QSL-Projektmittel Lehre 2. Ausschreibung 2022

Ausschreibungsfrist: 15. Oktober 2022


Die QSL-Projektmittel Lehre dienen gemäß QSL-Gesetz und Satzung der Universität der Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre.

Die zur Verfügung stehenden Mittel können vor allem für innovative, interdisziplinäre und studentische Projekte beantragt werden. Gefördert werden insbesondere Projekte, die ein deutliches Verstetigungspotenzial im Anschluss an die Projektphase erkennen lassen. Zielsetzung ist dabei stets die Verbesserung der Studienbedingungen und damit mittelbar die Steigerung des Studienerfolgs. Von den der Universität zugewiesenen QSL-Mittel werden 10% als zentrale QSL-Projektmittel vergeben. Im Jahr 2022 beläuft sich die Höhe dieser Mittel insgesamt auf ca. 1,9 Mill. Euro. Die Ausschreibung für zentrale QSL-Projektmittel erfolgt zweimal jährlich. Die Sichtung und Beurteilung eingehender Anträge erfolgt durch die zentrale QSL-Studienkommission gemäß der rechtlichen Rahmenbedingungen und der entsprechenden Satzung der Goethe-Universität

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Zu den Förderbereichen und Förderformaten gehören: 

  • Studierendenzentrierte und forschungsorientierte Lehre (z.B. Forschungspraktika, curriculare Weiterentwicklung, studentische Forschung, adaptive Lehr-/Lernformen, Service Learning, kompetenzorientiertes Lehren und Prüfen)
  • Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (z.B. innovative/interdisziplinäre Lehr-/Lernformate, tutorielle Lehre, heterogenitätssensible und diversitätsaffirmative Lehre, innovative Beratungsformate/Mentoringprogramme) 
  • Rein studentische Initiativen* (z.B. studentische Tutorien, alternative studentische Lehrprojekte, Planspiele)
  • Internationalisierung (z.B. zweisprachige Lehrmaterialien, Peer-Teaching international, internationaler Austausch, Summer-/Winterschools, Virtual Exchange/Collaborative Online International Learning)
  • Förderung der Berufsfeldorientierung (z.B. externe Praktika, Vernetzung mit potentiellen Arbeitgeber*innen, Kooperationsprojekte mit externen Partner*innen, Service-/ Work-Integrated Learning)
  • Zentrale Infrastrukturprojekte in Studium und Lehre (z.B. Pilotierung innovativer digitaler Technologien zur Verbesserung von Studienbedingungen und Studienerfolg)

Bei den genannten Formaten handelt es sich um Beispiele; weitere Formate im Sinne des Förderzwecks sind möglich und werden begrüßt. Es werden Anschubfinanzierungen bzw. einmalige Projektförderungen für eine maximale Dauer von drei Jahren gefördert. Dauerhafte Förderungen sind nicht möglich. Die geltenden Regelungen für die Vergabe und Verausgabung der Mittel sind der Satzung der Goethe-Universität zu entnehmen. Informationen zur erforderlichen jährlichen Berichtslegung werden den Geförderten im Bewilligungsschreiben mitgeteilt.

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie rechtzeitig einen Antrag auf zentrale QSL-Projektmittel stellen: Die Benachrichtigung, ob Ihr Projektantrag erfolgreich war, kann bis zu drei Monaten ab Antragsfrist dauern. Bitte beachten Sie, dass die Verausgabung der Mittel spätestens binnen 10 Monaten nach Eingang des Bewilligungsschreibens anfangen sollte. Gleichzeitig können Mittel auch für bereits laufende Maßnahmen genutzt werden, sofern diese im laufendem Kalenderjahr initiiert wurden.

Im Einzelnen förderfähig sind: 

  • Personalmittel 
  • Sachmittel
  • Mittel für Tutor*innen, Mentor*innen, Hilfskräfte (s. FAQs)
  • Mittel für Lehraufträge
  • Exkursionen und Laborausstattung sowie Computerausstattung** (je Teilförderung bis 40%) (s. FAQs)

Die vollständigen Antragsunterlagen umfassen:

1.    Formblatt (mit Angabe zum Förderbereich bzw. zu den Förderbereichen)

2.    Projektbeschreibung (von max. 3 Seiten bei Anträgen ohne Personalmittel, max. 6 Seiten bei Anträgen mit Personalmitteln) 

3.    Detaillierte Kostenkalkulation (falls erforderlich Kostenvoranschläge)

4.    Kurze inhaltliche Stellungnahme von Fachschaft/Institutsgruppe (nicht erforderlich für zentrale Einrichtungen bzw. Unterstützungsstrukturen)

5.    Kurze inhaltliche Stellungnahme von Studiendekan*in

Zentrale Einrichtungen/Unterstützungsstrukturen/Bereiche, die nicht an einen Fachbereich angeschlossen sind, fügen eine Begründung der jeweiligen Leitung an, inwiefern das beantragte Projekt einen Mehrwert für die Universität aufweist sowie den Förderkriterien entspricht. Alternativ können Antragstellende sich an ein Dekanat, welches inhaltlich am nächsten zum beantragten Projektvorhaben steht, für eine entsprechende Stellungnahme wenden. 

