern“ gemeinsam mit Prof. Dr. Marco Benini (Washington D.C.) an der Universität Augsburg | 31.03.–01.04.2022.


Geschichte der Mission und ihrer Theologien

Projekt: Missionstheologie im klösterlichen Umfeld 

Ringvorlesung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit anschließender Publikation: „Erblast »Mission«? Interdisziplinäre Perspektiven auf gegenwärtige Herausforderungen“ | Wintersemester 2020

Tagung mit anschließender Publikation: „Missionarisches Wissen seit der Frühen Neuzeit“ gemeinsam mit Dr. Thomas Dorfner (Aachen) an Goethe-Universität Frankfurt am Main | 22.–24.07.2021.







Ordensforschung seit der Frühen Neuzeit 

Reihenneugründung und Herausgabe zusammen mit Dr. Jörg Sonntag (Dresden): Klosterwelten. Religiöses Leben seit der Frühen Neuzeit (ab Frühjahr 2021 im Herder Verlag Freiburg)

Projekt: Ein unbekanntes Bernhard-Schauspiel der Kölner Jesuiten. Eine kritische Edition

Editionsprojekt: Die Schriften des Zisterziensers und Limburger Bischofs Dominicus Willi 

Gründung und Einrichtung der Forschungsstelle „Ordensgeschichte seit der Frühen Neuzeit“ am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt. | Frühjahr 2021

Gründung und Herausgabe der wissenschaftlichen Reihe im Aschendorff Verlag Münster: „Klosterwelten. Religiöses Leben seit der Frühen Neuzeit“ | Joachim Werz und Jörg Sonntag in Verbindung mit Gabriela Signori, Jürgen Bärsch, Mona Garloff, Thomas Wallnig. [Frühjahr 2021]

Publikation gemeinsam mit Dr. Jörg Sonntag (Dresden): Religiöse Gemeinschaften seit der Frühen Neuzeit. Stand und Perspektive ihrer Erforschung (Klosterwelten 1), Münster 2021. [in Vorbereitung | erscheint im Frühjahr 2021 
Summer School für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Ordensgeschichte in der Abtei Marienstatt | 22.–25.09.2021.

Langzeitprojekt „Klosterbuch Hessen. Klöster, Stifte und Gemeinschaften seit der Reformation bis heute“ mit AR / VR Zugriff und Datenbank (2021–2026).


Limburger Bistumsgeschichte

Assoziiertes Mitglied an der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg

Projekt: Das Hofheimer Messer-Festival 1971. Ein Erinnerungsort für das Bistum Limburg, Münster 2020. [im Erscheinen] mehr Informationen erhalten Sie unter: https://www.aschendorff-buchverlag.de/detailview?no=24724


Lehrveranstaltung: Konflikte zwischen Lahn und Tiber. Limburger Bistumsgeschichte im 20. Jahrhundert. Forschendes Lernen (Sommersemester 2020 zusammen mit Dr. Barbara Wieland) Download Plakat

Studienbuch: Joachim Werz und Barbara Wieland (Hg.), Konflikte zwischen Lahn und Tiber. Limburger Bistumsgeschichte im 20. Jahrhundert. Ein Studienbuch, Münster 2021.

Plakat zum Download


Kirche und Theologie in der Gesellschaft der Singularitäten

Teilprojekt im DFG-Netzwerk „Religion im Plural. Wahrnehmung religiöser Differenzierung im Spiegel der Künste, Gesellschaft und Theologien im ‚langen 19. Jahrhundert'“: Die Schriften zur kirchlichen Liturgie von Benedikt Maria von Werkmeister (* 1745; † 1823) als Beispiel der Differenzierungstendenzen religiöser Wahrnehmung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert.

Publikation mit Stefan Kopp (Paderborn) und Marius Schwemmer (Passau): Mehr als nur eine Dienerin der Liturgie. Zur Aufgabe der Kirchenmusik heute (Kirche in Zeiten der Veränderung 4), Freiburg 2020. [erschienen]

Publikation mit Josef Kreiml (St. Pölten): Mariahilf. Geschichte – Theologie – Frömmigkeit (RMS 2), Regensburg 2021. [in Vorbereitung | erscheint im Frühjahr 2021]

Publikation mit Christof Mandry (Frankfurt): Gottesrede in Epidemien. Theologie und Kirche in der Krise, Münster 2021. [in Vorbereitung | erscheint im Frühjahr 2021]

Tagung mit anschließender Publikation: „Singularität.  Theologie und Soziologie kontrovers“ gemeinsam mit JProf. Dr. Wolfgang Beck (Sankt Georgen) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen | 07.–08. April 2021.

