Marathon-Projekt 2021

Auf Stimmenfang: Halbzeit im Marathon-Projekt

Seit Januar nehmen 25 Läuferinnen und Läufer am „Marathon Projekt 2021 - Mein erster Marathon“ des Zentrum für Hochschulsport teil. Ziel des Kurses ist es, nach 42 Wochen gemeinsamen Trainierens die Distanz von 42 km beim Frankfurt Marathon zu absolvieren oder alternativ gemeinsam an der Staffel teilzunehmen.

Aktuell treffen sich die Teilnehmenden des Marathonprojekts einmal pro Woche online mit Übungsleiterin Eileen, um ein gemeinsames Stabilisations-, Koordinations-, und Kräftigungsprogramm zu absolvieren. In bis zu drei Laufeinheiten pro Woche wird zusätzlich individuell trainiert.

Jetzt ist „Halbzeit“ und wir haben bei Franziska, Maike und Marvin nachgehört, wie es ihnen ergeht und was sie aus dem Projekt bis jetzt mitgenommen haben.

Warum hast du dich entschieden, am Marathon-Projekt teilzunehmen?

Franziska: Ich habe mich bei dem Projekt angemeldet, weil ich herausfinden möchte, ob ich es schaffe einen Marathon zu laufen. Außerdem weiß ich von mir selbst, dass ich alleine nicht die nötige Motivation und das Durchhaltevermögen haben würde. Das Trainieren in der Gruppe schien mir deshalb sinnvoll.

Maike: Gerade im Winter hatte ich immer weniger Motivation meinen Trainingsplan einzuhalten. Ich wollte eigentlich auf einen Halb-Marathon im Frühjahr trainieren, aber konnte die Distanz nicht mehr erhöhen, weil ich einfach wenig Spaß am Laufen bei grauem Wetter und Regen/Schnee hatte. Als ich das Projekt gesehen habe, dachte ich, das wäre die perfekte Motivation, jetzt doch weiter zu machen. Und es hat geklappt.

Marvin: Um mal wieder ein läuferisches Ziel vor Augen zu haben.

Was hat sich seit dem Start des Marathon-Projekts im Januar bei dir verändert, sowohl im Training als auch privat?

Franziska: Der Trainingsplan hilft mir dabei meinen Tag zu strukturieren, auch wenn ich mich nicht immer ganz daranhalte. Aber ich habe schon bemerkt, dass sich meine Ausdauer sehr verbessert hat. Außerdem fühle ich mich, durch die regelmäßigen Stabilisations- und Koordinationsübungen sehr viel kräftiger.

Maike: Seit Beginn des Trainings fällt es mir immer leichter, laufen zu gehen- auch bei schlechtem Wetter und auch für lange Strecken. Vor allem aber habe ich einen viel bewussteren Umgang mit meinem Training und Körper gelernt. Das liegt besonders am Dienstags-Stabilisationstraining mit Eileen und den Tipps von ihr und den anderen Teilnehmer*innen. Gerade während des Lockdowns und der Homeoffice-Uni hat mir das Training nach Trainingsplan zusätzlich eine Struktur für die Woche gegeben

Marvin: Die wöchentliche Kilometerzahl.

Wie motivierst du dich, den Trainingsplan durchzuziehen?

Franziska: Die Tatsache, dass ich mich nach dem Training besser als vor dem Training fühle, hilft mir dabei, mich regelmäßig aufzuraffen, meine Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen. 

Maike: Ehrlich gesagt, vor allem damit, dass ich am nächsten Dienstag wieder gefragt werde, wie meine Trainingswoche lief. Und damit, dass die anderen ja auch durchhalten. Für mich sind wir dann ein kleines Team, obwohl wir natürlich alle einzeln laufen.

Marvin: Verabredungen sind der beste Weg sich zu motivieren

Worauf bist du aktuell am meisten stolz?

Franziska: Ich bin stolz darauf, dass ich noch nicht aufgegeben habe, habe es aber auch nicht vor.

Maike: Bis jetzt durchgehalten zu haben.

