Verleihung des akademischen Titels „Honorarprofessorin bzw. -professor“

Voraussetzungen:

  • Personen, die besondere Leistung bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in der Berufspraxis bzw. besondere künstlerische Leistungen erbracht haben. Wissenschaftliche Leistungen im engeren Sinne werden nicht vorausgesetzt.
  • Nachweis der Nähe zur universitären Forschung und Lehre durch regelmäßige Lehrtätigkeit. Eine Bewährungszeit von sechs Jahren nach der Promotion ist nicht erforderlich.
  • Umfang und Art des wissenschaftlichen Publikationsverzeichnisses sollen Auskunft über wissenschaftspolitische, wissenschaftsorganisatorische und anwendungsbezogene Leistungen.

Unterlagen:

  • Formloser Antrag der Dekanin bzw. des Dekans mit Begründung des Vorschlages im Original
  • Aktuelles Verzeichnis wissenschaftlicher Publikationen
  • Bei der Verleihung des akademischen Titels für eine künstlerische Leistung sind ein Verzeichnis der in den Museen befindlichen Werke der bildenden Kunst und der öffentlichen Konzerte, Kritiken aus Fachzeitschriften oder anerkannten überregionalen Zeitungen, Angaben zu verliehenen Kunstpreisen oder Gewinne von anderen Wettbewerben oder vergleichbaren Unterlagen vorzulegen.
  • Aktuelle Liste der Lehrveranstaltungen
  • Lehrveranstaltungsevaluationen
  • mindestens zwei Gutachten: auswärtige Gutachten sollen über die wissenschaftspolitischen, -organisatorischen und anwendungsbezogenen Leistungen Auskunft geben. Die Gutachterinnen bzw. Gutachter werden vom Fachbereich ausgewählt. Bei den Gutachterinnen und Gutachtern kann es sich um herausragende Persönlichkeiten aus der Praxis handeln, die selbst keine Professur innehaben. Hinweis: Gutachten von Betreuerinnen bzw. Betreuern der Promotion oder der Habilitation werden nicht akzeptiert.
  • Zeugnisse (Abschlusszeugnis, Promotionsurkunde, etc.)
  • Beschluss des Fachbereichsrates

Verfahren und Fristen:

  1. Bitte übersenden Sie den an den/die Präsident/in gerichteten Antrag spätestens sechs Wochen vor der Senatssitzung, in der der Antrag beschieden werden soll an das Gremienreferat (senat@uni-frankfurt.de). Der Vorschlag bedarf der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder und der Mehrheit der Professorinnen und Professoren des Fachbereichsrates.
  2. Zur Prüfung des Vorschlages bestimmt der/die Präsident/in eine Berichterstatterin bzw. einen Berichterstatter, die bzw. der eine Empfehlung zu diesem Vorschlag an den Senat gibt. Ist die Empfehlung positiv, wird der Antrag allen Senatsmitgliedern zur Stellungnahme vorgelegt (§ 36 Abs. 2 Nr. 10 HHG).
  3. Dem Senat werden mit dem Vorschlag und der Stellungnahme, der Antrag der Dekanin bzw. des Dekans mit Begründung des Vorschlages, ein aktuelles Publikationsverzeichnis, Nachweise über erbrachte Lehrtätigkeiten sowie Lehrveranstaltungsevaluationen, ein CV sowie bei der Verleihung des akademischen Titels für eine künstlerische Leistung ein Verzeichnis der in den Museen befindlichen Werke der bildenden Kunst und der öffentlichen Konzerte, Kritiken aus Fachzeitschriften oder anerkannten überregionalen Zeitungen, Angaben zu verliehenen Kunstpreisen oder Gewinne von anderen Wettbewerben oder vergleichbaren Unterlagen vorgelegt. Nach positiver Stellungnahme des Senats erfolgt die Ausstellung der Urkunde durch den/die Präsident/in.
  4. Die ausgefertigte Urkunde wird dem Dekanat des jeweiligen Fachbereichs übersandt. Die Übergabe der Urkunde erfolgt i.d.R. durch die Dekanin bzw. den Dekan des Fachbereichs.

 

Rechte und Pflichten:

  • Honorarprofessorinnen und -professoren sind Angehörige (§ 32 Abs. 6 HHG), aber keine Mitglieder der Universität, sofern sie nicht Mitglieder sind (§ 32 Abs. 2 HHG).
  • Personen, die bereits das 65. Lebensjahr vollendet haben, können in Ausnahmefällen für die Verleihung des Titels „Honorarprofessorin und -professor“ vorgeschlagen werden. Sie müssen in diesem Fall glaubhaft darlegen, dass sie auch über das 65. Lebensjahr hinaus ihren Lehrverpflichtungen nachkommen und sich darüber hinaus für mindestens 3 Semester schriftlich zur Lehre verpflichten.
  • „Honorarprofessorinnen und -professoren“ sind zur universitären Lehre von mindestens 2 SWS verpflichtet; Betreuung von Bachelor-, Master-, Diplom- und Magisterarbeiten eingeschlossen. Die Dekaninnen und Dekane sind angehalten, die Lehrverpflichtung zu überprüfen. Es bedarf für diese „Titel-Lehre“ keines gesonderten Lehrauftrages.
  • Es liegt in der Kompetenz des Fachbereichs, „Honorarprofessorinnen und -professoren“ auf Grundlage ihrer Lehrverpflichtungen eine Prüfungsberechtigung zu erteilen.

Verlust der Titelführung:

  • Wenn in zwei aufeinanderfolgenden Semestern
  1. ohne Zustimmung der Dekanin bzw. des Dekans oder
  2. ohne wichtigen Grund

keine Lehrtätigkeit ausgeübt wird (§ 26 S. 2. i.V.m. § 25 Abs. 2 S. 4 HHG).  Die Dekanin/der Dekan informiert den/die Präsident/in über den Verlust des Titels.

  • wenn der Titel durch Täuschung erworben wurde (27 HHG).
  • wenn nach der Verleihung des Titels alte oder neue Tatsachen bekannt werden, die seine Verleihung ausgeschlossen hätten (§ 27 HHG).
  • wenn ein Verstoß gegen die „Grundsätze der Johann Wolfgang Goethe-Universität zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ nachgewiesen werden kann. 
  • wenn Verhaltensweisen erkennbar sind, die bei Beamtinnen und Beamten zur Entfernung aus dem Dienst führen würden.
  • wenn die Berufung zur Universitätsprofessorin oder zum Universitätsprofessor erfolgt.