Corona — Hinweise für Beschäftigte

Stand: 14. Mai 2020

Liebe Mitarbeitende der Goethe-Universität: Im Folgenden finden Sie Informationen zum corona-kompatiblen Arbeits- und Gesundheitsschutz, die bei neuem Sachstand selbstverständlich aktualisiert und ergänzt werden.

Arbeitsorganisation: Präsenz, mobil oder Home Office

Die Eindämmung des Virus und der Erhalt der Gesundheit der Mitarbeitenden haben Priorität. Der Einstieg in die digitale Lehre am 20.4. erfordert zugleich ein wieder gesteigertes Aktivitätsniveau auf den Campi. 

Die Goethe-Universität ermöglicht unter strikter Beachtung der RKI-Standards das Arbeiten in Uni-Gebäuden für Mitarbeitende, die zur Organisation und Durchführung auch des Lehrbetriebs notwendig sind. Dazu zählen Mitarbeitende der Technik und Verwaltung ebenso wie Forschende und ab 20. April eben auch wieder Lehrende. Forschende werden gebeten, sich vorrangig den Forschungsarbeiten oder Aufgaben zu widmen, die sie mobil oder von zuhause aus erledigen können. Für Forschungsarbeiten auf den Campi gelten gleichfalls die RKI-Standards.

Die Beschäftigten sind vor Aufnahme der Tätigkeit zu unterweisen (vgl. Dokumentationsvorlage bei Merkblättern und Dokumenten).

RKI-Vorgaben für Tätigkeiten an Bildschirm-/Büroarbeitsplätzen und in Laboratorien sind: 

  • Büro- und Auswerteräume, unabhängig von ihrer bisherigen Belegung, dürfen nur mit einer Person besetzt werden. Sofern hierzu die Kapazitäten vor Ort nicht ausreichen sollten, ist alternierendes Arbeiten – der Wechsel zwischen Büro und Homeoffice bzw. mobilem Arbeiten – sowie die abwechselnde Nutzung des Büros durch Mitarbeitende zu organisieren;
  • Laborräume dürfen entsprechend Ihrer Größe nur so belegt werden, dass ein Abstand von mindestens 2 Metern gewährleistet ist.
  • Büro-/Auswerte-und Laborräume müssen ausreichend belüftet sein bzw. regelmäßig gelüftet werden;
  • Die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Sanitäranlagen ist zu gewährleisten;
  • Es müssen die personenbezogenen Maßnahmen zum Infektionsschutz gemäß RKI-Vorgaben eingehalten werden: 
    • Händehygiene (Handwäsche mit Seife mindestens 20 Sekunden),
    • Abstand halten (mindestens 2 Meter), 
    • Husten- und Nies-Etikette (Husten und Niesen in die Armbeuge).

In den Einheiten, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich sind, müssen in Abstimmung mit den Vorgesetzten wirksame Vertretungsregelungen getroffen werden.

Besonders zu beachten ist: Für Mitarbeitende, die nach RKI-Standards zu einer Risikogruppe zählen – Erläuterungen zu den RKI-Risikogruppen finden Sie in diesem Dokument – sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Eine Risiko-Einschätzung ist sehr vielschichtig, eine eindeutige Einstufung in eine Risikogruppe daher nicht möglich. Zur individuellen Bewertung der Risikofaktoren bedarf es daher einer medizinischen Begutachtung, die in Form einer Bescheinigung/eines Attests (ausgestellt durch Facharzt/ Allgemeinmediziner/in) bestätigt wird. Diese/s ist der Personalabteilung auf Nachfrage vorzulegen. Das ärztliche Attest bescheinigt, dass Sie "eine Person mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf" entsprechend den Informationen und Hilfestellungen des RKI sind. Welche Diagnose genau vorliegt, soll nicht angegeben werden. Das Attest wird auch nicht zu den Akten genommen.

Personen, die ein erhöhtes Risiko tragen einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf zu erleiden, dürfen keinen Kontakt mit wechselndem Publikum / Kunden haben. Es ist zu prüfen, ob dies gewährleistet ist, z.B. bei Alleinarbeit in einem Einzelbüro, oder ob ein Arbeitsplatzwechsel erfolgen kann. Weiterhin ist zu prüfen, ob Telearbeit / Homeoffice oder mobiles Arbeiten in Frage kommen. Kommen die genannten Maßnahmen nicht in Betracht, sind die betroffenen Mitarbeitenden von der Arbeit freizustellen. Dies gilt ebenfalls für Mitarbeitende, die mit Pflegebedürftigen im selben Haushalt leben. Ebenfalls mobil oder im Homeoffice können nach Absprache mit ihrem Vorgesetzten Eltern arbeiten, die aufgrund der Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig organisieren können. Für die Beschäftigung von Schwangeren gelten ebenfalls besondere Regeln (PDF).