Publikation mit Marius Schwemmer: Kulturdiakonie. Kultur als Ort von Theologie und Kirche, Münster 2021. [in Vorbereitung | erscheint im Herbst 2021.


Skandalogie als kirchenhistorische Methode 

Tagung mit anschließender Publikation: „Vor dem Skandal. Faktoren für die Skandalisierung“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main | 27.–29.11.2020.

Tagung: „Bedrohte Ordnungen und Skandalogie. Zu den Interdependenzen zweier historischer Methoden“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main | 26.–27.03.2021.

Forschungsprojekt „Generalabt Franziskus Janssens O.Cist. und der Finanzskandal im Zisterzienserorden“. [in Finalisierung] | Bearbeitung durch designierte Wissenschaftliche Mitarbeiterin.



Mediendidaktik der Kirchengeschichte

Projekt zur Digitalisierung der Lehre: Kirchengeschichte digital – flexibel – mobil. eLearning-Portal der (kirchen-)historischen Methoden | 01.09.2020–30.07.2021.

Seminar mit Klara Pisonic (Frankfurt am Main): Erinnerungsorte des Christentums. Virtual Reality im Schul- und Hochschulunterricht. | Wintersemester 2020/2021.

Lektürekurs mit Workshop-Charakter: Kirchengeschichtsdidaktik. Konzepte – Inhalte – Visionen. | Wintersemester 2020/2021.

Tagung mit anschließender Publikation: „Virtuelle Realität. Mediendidaktische und theologische Reflexionen“ gemeinsam mit Paula Paschke (Frankfurt am Main) und Klara Pisonic (Frankfurt am Main) an der Goethe-Universität Frankfurt | 12.03.–13.03.2021.

Tagung: „Digitale Zukunft für die Vergangenheit. Perspektiven und Reflexionen zur Mediendidaktik der Kirchengeschichte“ gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Köster (Münster) | Winter 2021.


2020

Joachim Werz, Das Hofheimer Mess-Festival 1971. Ein Erinnerungsort für das Bistum Limburg, Münster 2020. [im Erscheinen] 


Über 650 Jugendliche waren im Juni 1971 der Einladung des Bezirksjugendpfarrers Herbert Leuninger und dessen Team zum sogenannten Mess-Festival nach Hofheim im Taunus (Bistum Limburg) gefolgt. Durch die Ausrichtung eines christlichen Festivals mit Eucharistiefeier, Agape, geselligem Beisammensein mit Musik und Tanz sowie einer Podiumsdiskussion  sollte die Kirche vor Ort in einer neuen, den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechenden Form gottesdienstlichen Feierns und kirchlichen Miteinanders  erfahrbar werden.  Schnell wurde das innovative pastoral-liturgische Konzept, das durch die mediale Berichterstattung bundesweit Aufsehen erregte, zur Zerreißprobe diözesaner Einheit.  Der Limburger Bischof Wilhelm Kempf musste sich zwischen konziliarer Begeisterung und Treue zum Lehramt der Kirche positionieren und geriet dabei selbst ins Kreuzfeuer innerkirchlicher und theologischer Auseinandersetzung. Das Ereignis, die verschiedenen Akteure und die mediale sowie kirchliche Rezeption des Mess-Festivals werden in der vorliegenden Studie erstmals theologie-, liturgie- und medienhistorisch untersucht und dabei in die vielfältigen Aufbrüche des bundesrepublikanischen Katholizismus in Gesellschaft, Theologie und Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) eingebettet. Es wird nicht nur ein herausragendes Beispiel pastoraler und liturgischer Versuche kirchlicher Jugendarbeit dieser Zeit erschlossen, sondern auch ein zentraler Erinnerungsort des 1827 gegründeten Bistums Limburg ins Gedächtnis gerufen: Das Hofheimer Mess-Festival stellt mitunter eines der entscheidenden und prägenden Ereignisse für die Identitätsbildung des Bistums an der Lahn im 20. Jahrhundert dar, von dem aus spätere Geschehnisse und Konflikte in der Bistumsgeschichte erschlossen und interpretiert werden müssen. 

                                                                                                    Das Hofheimer Messfestival beim Aschendorff Buchverlag


Stefan Kopp / Marius Schwemmer / Joachim Werz (Hg.), Mehr als nur eine Dienerin der Liturgie? Zur Aufgabe der Kirchenmusik heute (Kirche in Zeiten der Veränderung, Bd. 4), Freiburg im Breisgau 2020.


Die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium (SC) des Zweiten Vatikanischen Konzils hat die besondere Bedeutung der Kirchenmusik als „notwendigen und integrierenden Bestandteil der Liturgie“ (SC 112) herausgestellt, in Anlehnung an ältere lehramtliche Texte zugleich aber auch ihre Funktion als Dienerin der Liturgie bekräftigt. Diese programmatischen Aussagen zur Kirchenmusik in der Liturgie sind allerdings bis heute nicht spannungsfrei und erfordern eine weiterführende Reflexion: Was sind – zumal unter dem Vorzeichen von Veränderungen in Kirche und Gesellschaft – aktuell Aufgaben der Kirchenmusik? Kann sie weiterhin als Dienerin der Liturgie bezeichnet werden oder hat sie sich längst verselbstständigt und ist im Museum des Kirchenkonzertes angekommen? Wie kann sie heute neu als wichtiger Bestandteil der Liturgie selbst entdeckt und gefördert werden und wie gelingt dabei die Beteiligung aller Gläubigen daran? Vor dem Hintergrund solcher Fragen geht der interdisziplinär angelegte Band das Feld ab und widmet sich dem pluralen Aufgabenfeld der Kirchenmusik(er) in der Gegenwart. Dabei kommen theologische Grundlagen, künstlerische Ansprüche, pastorale Wirklichkeiten und gesellschaftliche Bezüge der Kirchenmusik in den Blick. 














Joachim Werz (Hg.), Die Lebenswelt der Zisterzienser. Neue Studien zur Geschichte eines europäischen Ordens, Studienausgabe, Münster 22020, ISBN 978-3-402-24728-0. 

 

Das öffentliche wie auch das wissenschaftliche Interesse am 1098 gegründeten Zisterzienserorden ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Begünstigt wird dies dadurch, dass die Lebenswelt der Zisterzienser eine Pluralität kennzeichnet, wie sie in kaum einem anderen Orden vorzufinden ist: Das Leben der in Zisterzienserklöstern und -stiften Lebenden beschränkte sich weder im Mittelalter noch heute ausschließlich auf Frömmigkeit und Bildung, sondern war stets und intensiv im sozialen, kirchlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben und Handeln der jeweiligen Zeit und des konkreten Raumes verwoben.  Diese Pluralität zisterziensischen Lebens spiegelt sich ebenfalls in diesem Band mit über 30 Studien aus den Geschichtswissenschaften, der Kirchen- und Liturgiegeschichte, der Kunst- und Wirtschaftsgeschichte sowie der Theologie-, Spiritualitäts- und Philosophiegeschichte. Neben der Präsentation neuer Forschungsergebnisse verweisen die Autorinnen und Autoren am Ende ihrer Beiträge auf verschiedene Desiderate, die Interessierten und insbesondere Studierenden sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zukünftige Wege der Zisterzienserforschung aufzeigen.

 

Die Lebenswelt der Zisterzienser, Studienausgabe beim Aschendorff Buchverlag




Joachim Werz (Hg.), Predigtmodi im frühneuzeitlichen Katholizismus. Die volkssprachliche Verkündigung von Leonhard Haller und Georg Scherer in Zeiten von Bedrohungen (1500-1605) (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte, Bd. 175), Münster 2020, ISBN 978-3-402-11611-1.

Wie wurde im Katholizismus des 16. Jahrhunderts gepredigt? Noch dazu, wenn die Prediger religiöse, soziale oder gesellschaftliche Bedrohungen in ihrem jeweiligen Lebensraum wahrnahmen und in ihren Predigten von der Kanzel sowie in schriftlicher Form kommunizierten? 

Anhand der volkssprachlichen Verkündigung des Eichstätter Weihbischofs Leonhard Haller (* 1500; † 1570) und des Jesuiten Georg Scherer (* 1540; † 1605) werden in dieser Studie exemplarisch Predigtmodi mit ihren Strategien und Zielen angesichts verschiedener Bedrohungen analysiert. Durch die biographische und homiletische Analyse der beiden Prediger entsteht ein theologie-, liturgie- und sozialgeschichtliches Panorama, das Einblicke in die verschiedenen Phasen des vortridentinischen und konfessionell-katholischen Umgangs mit den Herausforderungen der Reformation gibt. Dabei entsteht ein kontrastreiches Bild, wie die gesellschaftlichen, sozialen und politischen Bedrohungen von den beiden Predigern wahrgenommen wurden. Dadurch wird die Transformation homiletischer Praxis im frühneuzeitlichen Katholizismus greifbar, kann im Gesamtgefüge nachreformatorischer Kirchenpolitik und Pastoral- und Liturgiegeschichte verortet werden und liefert einen spezifischen Beitrag zu gegenwärtigen Debatten der Konfessionalisierungsforschung.