Marvin: 36km in 2:29h vorletzte Woche

Was wünscht du dir für die zweite Halbzeit des Projektes?

Franziska: Ich würde mir wünschen den Marathon zu schaffen. Dazu gehört allerdings auch eine weiterhin verletzungsfreie Vorbereitungszeit für mich, aber auch für alle anderen Teilnehmenden. Außerdem hoffe ich sehr, dass der Marathon überhaupt stattfinden kann

Maike: Ich fände es schön, wenn wir alle den Marathon schaffen würden. Aber man muss natürlich auch auf seinen Körper hören, das habe ich gelernt.

Marvin: Etwas mehr Abwechslung. Der Trainingsplan ist über Monate hinweg jede Woche gleich, bis auf länger werdende Distanzen/Zeiten. Bei neuen Herausforderungen ist die Motivation größer und hinterher fühlt man sich besser, weil man etwas mehr über die Comfort Zone hinausgegangen ist.

Vielen Dank für die Einblicke in Euer Training und allen Läuferinnen und Läufern weiterhin viel Erfolg und Spaß bei ihrem persönlichen Marathon-Projekt!

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Mein erster Marathon - alleine oder in der Staffel

Unter dem Motto "Wie langsam du auch läufst - du schlägst alle, die zu Hause bleiben!" bietet das Zentrum für Hochschulsport (ZfH) von Januar bis Oktober 2021 einen neuen Kurs mit dem Namen „Marathon Projekt 2021 - Mein erster Marathon an. Ziel des Kurses ist es, nach 42 Wochen gemeinsamen Trainierens die Distanz von 42 km beim Frankfurt Marathon zu absolvieren oder alternativ gemeinsam an der Staffel teilzunehmen.

Kursleiterin Eileen Brüggler lässt uns in einem Interview an ihrer Leidenschaft fürs Laufen teilhaben und erklärt uns die Ziele und Voraussetzungen des Marathon-Projekts 2021.

Eileen, du leitest ab Januar 2021 das Marathonprojekt des Zentrum für Hochschulsport (ZfH) der Goethe-Universität. Welchen sportlichen Hintergrund hast du und was ist dein Ziel für das Projekt?

Schon seit meiner frühen Kindheit habe ich viel Sport getrieben. Jahrelang bin ich im Hochleistungsbereich des Skilanglaufs Wettkämpfe gelaufen und konnte dadurch meine große Leidenschaft zum Langstreckenlauf entdecken. Mein Ziel ist es, die Teilnehmenden meines Kurses fürs Laufen zu motivieren, meine Liebe zu diesem Sport weiterzugeben und natürlich jeden für den Marathon oder die Staffel fit zu machen.

Wer kann alles am Marathonprojekt teilnehmen, welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Teilnehmen kann jeder, der Spaß am Laufen hat und gerne eine Challenge eingehen will. Wenn du mehrere Kilometer am Stück laufen kannst, körperlich fit bist und den Ehrgeiz hast, zusätzlich zum Training eigeständig zu trainieren, dann ist diese Herausforderung perfekt für dich.

Coronabedingt ist dieses Jahr ja vieles nicht so möglich, wie sonst. Auch große Veranstaltungen wurden abgesagt. Gibt es eine Alternative oder einen Plan B, wenn ein gemeinsames Trainieren vor Ort nicht möglich ist oder die Zielveranstaltung, der Marathon in Frankfurt, im nächsten Jahr ausfällt?

Auch wenn es natürlich leider möglich ist, dass der Frankfurt Marathon 2021 ins Wasser fällt, lassen wir uns das Ziel, einen Marathon zu laufen, nicht nehmen! Geplant ist in diesem Fall entweder unser eigenes Marathonevent zu starten oder auf ein anderes öffentliches Marathon- oder Halbmarathonevent auszuweichen. Sollten die Trainingsmöglichkeiten im Vorfeld nur eingeschränkt möglich sein, werden wir auch hier eine andere Form der Trainingsbegleitung finden. Mitmachen lohnt sich also in jedem Fall!