Informationen zum Thema geschlechtliche Vielfalt

Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (Oktober 2017) und der Änderung des Personenstandsgesetzes (Dezember 2018) bestehen vier Optionen zur Erfassung des Geschlechts: männlich, weiblich, divers, keine Eintragung. Die Anerkennung eines dritten, positiven Geschlechtseintrags hört mit der Ausstellung der Geburtsurkunde natürlich nicht auf. An der Goethe-Universität ist das Gleichstellungsbüro mit verschiedenen Verwaltungsabteilungen und Fachbereichen zur Option dritter positiver Geschlechtseintrag im Austausch.
Im Blickpunkt stehen einerseits administrative und bauliche Anpassungen, gleichzeitig aber auch eine Sensibilisierung für den diskriminierungsfreien Umgang miteinander. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über den diesbezüglichen Stand, die Prozesse und die Zielsetzungen an der Goethe-Universität.
Für Anregungen und Hinweise für weitere Verbesserungen sind wir jederzeit sehr dankbar.


Geschlechterinklusive und diversitätssensible Sprache

Sprache ist das wichtigste Instrument von Teilhabe, insbesondere an einer Hochschule. Ob geschrieben oder gesprochen, über Sprache stehen wir miteinander in Verbindung, auf institutioneller, fachlicher und zwischenmenschlicher Ebene. Über Aspekte der Sprache entscheiden sich auch Fragen von Zugehörigkeit und Partizipation – und im Umkehrschluss der Ausgrenzung.
Die Goethe-Universität empfiehlt einen geschlechterinklusiven Sprachgebrauch, der alle Angehörigen in ihrer Vielfalt adressiert und Diskriminierungen abbaut.

Mehr Informationen zur aktuellen Umsetzung und Empfehlungen für einen inklusiven Sprachgebrauch finden Sie auf dieser Seite.


Namensänderung

IST-Stand
Derzeit können Studierende eine sogenannte vorzeitige interne Namensänderung an der Goethe-Universität beim Studierendensekretariat veranlassen, wenn sie einen DGTI-Ergänzungsausweis sowie eine amtliche Bescheinigung vorlegen können. Die amtliche Bescheinigung kann vom Standesamt oder dem Amtsgericht ausgestellt worden sein und soll aussagen, dass der Prozess einer amtlichen Namensänderung eröffnet wurde.
Für Mitarbeiter*innen der Goethe-Universität wurde noch kein Verfahren definiert.

PROZESS
Wir suchen nach einer Möglichkeit, dass alle Angehörigen der Goethe-Universität eine selbstbestimmte Namensänderung vornehmen können, ohne dass Nachweise amtlicher Stellen nötig sind und das Verfahren für alle Seiten juristisch sicher ist.

ZIEL
Wir möchten für alle Angehörigen der Goethe-Universität ein Verfahren etablieren, dass an geschlechtlicher Selbstbestimmung orientiert und frei von administrativen Hürden ist.


Identitätsmanagement

IST-Stand
Sowohl bei der Online-Bewerbung als auch bei der Studierendenverwaltung an der Goethe Universität sind mittlerweile 4 Geschlechtseinträge möglich sind. Neben den Angaben männlich und weiblich gibt es noch divers und unbestimmt.
Die Datenerhebung von Mitarbeitenden soll die Optionen ‚divers‘ oder ‚keine Angabe‘ berücksichtigen; dies ist noch nicht umfassend umgesetzt.
Die Anredeoptionen in Anschreiben und einige Formulare bedürfen noch einer Anpassung.

PROZESS
Die entsprechend notwendigen Überarbeitungen von Software und Formularen u. ä. wird derzeit von dem Gleichstellungsbüro in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachabteilungen vorbereitet.

ZIEL
Wir möchten, dass die Daten aller Angehörigen der Goethe-Universität in diskriminierungsfreier Form erfasst und verarbeitet werden. Formulare, Verträge, Anschreiben und Teilnahmelisten der Lehrveranstaltungen wie auch das LSF und HISonline sollen geschlechterinklusiv und diversitätssensibel gestaltet werden.


All-Gender-Welcome-Toiletten

IST-Stand
An der Goethe-Universität gibt es derzeit einzelne all-gender-welcome-Toiletten in verschiedenen Gebäuden:

Campus Westend:

  • IG-Farben-Gebäude, 7.OG Q2 und Q3Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften
  • PEG, 2. OG neben dem selbstverwalteten Frauen*raum (2.G215)
  • IKB-Gebäude (neben U-Bahnstation Holzhausenstraße), 1.OG, Gleichstellungsbüro

Bockenheim:

  • Studierendenhaus, Mertonstraße 26-28, 1.OG
  • Fabrikgebäude Sophienstr. 1-3, 2. und 3.OG, Kunstpädagogisches Institut

Niederrad:

  • Theodor-Stern-Kai 7, Haus 18 A, Komm Café im Studierendengebäude der Medizin

PROZESS
Die Einrichtung von weiteren all-gender-welcome-Toiletten an der Goethe-Universität ist derzeit im Prozess und soll in absehbarer Zeit umgesetzt werden.

ZIEL
Ziel ist es, dass an allen Campus der Goethe-Universität all-gender-welcome-Toiletten öffentlich bekannt und möglichst einfach erreichbar aufzufinden sind.