Predigtmodi im frühneuzeitlichen Katholizismus beim Aschendorff Buchverlag


Joachim Werz (Hg.), Die Lebenswelt der Zisterzienser. Neue Studien zur Geschichte eines europäischen Ordens, Regensburg / Heiligenkreuz 2020, ISBN 978-3-7954-3471-7.

Die beinahe 900-seitige Anthologie nimmt aus kulturhistorischer Perspektive Berei-che der zisterziensischen Lebenswelt in den Blick. Die 33 Aufsätze renommierter AutorInnen verschiedener akademischer Disziplinen (u. a. Volker Leppin, Jörg Oberste, Kathryn Salzer, Jörg Sonntag, Maria Magdalena Rückert) zeigen die Pluralität zisterziensischen Lebens anhand neuer Untersuchungen auf. In jedem Beitrag werden spezifische Desiderate benannt, um zukünftige Wege der Erforschung des Ordens zugänglich zu machen. Durch englischsprachige Abstracts ist der Band international rezipierbar. Der Rektor des Europainstituts für Cistercienserfor-schung (EuCist) Alkuin Schachenmayr O.Cist. bezeichnete den Band bei der Prä-sentation im Januar als wegweisender Meilenstein der jüngeren Ordensforschung.

https://www.schnell-und-steiner.de/artikel_10037.ahtml




2019

Matthias Theodor Kloft/ Dominik Müller/ Oliver Teufer (Hg.)
Alles Pallotti - Gut gebrüllt Löwe
Die Pallottiner und Pallottinerinnen in Limburg und die Kamerunmission
Katalog zur Ausstellung
Limburg 2019

 

Beiträge:

Pallottiner von der Gründung in Rom bis zum Eintreffen in Limburg (Barbara Wieland)
Faszination Afrika (Matthias Theodor Kloft)
Die Entstehung des deutschen Kolonialreiches (Oliver Teufer)
Der Beginn der katholischen Mission in den deutschen Überseegebieten (Oliver Teufer)
Kamerun - Afrika im Kleinen. Land und Leute damals und heute (Dominik Müller)
Pallottinerinnen und Pallottiner in Limburg. Aufgaben und Tätigkeiten (Barbara Wieland)
Heinrich Vieter (1853-1914). Gründer der Kirche Kameruns (Oliver Teufer)
Richard Henkes. Leben - Sterben - Seligsprechung (Barbara Wieland)

 


Eva Knöllinger-Acker/ Barbara Wieland
Heilige Maria Katharina Kasper

Katalog zur Ausstellung

Frankfurt 2019

ISBN 978 30006 29242










Wintersemester 2020/21

Proseminar: Orte des Glaubens. Frankfurter Stadt- und Kirchengeschichte


Dienstags, 12-14 Uhr

 

Dozent: Dr. Joachim Werz

 

Beschreibung: 

Das Stadtbild Frankfurts ist keineswegs nur durch die Wolkenkratzer der Banken und Versicherungen geprägt. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man zahlreiche Kirchtürme, die auf Orte des christlichen Glaubens in der Weltmetropole verweisen. Dies zeigt: Frankfurt am Main ist seit seiner frühesten Stadtgründung mit dem christlichen Glauben verbunden. Zeugnis hierfür legen die zahlreichen Kirchen und Klöster aus den verschiedensten Epochen der Kirchengeschichte ab. Im Zentrum des Proseminars steht die Frankfurter Stadt- und Kirchengeschichte seit der Gründung im Jahr 794 durch Karl den Großen bis zur jüngsten Zeitgeschichte. Gerade am Beispiel Frankfurts wird deutlich, dass die Kirche aufs Engste mit der Politik, der Wirtschaft sowie den Künsten verwoben war. Kirchenhistorisches Forschen ist daher auch immer Stadt-, Gesellschafts- und Kunstgeschichte. Das Proseminar möchte bekanntere und unbekanntere Orte des Glaubens in Frankfurt nicht nur in den Seminarsitzungen anhand einschlägiger Quellen erörtern, sondern auch konkret vor Ort begehen, um auf diese Weise die lokale Kirchengeschichte (besser) kennenzulernen.

