Neues Verfahren zum Nachteilsausgleich im Studium und bei Prüfungen

Vom Nachteilsausgleich zum individuellen Unterstützungsplan – Das Projekt ‚Eine Hochschule für alle‘

Das Projekt „Eine Hochschule für alle“ strebt ein neues Verfahren für die Beantragung von Nachteilsausgleichen an. Im Folgenden wollen wir Sie über die Hintergründe, die wichtigsten Ziele und den aktuellen Stand des Projektes informieren.

Statistische Hintergründe zum Projekt

Laut einer Erhebung des Deutschen Studentenwerkes von 2018 haben ca. 11 % der Studierenden eine gesundheitliche
Beeinträchtigung/ Behinderung, die sich auf das Studium auswirkt. Die meisten dieser Behinderungen sind nicht sichtbar, oft sind es chronische Erkrankungen oder psychische Beeinträchtigungen. Nur der kleinste Teil der Beeinträchtigungen sind sichtbare motorische oder Sinnesbeeinträchtigungen. 

Ziele des Projekts

Ziel des Projektes ist es, ein neues Verfahren für die Beantragung von Nachteilsausgleichen zu etablieren.  

Zu diesem Zweck schließen sich folgende Personen zu einem ersten Gespräch zusammen: 

  • die/ der Prüfungsausschussvorsitzende, 
  • ein/e Berater*in zum Thema „Studium mit Beeinträchtigung“ sowie 
  • die/ der betroffene Studierende. In diesem Gespräch werden die notwendigen Nachteilsausgleiche sowie andere Unterstützungsmaßnahmen durch die Universität besprochen. 

Alle Nachteilsausgleiche und andere Unterstützungsleistungen werden nach Absprache mit den zuständigen Einrichtungen zu Beginn des Studiums in einem individuellen Unterstützungsplan festgeschrieben. Dieser Plan wird der/ dem Studierenden in einem zweiten Gespräch übergeben. 

Die/ der Studierende hat damit Gewissheit, welche Unterstützungsleistungen langfristig gewährt werden, für die Prüfungsämter und Dozent*innen bedeutet dieses Vorgehen eine zeitliche und personelle Arbeitsentlastung. 

Bei positiver Evaluierung wird das neue Verfahren in die Rahmenordnung integriert. 

Zielgruppe des Projektes sind besonders Studierende mit langfristigen Erkrankungen/ Beeinträchtigungen. Für die anderen (gesundheitlich beeinträchtigten) Studierenden bleibt das bisherige Verfahren weiterhin bestehen. 

Zum bisherigen Vorgehen

Getestet wird das neue Verfahren derzeit an den Fachbereichen: 

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Erziehungswissenschaften und
  • Physik. 

Im Herbst 2020 wurde eine (ZIMT-)Mail an alle Studierenden der Pilotfachbereiche versendet, um sie über das Projekt zu informieren. Ab den folgenden Semestern sollen immer die Erstsemester über das Projekt informiert werden. Die ersten Gespräche finden derzeit statt.

Zentrale Dokumente und weiterführende Literatur

  • Im Rahmen der Gespräche wird der „Individuelle Unterstützungsplan“ entwickelt. Die aktuelle Version eines Musters zum Unterstützungsplan können Sie direkt auf diesem Portal einsehen.
  • Im Rahmen des Projektes findet im Frühjahr 2021 eine Vortragsreihe zu verschiedenen Schwerpunktthemen statt, die sich rund um das Thema „Studieren mit Beeinträchtigung“ drehen. Aktuelle Ankündigungen dazu finden Sie auch auf der Startseite dieses Portals.  Einige Präsentationen der Vorträge aus dieser Reihe stehen nachfolgend zum Herunterladen bereit. 
     mit Blick auf den Nachteilsausgleich
  • Sie sind interessiert an weiterer Literatur? Konsultieren Sie unsere Literaturhinweise.
    Die Liste wird erstellt. Anfragen gerne an Projektkoordinatorin Christina Rahn.


Wenn Sie Fragen zum Projekt haben, nehmen Sie bitte gerne Kontakt mit der Projektkoordinatorin Christina Rahn (rahn@em.uni-frankfurt) auf. Kontaktdetails finden Sie auch in der Randspalte.

gültig von: '22.04.21 - 10:00' bis: '27.04.21 - 14:00'

Kontakt

Ansprechpartnerinnen

Beratung für Studierende mit Einschränkungen
Advice and Support for Students with Health Issues

Fr. Kirsten Brandenburg und 
Fr. Christina Rahn
E-Mail: barrierefrei@uni-frankfurt.de

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Gebäude PEG
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60323 Frankfurt am Main