Studienerfolg im Dialog

Mithilfe eines Studienmonitorings werden Fachbereiche in die Lage versetzt, Studierende proaktiv entsprechend ihres individuellen Studienverlaufs anzusprechen und systematisch zu unterstützen.

Hierzu werden in enger Abstimmung mit den Fächern Indikatoren anhand von fachspezifischen Anhaltspunkten im Studienverlauf entwickelt, die ein Hinweis für die proaktive Beratungseinladung bestimmter Studierendengruppen darstellen. So werden v.a. abbruchgefährdete Studierende und besonders leistungsstarke Studierende proaktiv angesprochen und ihnen die individuelle, fakultative Beratung angeboten.

Dokumentations- und Evaluationsbericht des laufenden Projektes “Studienerfolg im Dialog" (Stand März 2021).

Die am Projekt „Studienerfolg im Dialog“ teilnehmenden Fächer können das Beratungsangebot der jeweiligen Studienfachberatung mit Unterstützung aus Projektmitteln gezielt ausbauen. Weiterbildungsangebote, die durch das Projekt ermöglicht wurden, helfen bei der weiteren Professionalisierung der Studienfachberatung.

Mittlerweile beteiligen sich neun Fächer aus sieben Fachbereichen einer weiten Bandbreite des Studienangebots an der Goethe-Universität an dem Verfahren der proaktiven Einladung.

Neben der Gestaltung der technischen Voraussetzungen und den im Rahmen des Projektes zusätzlich geschaffenen Beratungskapazitäten in den Fachbereichen, werden außerdem universitätsweite Beratungsangebote ausgebaut und vernetzt. So wurde bspw. ein Selbstreflexions-Toolfür Studierende entwickelt, welches die Studierenden eigenständig und/oder als Begleitung für den Beratungsprozess nutzen können.

Die Kapazitäten der psychotherapeutischenBeratungsstelle für Studierende (PBS) wurden mithilfe von Projektmitteln weiter ausgebaut, so dass seit dem Wintersemester 2019/20 hier zusätzliche Beratungsleistungen für Studierende angeboten werden können. Hier ist auch die gezielte Weiterbildung der Studienfachberater*innen anhand eines partizipativ aus dem Projekt entwickelten, modularisierten Fortbildungsformats und eines regelmäßigen Supervisionsangebots angesiedelt. 

O-Töne aus den beteiligten Fachbereichen:

»Viele Studierende berichteten, dass sie schon mal daran gedacht hatten, die Studienberatung aufzusuchen, ihnen aber meist der ›Mut‹ hierzu gefehlt hat. Die persönliche Ansprache der offenen Einladung hat ihnen geholfen, das Studienfachberatungsangebot wahrzunehmen.« (Fachbereich 01)

»Die Erfahrungen der Studierenden, die sich mit dem Thema Studienabbruch beschäftigen, sind für die Universität zumeist ›unsichtbar‹. In der Frage der  Studiengangsorganisation der Fachbereiche sind die Gründe von Studienzweifel jedoch überaus relevant.« (Fachbereich 04)

»Die Projektteilnahme bedeutet eine hilfreiche Stärkung der allgemeinen Studienfachberatung am Institut, unter anderem dank des zusätzlichen Stellenanteils.« (Fachbereich 08, Ethnologie)

»Als Studiengang mit einer hohen Abbrecherquote haben wir ein prinzipielles Interesse daran zu erfahren, woran genau es am Studium scheitert. Dabei ist es äußerst wichtig mit den Studierenden in Kontakt zu kommen, denen das Studium eher schwerfällt.« (Fachbereich 12, Mathematik)

Die bisher am Projekt beteiligten Fachbereiche sind: Fachbereich Rechtswissenschaft, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften, Fachbereich Neuere Philologien sowie Fachbereich Mathematik und Informatik. Mit weiteren Fachbereichen laufen Abstimmungen.

Kontakt

Lena Opitz

Kennzahlen Studium und Lehre Studienverlauf Studierendenbefragung

Campus Westend
PA-Gebäude, 3.P 25
Telefon: 069/798-12457
E-Mail: opitz@pvw.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen zum aktuellen Stand des Projektes und den Rückmeldungen von teilnehmenden Fachbereichen finden Sie im Artikel "Im Dialog zum Studienerfolg" aus dem GoetheSpektrum 2-2019.