 


Hauptseminar: Erinnerungsorte des Christentums. Virtuelle Realität im Schul- und Hochschulunterricht


Gruppe 1: Samstag, 14.11.2020: 8:00 - 18:00 Uhr, Sonntag, 15.11.2020: 8:00 - 16:00 Uhr 

Gruppe 2: Samstag, 05.12.2020: 8:00 - 18:00 Uhr, Sonntag, 05.12.2020: 8:00 - 16:00 Uhr 


Dozentin/Dozent: Klara Pisonic / Dr. Joachim Werz


Beschreibung: 

In Kooperation zwischen Kirchengeschichte und Religionspädagogik soll Virtuelle Realität (VR) als Option für erfahrungsgestütztes Lernen im Religionsunterricht aufgezeigt werden soll.

Neben einer Einführung in die Theorie von VR, sowie dem Aufzeigen verschiedener virtual und augmented realities, soll anhand einiger Beispiele das mögliche schulische Lernszenario erarbeitet werden. Angelehnt an die Anthologie „Erinnerungsorte des Christentums“ von Christoph Markschies und Hubert Wolf, werden zentrale und historische relevante sowie – in Erweiterung des Bandes – auch weniger bekannte und für die In Kooperation zwischen Kirchengeschichte und Religionspädagogik soll Virtuelle Realität (VR) als Option für erfahrungsgestütztes Lernen im Religionsunterricht aufgezeigt werden soll.

Neben einer Einführung in die Theorie von VR, sowie dem Aufzeigen verschiedener virtual und augmented realities, soll anhand einiger Beispiele das mögliche schulische Lernszenario erarbeitet werden. Angelehnt an die Anthologie „Erinnerungsorte des Christentums“ von Christoph Markschies und Hubert Wolf, werden zentrale und historische relevante sowie – in Erweiterung des Bandes – auch weniger bekannte und für die Lokalgeschichte bedeutsame Orte des christlichen Glaubens in Geschichte und Gegenwart so aufbereitet, dass Studierende diese unabhängig von Raum und Zeit erleben, wahrnehmen und erforschen können: Wie sah Jerusalem zur Zeit Jesu aus? Welches Panorama eröffnet sich an der Küste des See Genezareth? Welche künstlerischen Besonderheiten finde ich in der Sagrada Familia in Barcelona? In welchen engen Gassen lebten die Konzilsväter während des Konzils von Trient? Was ist in der Kuppel des Doms von Florenz dargestellt? Begleitend sollen Quellen und Sekundärliteratur nicht nur einen informativen Rahmen bilden, sondern auch konkretes Wissen vermitteln, welche dann durch VR visualisiert und – wie Studien hierzu deutlich nachgewiesen haben – durch den Erfahrungsgewinn effektiver und langanhaltender verinnerlicht werden kann.

Während des Seminars sollen die Studierenden durch das Praktizieren und Üben mit VR-Brillen die Besonderheit und Reize des Virtuellen Raumes erkennen. Diese Medienkompetenz soll genutzt werden, um als Leistungsnachweis eigene virtuelle Realitäten mit Hilfe von 360°-Kameras zu erstellen und diese mit Quellen und Sekundärliteratur für Unterrichtseinheiten aufzubereiten. Der Fokus soll dabei auf wichtigen und teilweise vergessenen Orten der lokalen Christentums- und Kirchengeschichte liegen und diese damit als virtuelle Lernräume für den Religionsunterricht an Schulen zugänglich machen.


Lektürekurs: Kirchengeschichtsdidaktik. Konzepte – Inhalte – Visionen.

 

Dienstags, 18–20 Uhr, 14 täglich

 

Dozent: Dr. Joachim Werz

 

Beschreibung:

Die religionsunterrichtliche Thematisierung von Kirchengeschichte kann nicht nur für ein kulturelles und historisches Verständnis generieren, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum religiösen Lernen und zur religiösen Bildung leisten. Kirchengeschichtsdidaktik ist daher mit Blick auf die Ansprüche und Bedürfnisse angehender Religionslehrer*innen ein zentrales Thema, dem sich sowohl der Lektürekurs als auch das Profil der Professur für Kirchengeschichte vermehrt annehmen muss.

Pionierstudien renommierter Vertreterinnen und Vertreter aus der Religionspädagogik, der Geschichtsdidaktik und der Kirchengeschichte haben sich in den vergangenen Jahren des noch wenig definierten Forschungsfeldes der Kirchengeschichtsdidaktik angenommen. Sie sind dabei das Feld abgegangen, um Potenziale und Aufgaben kirchenhistorischer Didaktik abzustecken. Ihre verdienstvollen Arbeiten sind ein stabiles theoretisches und praktisches Fundament, um gemeinsam – Lehrende und Studierende –, zu erörtern, wie Kirchengeschichte didaktisch für die unterschiedlichen Lehramtsstudiengänge aufbereitet werden kann. 

