Verleihung des akademischen Titels „Außerplanmäßige/r Professorin/Professor“

Voraussetzungen:

  • Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler, die sich sechs Jahre nach der Promotion in Forschung und Lehre bewährt haben und zusätzliche wissenschaftliche Leistungen im Sinne des § 62 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 erbracht haben (§ 26 HHG).
  • Die Bewährung setzt ein kontinuierliches universitätsnahes Engagement in Forschung und Lehre voraus. Auf die 6-Jahresfrist kann auch eine entsprechende Tätigkeit an anderen wissenschaftlichen Einrichtungen angerechnet werden.
  • Promotionen und Habilitationen der Kandidatinnen bzw. Kandidaten können an einem auswärtigen Fachbereich bzw. Hochschule erfolgt sein.

Unterlagen:

  • Formloser Antrag der Dekanin/des Dekans mit Begründung des Vorschlages im Original
  • Aktuelles Verzeichnis wissenschaftlicher Publikationen
  • Aktuelle und kontinuierliche Liste der Lehrveranstaltungen
  • Lehrveranstaltungsevaluationen
  • Bericht über sonstige universitäre Beiträge (z.B. Betreuung von Abschlussarbeiten)
  • mindestens zwei Gutachten auswärtiger Professorinnen bzw. Professoren. Die Gutachterinnen bzw. Gutachter werden vom Fachbereich ausgewählt. Die Einholung von Gutachten kann entfallen, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits in einem anderen Bundesland den Titel innehaben. Hinweis: Gutachten von Betreuerinnen bzw. Betreuern der Promotion oder der Habilitation werden nicht akzeptiert. 
  • Zeugnisse (Abschlusszeugnis, Promotionsurkunde, ggf. Habilitationsurkunde, etc.)
  • Beschluss des Fachbereichsrates

Verfahren und Fristen:

  1. Bitte übersenden Sie den an den/die Präsident/in gerichteten Antrag spätestens sechs Wochen vor der Senatssitzung, in der der Antrag beschieden werden soll an das Gremienreferat (senat@uni-frankfurt.de). Der Vorschlag bedarf der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder und der Mehrheit der Professorinnen und Professoren des Fachbereichsrates.
  2. Zur Prüfung des Vorschlages bestimmt der/die Präsident/in eine Berichterstatterin bzw. einen Berichterstatter, die bzw. der eine Empfehlung zu diesem Vorschlag an den Senat gibt. Ist die Empfehlung positiv, wird der Antrag allen Senatsmitgliedern zur Stellungnahme vorgelegt (§ 36 Abs. 2 Nr. 10 HHG).
  3. Dem Senat werden mit dem Vorschlag und der Stellungnahme zudem ein aktuelles Publikationsverzeichnis, Nachweise über erbrachte Lehrtätigkeiten, ein CV sowie die Begründung des Vorschlages vorgelegt. Nach positiver Stellungnahme des Senats erfolgt die Ausstellung der Urkunde durch den/die Präsident/in.
  4. Die ausgefertigte Urkunde wird dem Dekanat des jeweiligen Fachbereichs übersandt. Die Übergabe der Urkunde erfolgt i.d.R. durch die Dekanin bzw. den Dekan des Fachbereichs.


Rechte und Pflichten:

  • Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren sind Angehörige (§ 32 Abs. 6 HHG), aber keine Mitglieder der Universität, sofern sie nicht Mitglieder sind (§ 32 Abs. 2 HHG).
  • Personen, die bereits das 65. Lebensjahr vollendet haben, können nicht für die Verleihung des Titels „Außerplanmäßige Professorin bzw. Außerplanmäßiger Professor“ vorgeschlagen werden, da sie nicht mehr zur Lehre verpflichtet werden können.
  • „Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren“ sind zur universitären Lehre von mindestens 2 SWS verpflichtet; Betreuung von Bachelor-, Master-, Diplom- und Magisterarbeiten eingeschlossen. Die Dekaninnen und Dekane sind angehalten, die Lehrverpflichtung zu überprüfen. Es bedarf für diese „Titel-Lehre“ keines gesonderten Lehrauftrages.
  • Es liegt in der Kompetenz des Fachbereichs, „Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren“ auf Grundlage ihrer Lehrverpflichtungen eine Prüfungsberechtigung zu erteilen.
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem akademischen Titel „Außerplanmäßige/r Professorin/Professor“ nehmen ihre Dienstpflichten im Sinne wissenschaftlicher Dienstleistungen bzw. als selbstständige Erfüllung von Aufgaben in Wissenschaft, Forschung und Lehre entsprechend der Ausgestaltung ihres Dienstverhältnisses wahr.

Verlust der Titelführung:

  • Wenn in zwei aufeinanderfolgenden Semestern
  1. ohne Zustimmung der Dekanin bzw. des Dekans oder
  2. ohne wichtigen Grund

keine Lehrtätigkeit ausgeübt wird (§ 26 S. 2. i.V.m. § 25 Abs. 2 S. 4 HHG).  Die Dekanin/der Dekan informiert den/die Präsident/in über den Verlust des Titels.

  • wenn der Titel durch Täuschung erworben wurde (27 HHG).
  • wenn nach der Verleihung des Titels alte oder neue Tatsachen bekannt werden, die seine Verleihung ausgeschlossen hätten (§ 27 HHG).
  • wenn ein Verstoß gegen die „Grundsätze der Johann Wolfgang Goethe-Universität zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ nachgewiesen werden kann. 
  • wenn Verhaltensweisen erkennbar sind, die bei Beamtinnen und Beamten zur Entfernung aus dem Dienst führen würden.
  • wenn die Berufung zur Universitätsprofessorin oder zum Universitätsprofessor erfolgt.