*Stundentische Initiativen müssen sich im Vorfeld der Antragsstellung bei der Koordination beraten lassen.

**Bei die IT-Infrastruktur betreffenden Projekten ist vor Antragsstellung Rücksprache mit dem HRZ zu nehmen (s. FAQs). 

Ausschließlich vollständige Antragsunterlagen, die in einer PDF-Datei in genannter Reihenfolge digital und fristgerecht eintreffen, werden angenommen.

Im Rahmen der zweiten Ausschreibung 2022 werden Mittel in Höhe von ca. 950T Euro vergeben. Die Hälfte der Mittel sind dem Themenbereich Nachhaltigkeit vorbehalten; die andere Hälfte der Mittel wird offen vergeben. Nachhaltigkeit ist ein gesellschaftlicher Such-, Lern- und Gestaltungsprozess mit dem Ziel, allen Menschen weltweit – heute und in Zukunft – ein gutes Leben innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten zu ermöglichen. Dem Studium und der Lehre an Hochschulen kommt in diesem Prozess eine zentrale Rolle zu. So stellen die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen; Einbindung von Nachhaltigkeit als eigener Lehrinhalt; Entwicklung transdisziplinärer und transformativer Lehr- und Lernumgebungen sowie Lehr-Lern-Formate Beispiele für Nachhaltigkeit dar (für mehr Information s. Handout).

Die Studienkommission beurteilt die Projektanträge im Hinblick auf Qualität, Konsistenz und Innovationsgehalt gemäß Förderzweck sowie Ressourceneinsatz, Reichweite und die Möglichkeit einer nachhaltigen Verbesserung von Lehre und Studium (i.S. eines gesamtuniversitären Mehrwerts eines Projekts). Bei Anträgen mit größerem Mittelumfang (Anträge mit Personalmitteln) gehen die Beförderung eines aktiven Studierens bzw. Lernens sowie die Wirksamkeit (z.B. in curricularer Perspektive oder bezüglich der Anzahl der von der Maßnahme profitierenden Studierenden) als zusätzliche Kriterien ein. Grundständige Aufgaben bzw. Angebote im Bereich der Lehre sowie Projekte für wissenschaftlichen Nachwuchs sind nicht förderfähig. Größere Projektanträge sollten in der Regel eine Antragssumme von 150T Euro nicht überschreiten. Projektanträge in diesem Umfang stellen Ausnahmeprojekte dar, die eine einschlägige Begründung enthalten sowie einen großen gesamtuniversitären Mehrwert aufweisen müssen. Die Förderung dieser Projekte wird von einer entsprechenden Dokumentation und eines Transfers der Projektergebnisse in die Universität abhängig gemacht. Antragsteller*innen wird – insbesondere bei umfangreichen Projekten – eine Beratung durch die einschlägigen Fachzentren und Unterstützungsstrukturen in Studium und Lehre empfohlen (s. FAQs). Die von der Studienkommission zur Förderung vorgeschlagenen Projekte werden anschließend dem Präsidium zur Bewilligung vorgeschlagen.

Die Ausschreibungsfrist endet am 15. Oktober 2022. 

Für die Einholung der Befürwortung von Fachschaft/Studiendekan*in wird um rechtzeitige Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Stellen gebeten. Bitte beachten Sie ggf. vorgelagerte Fristen in Ihrem Fachbereich.

Die Antragsunterlagen sind in elektronischer Form über die*den Studiendekan*in des Fachbereichs an die für Lehre und Studium zuständige Vizepräsidentin Prof.'in Dr. Christiane Thompson zu richten. Für die Antragstellung ist ausschließlich die folgende E-Mail-Adresse zu verwenden: QSL-SLI@uni-frankfurt.de.



FAQs zentrale QSL-Projektmittel


Es soll vermieden werden, dass IT-Infrastruktur angeschafft oder beantragt wird, die an der Goethe-Universität bereits vorhanden ist. Um dies auszuschließen, sollte bzgl. Hard- und Software mit dem HRZ-Einkaufsmanagement (einkauf@rz.uni-frankfurt.de) und in Bezug auf Anwendungen mit dem Bereich Applikationen (leitung-applikationen@rz.uni-frankfurt.de) Rücksprache gehalten werden. Eine Übersicht zu Ansprechpartner*innen beim HRZ finden Sie hier.

Die jeweiligen Fachzentren geben Auskunft darüber, wo ein bestimmtes Projektvorhaben gesamtuniversitär anknüpfen kann sowie welche Konzepte bereits vorhanden sind und in die Antragstellung mit einbezogen werden sollten. Die Leitungen der Fachzentren bieten fachliche Expert*innenberatung an, können Auskunft über Vernetzungsmöglichkeiten geben und ermöglichen somit Synergieeffekte:

Darüber hinaus kann es ratsam sein, folgende zentrale Einrichtungen zu konsultieren:

Bei sehr spezifischen fachlichen Fragen können sich auch bei wissenschaftlichen Zentren der Goethe-Universität beraten lassen.

Exkursionen, Laborausstattung sowie jegliche weitere Ausstattung wie Computer und Notebooks werden von den zentralen QSL-Mitteln bis zu einem Anteil von 40% gefördert. D.h. bei dieser Art von Beschaffungen müssen Antragstellende 60% der Kosten selbst tragen. Auch bei studentischen Projekten ist dieser Eigenanteil entweder privat oder durch andere Geldgeber zu tragen.

Eine Querfinanzierung aus anderen zentralen QSL-Mitteln ist nicht möglich!

Tipp: Führen Sie die Finanzierungsquelle des Eigenanteils im Antrag an bzw. stellen Sie die Kostenkalkulation samt Eigenanteil auf, sodass die zentrale QSL-Vergabekommission dies berücksichtigen kann.

Bei der Beantragung von Hilfskraftmitteln (aber auch bei wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen) ist grundsätzlich darauf zu achten, dass bei der Kostenkalkulation mit dem Arbeitgeber-Brutto gerechnet wird. Zudem sind Tarifverhandlungen und eventuelle Erhöhungen der Stundensätze zu beachten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Einstellung als wissenschaftliche Hilfskraft nicht mehr möglich ist!

Die Kosten für studentische Hilfskräfte wurden ab dem Sommersemester 2022 im Durchschnitt folgendermaßen erhöht (Stand 06.04.2022):


  • studentische Hilfskräfte ohne Abschluss: EUR 12,00 plus 20% (EUR 2,40) = EUR 14,40 (AG brutto)
  • stud. Hilfskräfte mit BA-Abschluss oder Äquivalent: EUR 13,00 plus 16% (EUR 2,08) = EUR 15,08 (AG brutto)

Bitte rechnen Sie bei der Antragstellung mit den durchschnittlichen Bruttobeträgen. Sollten Sie sich bei der Berechnung in Ihrem konkreten Fall unsicher sein, setzen Sie sich gerne mit der Koordination in Verbindung.

Die inhaltlichen Stellungnahmen gehören zu den vollständigen Antragsunterlagen und sind immer einzureichen. Sollten Sie als zentrale Einrichtung der Goethe-Universität oder als studentische Initiative einen Antrag stellen und sich unsicher bezüglich der Stellungnahmen in Ihrem konkreten Fall sein, können Sie sich gerne mit der zentralen QSL-Koordination in Verbindung setzen.

Nur ein vollständiger Antrag wird in den Begutachtungsprozess aufgenommen. Antragsteller*innen tragen Sorge für die Vollständigkeit ihres Antrags sowie dessen fristgerechten Eingang.

Vollständige Anträge sind ausschließlich in digitaler Form über QSL-SLI@uni-frankfurt.de einzureichen.

Bei einem positiven Bescheid wird eine neue Projektnummer vergeben. Diese muss bei einer übergeordneten QSL-Kostenstelle des Fachbereichs oder Instituts angesiedelt sein. Um die Budgetverteilung zu beschleunigen, ist es daher ratsam, die übergeordnete QSL-Kostenstelle bereits im Antrag anzugeben. Setzten Sie sich hierzu mit dem Geschäftszimmer Ihres Instituts oder Fachbereichs in Verbindung.

„Studentische Initiative“ trifft nur zu, wenn die Antragsteller*innen eine studentische Gruppierung sind. Studentische Projekte, die nicht direkt am Fachbereich angesiedelt werden können, werden durch die zentrale QSL-Koordination betreut. 

Studentische Projekte müssen neben der Kostenkalkulation auch eine Übersicht der Ausgaben führen und diese bei einer Erstattungsaufforderung der zentralen QSL-Koordination mitschicken. Vorlagen für die Finanzübersicht gibt es nicht.

Der Antrag sollte in einer PDF-Datei digital (nicht als Scan, sondern elektronisch ausgefüllt) über QSL-SLI@uni-frankfurt.de eingereicht werden, welche die Dokumente entsprechend der in der Ausschreibung gelisteten Reihenfolge enthält.
Die Benachrichtigung kann bis zu 3 Monaten ab Bewerbungsfrist dauern.
Nach der Bewilligung erhalten die Antragsteller*innen einen Bescheid und es wird ein Projektkonto durch die Abteilung Controlling eingerichtet. Sobald dies erfolgt ist, werden Antragsteller*innen darüber benachrichtigt und erhalten Hinweise, wie sie zum Kontoauszug gelangen und eine Unterschriftsberechtigung einrichten können.
Prinzipiell ist es möglich, Umbuchungen vorzunehmen, wenn dies dem Förderzweck entspricht bzw. der Posten beantragt wurde. Es kann ggf. Rücksprache mit der Koordination der zentralen QSL-Mittel gehalten werden.
Mittel können rückwirkend eingesetzt werden, wenn dies beantragt und begründet wurde.

Es sind bis Ende Februar eines Jahres Zwischenberichte vom Vorjahr einzureichen an QSL-SLI@uni-fankfurt.de. Diese verfolgen keine formellen Vorgaben, sollten jedoch kurz und stringent sein sowie einen Finanzzwischenbericht beinhalten (SAP-Kontoauszug im Excel- oder PDF-Format). Der Abschlussbericht besteht auch aus einem kurzen Sach- und Finanzbericht. 

Sowohl im Zwischen- als auch im Abschlussbericht sollen die Antragsziele und Pläne im Vergleich zu den tatsächlich erfolgten Maßnahmen dargestellt werden. Ziel der Berichtslegung ist es, zu überprüfen, ob die Mittel dem Förderzweck entsprechend verausgabt wurden.

Wurden Auflagen im Bewilligungsschreiben formuliert, sind diese im (Zwischen)Bericht in einem klar Abgegrenzten Abschnitt zu adressieren.

Nachdem der Abschlussbericht inkl. Finanzbericht eingereicht und durch die QSL-Koordination überprüft wurde, wird das Projektkonto ggf. durch die Antragsteller*innen ausgeglichen und durch die Abteilung Controlling geschlossen.

Infobox zu studentischen Projekten

Ansprechpartner

Studentische Projekte werden von der Koordination der zentralen QSL-Mittel betreut, wenn diese nicht direkt am Fachbereich angesiedelt sind.

Anschrift:

Goethe-Universität Frankfurt

Studium Lehre Internationales
Abt. 1, Gr. 3
Brigitte Horvath
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60323 Frankfurt am Main

Sollten kostenpflichtige Leistungen der Universität in Anspruch genommen werden, sind diese zuvor mit zentralen QSL-Koordination abzusprechen.

Vorgehen bei Auslagen und Erstattung von Rechnungen

Es bestehen zwei Möglichkeiten der Erstattung:

  1. Erstattung durch Vorlage der Originalrechnung oder Quittung auf ein anzugebendes Bankkonto. 
  2. Begleichen der Rechnung direkt durch die Universität.

Quittungen müssen im Original per Post eingereicht werden. Bitte hängen Sie zudem auch einen Scan der Quittungen einer E-Mail an. Elektronische Rechnungen sind online an QSL-SLI@uni-frankfurt.de zu versenden. Beachten Sie, dass Rechnungen immer - auch wenn Sie in Vorleistung treten - an die Goethe-Universität Frankfurt adressiert sein müssen. 


Immer erforderliche Angaben bei einer Erstattung sind:

  • Name und Vorname
  • Vollständige Anschrift
  • Bankverbindung (IBAN und Name der Bank)
  • Projektname

Kontakt

Studium Lehre Internationales

E-Mail: QSL-SLI@uni-frankfurt.de

Brigitte Horvath-Popp
Koordinatorin der zentralen Kommission für QSL-Mittel & Antragsmanagement

Campus Westend
PEG-Gebäude, 1.G038
Telefon: 069/798-17928
E-Mail: b.horvath@em.uni-frankfurt.de

Studentische Initiative oder Hochschulgruppe werden?

Nähere Informationen finden Sie auf dem Portal für studentische Partizipation.