Besonderer Fokus liegt dabei auch auf dem Zusammenspiel von Didaktik, modernen Medien und Digitalisierung. 

Neben der Lektüre grundlegender Aufsätze zur kirchenhistorischen Didaktik, soll der Lektürekurs ein Forum bilden, in dem gemeinsam inhaltliche und didaktische Einheiten erarbeitet werden.

 

(Adriaen Pietersz. van de Venne (1589–1662): Seelenfischer, 1614; Amsterdam, Rijksmuseum, Gemälde: Inv. Nr. SK-A-447)

Vorlesung: Vom Spätmittelalter bis zur Zeit der Konfessionen

 

Mittwochs, 10-12 Uhr

 

Dozent: Dr. Joachim Werz

 

Beschreibung: 

Die Vorlesung konzentriert sich auf Ereignisse, Akteure und Diskurse vom Spätmittelalter bis in die Zeit der Konfessionalisierung. Dabei soll deutlich werden, dass die Die Vorlesung konzentriert sich auf Ereignisse, Akteure und Diskurse vom Spätmittelalter bis in die Zeit der Konfessionalisierung. Dabei soll deutlich werden, dass die ekklesiologischen Fragen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit letztlich auch gegenwärtige Fragen sind: Wer leitet die Kirche? Wie gelingen Reformen innerhalb einer so komplexen Organisation wie der Kirche? Wie geht diese mit Pluralität und Diversität um? 

Inhaltlich werden diese Fragen an einzelnen historischen Konstellationen diskutiert, wie beispielsweise am spätmittelalterlichen Konziliarismus, der Reformation, dem Konzil von Trient und schließlich auch den Reformen der Konfessionalisierungszeit. 

Neben dieser Spezialisierung auf den Zeitraum 1450–1700 wird in historischen Exkursen immer wieder auf das zeitliche Vor und Nach rekurriert, um so zudem einen allgemeinen Überblick der 2000-jährigen Christentumsgeschichte zu erhalten.


Sommersemester 2020 

Vorlesung: Der Mensch und sein Gott in Antike und Mittelalter

Dienstags, 10.00–12.00 Uhr

Dozent: Dr. Joachim Werz

Beschreibung: 

Wie wurde Gott geglaubt? Wie wurde er wahrgenommen? Welche Folgen hatten bestimmte Gottesvorstellungen für Theologie, Frömmigkeit und Institution Kirche? Gab es Unterschiede zwischen Männern und Frauen, zwischen Jungen und Alten, zwischen dem einfachen Gläubigen und dem gebildeten Kleriker? 

Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Vorlesung, in der ein Überblick über die Geschichte des Christentums von seinen Anfängen im Umfeld der griechisch-römischen Kultur bis hin zum Vorabend der Reformation vermittelt wird. Zudem soll danach gefragt werden, in welchem Maß das Gottesbild und die Religiosität der Menschen bis heute von diesen Jahrhunderten geprägt sind. 

Seminar: Konflikte zwischen Lahn und Tiber? Limburger Bistumsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert – Forschendes Lernen

14.04.; 21.04.; 28.04.: 14–16 Uhr; Donnerstag, den 7.05. 9–16 Uhr Bistumsarchiv Limburg 
Dozenten: Dr. Joachim Werz und Dr. Barbara Wieland 

Beschreibung: 

In diesem Hauptseminar werden die Studierenden selbst als Forscherinnen und Forscher tätig.

Gegenstand der Untersuchung ist die Beobachtung, dass mit der Gründung des Bistums Limburg im Jahr 1827 ein Prozess der Identitätsbildung begann, der bis dato zu wenig mit den neuesten Forschungsansätzen analysiert wurde: Aus lokalen Traditionen und einer Abgrenzung gegenüber den umliegenden Bistümern suchten die diözesanen Verantwortlichen danach, wer man überhaupt sei und für was man – theologisch und kirchenpolitisch – stehe. Im Bistum Limburg – hierin ist sich die bisherige kirchenhistorische Forschung einig – wurde diese Identität vor allem nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil dahingehend dynamisiert, dass sich die Diözese an der Lahn in einer Abwehrhaltung im Kampf gegen Rom bzw. das Papsttum verstand. Verschiedene Umstände und Kontroversen führten im 20. Jahrhundert zunehmend zu einem Gegenüber von Limburg und Rom. Die Kommunikation, die sich in diesen Jahrzehnten zwischen Römischer und Limburger Kurie entwickelte, ist dabei antagonistisch: Rom nahm die Standpunkte Limburgs als Bedrohung für die Katholizität und die päpstliche Zentralisierung wahr, während Limburg den Autoritätsanspruch Roms als Einschränkung und Einmischung in territorialkirchliche Entscheidungen und Fortschritte verstand. 

Die Studierenden sollen die ausgewählten Quellen auf konfliktive Kommunikation bzw. Kommunikation von Bedrohungen untersuchen. Das heißt, dass Muster, Argumentationsstrukturen, wiederkehrende Bilder und Vergleiche herausgearbeitet werden und auf dieser Basis die Frage nach der Art der Bedrohungskommunikation analysiert werden soll. Die einzelnen Untersuchungen der Studierenden können dann am Ende zeigen, ob die Kommunikation zwischen Limburg und Rom im Laufe der Jahrzehnte Kontinuitäten, Brüche oder Transformationen aufweist. 

Nach drei einführenden Sitzungen zur Diözesangeschichte und zur Quellenkunde wird der übliche Rahmen universitärer Lehre verlassen: Im Diözesanarchiv Limburg werden die Studierenden einmal zusammen mit der Seminarleitung und dann in Eigenverantwortung einen ausgewählten Quellenbestand auf die übergeordnete Fragestellung des Seminars hin analysieren.

Zu Beginn des neuen Semesters sollen die Studierenden ihre Ergebnisse nicht nur in einem Forschungskolloquium öffentlich präsentieren, sondern entlang eines vorgefertigten Rasters die Ergebnisse ausformulieren, die dann in einem zu verlegenden Studienbuch (Aschendorff Verlag Münster) publiziert werden. Auf diese Weise schaffen Studierende für Studierende ein Lehrbuch für die universitäre Lehre.

Dieses Lehrforschungsprojekt steht den Studierenden der Katholischen Theologie als Hauptseminar und jenen der Evangelischen Theologie sowie der Geschichtswissenschaften als Übung offen. Dieses Seminar wird gefördert durch den Kleinen Förderfonds Lehre der Goethe-Universität Frankfurt.


Proseminar: „Der Klang des Glaubens“. Kirchengeschichte und Musik

Dienstags, 12.00–14.00 Uhr

Dozent: Dr. Joachim Werz

Beschreibung: 

In allen Epochen der Kirchengeschichte fanden der christliche Glaube und seine religiösen Praktiken in der liturgischen und religiösen Musik ihren Niederschlag.  gebunden: Instrumente, Kompositionen sowie der Kirchenraum als Klangraum sind interessante Zeugnisse der jeweiligen Zeit. Sie können auch Quellen kirchenhistorischen Arbeitens sein und werfen zahlreiche Fragen auf: Wofür braucht es überhaupt musikalische Ausdrucksformen von Frömmigkeit? Was können wir heute von diesen Quellen über den Glauben, das Denken und das Handeln längst verstorbener Menschen, aber auch über deren existenzielle Ängste sowie deren Hoffnungen erfahren? Wie verhalten sich kirchliche und religiöse Musik im Blick auf die Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche zueinander? Welchen Einfluss haben die Frömmigkeit und der Glaube auf die Musik? Was führte zu Reformen der Kirchenmusik?  Welche Symbolik verbirgt sich hinter musikalischen Kunstformen und bestimmten Arten des Komponierens? 

Im Proseminar wird in einem ersten Teil eine Einführung in die spezifischen Formen des kirchenhistorischen Arbeitens gegeben. Der kritische Umgang mit den verschiedenen Quellen wird nach dem Seminar eine Selbstverständlichkeit sein. Zudem werden grundlegendes Wissen über die Organisation, Konzeption und die Durchführung eines Referates sowie über die Ausarbeitung einer schriftlichen Hausarbeit im Fach Kirchengeschichte vermittelt und gemeinsam erarbeitet.

In einem zweiten Teil werden die oben gestellten Fragen konkretisiert. In einer Seminarsitzung wird eine Exkursionen innerhalb Frankfurts unternommen, um so dem „Klang des Glaubens“ in Frankfurt Gehör zu schenken.


Lektürekurs: Reformen der Kirche. Gestern – Heute – Morgen? – Kirchenhistorische Lektüre am Kamin

Dienstags, 18.00–20.00 Uhr

Dozent: Dr. Joachim Werz

Beschreibung: 

Durch den Synodalen Weg versucht die Katholische Kirche in Deutschland eine der größten Glaubwürdigkeitskrisen ihrer Geschichte zu bewältigen, die keineswegs nur national gelagert ist. Ein Blick in die Programme theologischer Verlage zeigt vermehrt Publikationen, in denen sowohl Theologinnen und Theologen als auch Laien und Amtspersonen Reformen und strukturelle Veränderungen in der Kirche fordern. Dennoch sind solche Forderungen nach Reformen in der Kirche nichts Neues, sondern sie sind so alt wie die Kirche selbst. Welche Reformideen aber sind neu? Was wurde bereits gefordert, jedoch nie umgesetzt? Welche Vorschläge missglückten? 