Sollte aufgrund der Betreuungsnotwendigkeit ihrer Kinder – auch unter Ausschöpfung sämtlicher Unterstützungsmöglichkeiten und Berücksichtigung flexibler Zeiteinteilung – die Ausübung ihrer Tätigkeit faktisch unmöglich sein, besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit, einzelne Mitarbeitende durch die Goethe-Universität für „systemrelevant“ zu erklären. Damit kann auf die Angebote der Notbetreuung zurückgegriffen werden. In diesen Fällen können Sie einen ausführlich begründeten Antrag unter Darlegung ihrer Betreuungssituation und der Systemrelevanz ihrer Tätigkeit an krisenstab@uni-frankfurt.de richten.

Gemäß der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sind „Büroarbeiten (…) nach Möglichkeit im Homeoffice auszuführen, insbesondere wenn Büroräume von mehreren Personen mit zu geringen Schutzabständen genutzt werden müssten.“ Die Festlegung, ob die Aufgabenerfüllung im Homeoffice oder mobil möglich ist, hat in Abstimmung mit der/dem Vorgesetzten zu erfolgen. Für die mobile Arbeit bzw. Arbeit im Homeoffice gilt die tägliche Sollarbeitszeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sofern die RKI-Standards eingehalten werden, im Büro vor Ort tätig zu sein. Sollte eine Beschäftigung weder vor Ort unter Einhaltung der RKI-Standards noch im Homeoffice oder mobil möglich sein, so sind die Kolleginnen und Kollegen bis auf weiteres bezahlt freizustellen.

Bereits genehmigter Urlaub ist wie geplant anzutreten – auch im Sinne von Solidarität unter den Mitarbeitenden hinsichtlich der Verteilung von Arbeit und Freizeit. Ein Anspruch auf Stornierung existiert nicht. In Ausnahmefällen kann eine übereinstimmende Vereinbarung zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten getroffen werden, die einen anderen Urlaubszeitraum vorsieht, wenn die jeweilige Arbeitsleistung während des ursprünglich geplanten Urlaubszeitraums dringend benötigt wird.

Mund-Nasen-Bedeckungen (Community-Masken)

Immer mehr Bundesländer und Städte – darunter auch Hessen und Frankfurt – schreiben das Tragen von Mundschutz in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr vor. Das Sozialministerium des Landes Hessen stellt auf Basis der RKI-Standards fest, „dass das Tragen sogenannter (nicht-medizinischer) Alltagsmasken oder Community-Masken in öffentlichen Räumen, in denen der Mindestabstand regelhaft nicht gewährleistet werden kann, das Risiko von Infektionen reduzieren kann.“ 

Generell sind alle Arbeiten/ Tätigkeiten an der Goethe-Universität nur unter strikter Einhaltung der RKI-Vorgaben und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durchzuführen (siehe Arbeitsorganisation). Ein zeitlich begrenztes Abweichen von den RKI-Vorgaben (Abstandsregel) ist nur aus zwingend dienstlich erforderlichen Gründen gestattet. Hierzu ist vor Aufnahme/Durchführung der Tätigkeit eine Gefährdungsbeurteilung durch die Vorgesetzten unter Beteiligung des Referates Arbeitsschutz notwendig. Eine generelle Pflicht zum Tragen von Masken besteht nicht. Es ist keine zentrale Anschaffung oder Ausgabe von Masken durch die Goethe-Universität vorgesehen oder geplant. 

Weitere Informationen (PDF).

Virtuelle Lehre: Zugang zu Zoom-Lizenzen für Lehrende und Uni-Beschäftigte

Zur Unterstützung der virtuellen Lehre im Sommersemester 2020 hat die Goethe-Universität einen Lizenzvertrag mit dem Anbieter zoom abgeschlossen, der es Lehrenden und Mitarbeitenden der Goethe-Universität erlaubt, den Service mit ihrem persönlichen HRZ-Account zu nutzen. Da Zoom ausschließlich für die Lehre eingesetzt werden soll, bitten wir Nutzerinnen und Nutzer darum, den Bedarf darauf zu fokussieren und für andere Anwendungszwecke (wie z.B. Gremienarbeit) auf andere Dienste, insbesondere Vidyo, auszuweichen. Weitere Informationen finden Sie unter https://zoom.uni-frankfurt.de sowie hier https://lehre-sose2020.uni-frankfurt.de/

Gremienarbeit / Arbeitstreffen

Auch die zentralen Gremien der Goethe-Universität (Präsidium, Senat, Hochschulrat, Stiftungskuratorium etc.) arbeiten zur Zeit grundsätzlich im digitalen Modus, um Infektionsgelegenheiten zu vermeiden.

Dienstreisen

Dienstreisen sind nur in Ausnahmefällen (z.B. drohende schwerwiegende Beeinträchtigung eines wissenschaftlichen Projekterfolgs, Wegfall von Forschungsmitteln, vom Forschungsgegenstand her sich zwingend ergebende Zeitfenster oder notwendige Präsenz vor Ort) möglich. Zur Genehmigung durch die zuständigen Vorgesetzten und Dekanate ist es notwendig, vorab die Einhaltung der RKI-Standards und BMAS-Vorgaben zu prüfen. Regionale Reisebeschränkungen und Quarantäneregeln sind ebenfalls zu beachten. Dem Dienstreiseantrag ist die ausgefüllte Checkliste beizufügen.