Es sollen nicht nur zeitgenössische, sondern auch „klassische“ Reformvorschläge und -impulse seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelesen und mit Blick auf die Geschichte der Kirche diskutiert werden. Der Kurs bietet auch den Raum, eigene Ideen von Reformideen und -forderungen mit den teilnehmenden Studierenden zu diskutieren.

Workshop Orientierungsstudium: Wie kann man Zeitungen einsetzen, um den historischen Katholizismus zu erforschen?

07. Mai 2020, 9–12 Uhr; NG 1.731

Dozent: Dr. des. Maximilian Röll

Beschreibung:

Historische Zeitungen bieten mehrere Vorteile, um einzusteigen:

- Da sich um gedruckte Quellen handelt, sind sie relativ leicht lesbar.

- Das Format ist noch heute den meisten Lesern vertraut.

- Mit ihnen ist der Überblick über einen längeren Prozess möglich.

Die Katholizismusforschung beschäftigt sich als Teil der Kirchengeschichte oder der allgemeinen Geschichte mit dem historischen Phänomen des Katholizismus. Darunter fallen etwa der Kulturkampf im 19. Jahrhundert, die Verbindung von Religion und Gesellschaft in der frühen Bundesrepublik oder der Beitrag der Kirchen bei der Wende in der DDR.

Die Studierenden können in dem Workshop mit ausgewählten historischen Artikeln erste Erfahrungen sammeln.

Was bringt das?

- Sie können grundlegend mit Zeitungen als historischen Quellen arbeiten.

- Sie verstehen das Phänomen der veröffentlichten Meinung in der Geschichte.

- Sie erkennen die Verbindung von Katholizismus und Presse.

- Sie erhalten einen Einblick in beispielhafte Konflikte des Katholizismus."

Zur Zeit sind alle Stellen besetzt.

Folgt in Kürze.


Einladung zur Ringvorlesung „Erblast »Mission«?"


Archiv

Umfangreiche Neuerscheinung zur Geschichte der Zisterzienser

Dr. Joachim Werz, ab 01.04.2020 Lehrstuhlvertreter der Professur für Kirchengeschichte am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, veröffentlichte zu Beginn diesen Jahres im renommierten Verlag Schnell & Steiner Regensburg in Kooperation mit dem Verlag Be & Be eine umfangreiche Studie zur Geschichte der Zisterzienser.        

Die beinahe 900-seitige Anthologie nimmt aus kulturhistorischer Perspektive Bereiche der zisterziensischen Lebenswelt in den Blick. Die 33 Aufsätze renommierter AutorInnen verschiedener akademischer Disziplinen (u. a. Volker Leppin, Jörg Oberste, Kathryn Salzer, Jörg Sonntag, Maria Magdalena Rückert) zeigen die Pluralität zisterziensischen Lebens anhand neuer Untersuchungen auf. In jedem Beitrag werden spezifische Desiderate benannt, um zukünftige Wege der Erforschung des Ordens zugänglich zu machen. Durch englischsprachige Abstracts ist der Band international rezipierbar. Der Rektor des Europainstituts für Cistercienserforschung (EuCist) Alkuin Schachenmanyr O.Cist. bezeichnete den Band bei der Präsentation im Januar als wegweisender Meilenstein der jüngeren Ordensforschung.

Joachim Werz (Hg.), Die Lebenswelt der Zisterzienser. Neue Studien zur Geschichte eines europäischen Ordens, Regensburg / Heiligenkreuz 2020, ISBN 978-3-7954-3471-7.


Kommissarische Leitung

Prof. Dr. Matthias Theodor Kloft, Honorarprofessor für Kirchengeschichte des Fachbereichs Katholische Theologie, übernimmt ab dem 01. März 2020 kommissarisch bis zur Wiederbesetzung der Professur für Kirchengeschichte die Leitung der Forschungsstelle.


Wechsel des Lehrstuhlinhabers an die HU Berlin

Der Lehrstuhlinhaber der Professur für Kirchengeschichte und Leiter der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg Prof. Dr. Günther Wassilowky hat zum 1. März 2020 einen Ruf auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Historische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin angenommen. Per E-Mail ist er dort erreichbar unter: wassilowsky@hu-berlin.de