Häusliche Quarantäne

Von allen Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, ist unter Information des/der Vorgesetzten eine 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten. Sollten Sie Symptome bei sich oder Familienmitgliedern bemerken, kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt. Diese Quarantäne-Pflicht gilt analog auch für Studierende.

Mitarbeitende, für die eine behördliche Quarantäne angeordnet wurde oder für die ein berufliches Tätigkeitsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz besteht, werden gebeten, dies und den Zeitraum unter krisenstab@uni-frankfurt.de zu melden.

Gebäude: Sicher arbeiten vor Ort

Die Universitätsgebäude an den Standorten Westend, Bockenheim, Riedberg sowie Ginnheim sind weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen, können jedoch von Universitätsangehörigen unter strikter Einhaltung der RKI-Standards genutzt werden. Das gilt für alle Gebäude, in denen für die Organisation der Lehre, Forschung und Verwaltung unabdingbare Arbeiten durchgeführt werden. Diese können über Kartenschließung oder die mit Personal besetzten Pforten an den Haupteingängen geöffnet, bzw. betreten werden. Der Zugang wird jeweils standortspezifisch geregelt (z.B. über Schließrechte oder Listen an den Pforten).

Bibliotheken und PC-Pools

Seit dem 28. April können Mitarbeitende und Studierende der Goethe-Universität wieder vor Ort Medien entleihen und zurückgeben, ab dem 7. Mai startet probeweise zusätzlich der Ausleihbetrieb für Externe in der Zentralbibliothek auf dem Campus Bockenheim. Die anderen Standorte der UB bleiben für Externe weiterhin geschlossen. In den Gebäuden gilt Maskenpflicht, d.h. ein Zutritt ist generell nur mit Mund-Nasen-Bedeckung möglich. 

Die Bibliothek kann derzeit leider weiterhin nicht als Lernort genutzt werden. An allen Standorten außer der Zentralbibliothek wird der Zugang anhand der GoetheCard durch den Sicherheitsdienst kontrolliert. Die Personenzahl, die sich gleichzeitig in den Räumen aufhalten kann, ist an allen Standorten beschränkt. Für den Zutritt zum Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften muss vorher über ein Ticketsystem eine Eintrittskarte gebucht werden, die bei der Zugangskontrolle im IG-Farbenhaus vorgezeigt werden muss. Alle derzeit verfügbaren Services können im Detail auch dem Service-Monitor der Bibliothek entnommen werden: www.ub.uni-frankfurt.de/corona/monitor.html 

Einzelne Bereiche in der Zentralbibliothek in Bockenheim sollen künftig wieder eingeschränkt als Lernort genutzt werden können. Derzeit wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen ein Nutzungskonzept mit einer begrenzten Anzahl von Plätzen RKI-kompatibel umgesetzt werden kann. Die Arbeitsplätze sollen primär für Studierende zur Verfügung stehen, die Abschlussarbeiten und Hausarbeiten anfertigen und werden über ein Online-Buchungssystem reservierbar sein.

Der Campus-Bücherlieferdienst (für die Lehrenden der Goethe-Universität) www.ub.uni-frankfurt.de/corona/buch.html und der Scandienst für Aufsätze (für Mitarbeitende und Studierende der Goethe-Universität) www.ub.uni-frankfurt.de/corona/aufsatz.html stehen weiterhin zur Verfügung. Möglichkeiten eines limitierten Zugangs zu bestimmten PC-Pools unter RKI-Standards werden derzeit geprüft.

Mensen

Die Mensen sind geschlossen. Das Café „Sturm & Drang“ bietet seit dem 14. April von montags bis freitags in der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr sowie samstags zwischen 11 und 17 Uhr wieder Snacks und auch eine kleine Auswahl warmer Speisen im To Go-Bereich an. Die Öffnungszeiten werden ggf. an die Nachfrage angepasst und können stets auf der Website www.cafe-sturm-und-drang.de eingesehen werden.

Veranstaltungen

An der Goethe-Universität finden vorerst bis Ende September 2020 keine externen oder internen Präsenzveranstaltungen ohne Lehr- und Prüfungsbezug statt. Für Prüfungen und Praktika gelten teilweise abweichende Regelungen, die Sie unter den folgenden Links finden: Prüfungen | Lehrveranstaltungen.

Fragen zu dienstlichen Belangen

Bei dringenden weitergehenden Fragen zu dienstlichen Belangen schreiben Sie bitte an krisenstab@uni-frankfurt.de. Bitte geben Sie dabei den vollständigen Absender und eine Rufnummer für Rückfragen an.

Fragen zum Arbeitsschutz

Die Referate Arbeitsschutz und Biologische Sicherheit der Goethe-Universität erreichen Sie unter der Telefonnummer 069/798-23688.

Bürgertelefon Land Hessen

Zu aktuellen Fragen in Hinblick auf das Coronavirus hat das Land Hessen ein Bürgertelefon eingerichtet, Tel.: 0800/555-4666, montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr.