Liebe Studierende der Goethe Universität,

Sie starten in diesem Semester Ihr Studium an der Goethe-Universität. Hierbei wünschen wir Ihnen viel Erfolg.

Wir möchten Sie hier über das Projekt „Eine Hochschule für alle“ informieren, das sich an Studierende mit Beeinträchtigungen/ Behinderungen aller Art richtet. Mit diesem Projekt möchten wir Sie in Ihrem Studium und in Ihrem Studienalltag unterstützen und begleiten.

Das Projekt „Eine Hochschule für alle“

Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 2018 hatten 11% der Studierenden eine Erkrankung/Beeinträchtigung oder Behinderung, die sich erschwerend auf das Studium auswirkt.  Der größte Teil dieser Beeinträchtigungen ist nicht sichtbar.

Der „Nachteilsausgleich“ ist nach dem Hessischen Hochschulgesetz§ 20 (3) die zentrale Maßnahme zur Herstellung von Chancengleichheit.

Der Schwerpunkt des Nachteilsausgleichs ist die individuelle Anpassung an die vorgegebenen Prüfungsvorgaben. Ist es einer/einem Studierenden aufgrund einer Behinderung/Beeinträchtigung nicht möglich, eine Prüfung unter den vorgegebenen Bedingungen abzulegen, können individuelle Anpassungen, der sogenannte „Nachteilsausgleich“, bei den Prüfungsausschussvorsitzenden der jeweiligen Fachbereiche beantragt werden.

Wichtig hierbei ist: Durch einen Nachteilsausgleich bei Studien- und Prüfungsleistungen werden die fachlichen Anforderungen nicht verringert. Vielmehr geht es darum, eine bedarfsgerechte Gestaltung von Prüfungsbedingungen herzustellen, um beeinträchtigten Studierenden das Absolvieren von Studien- und Prüfungsleistungen unter gleichwertigen, chancengleichen Bedingungen zu ermöglichen.

Besonders für Studierende mit einer langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigung/Behinderung möchte die Goethe-Universität im Rahmen des Projektes „Eine Hochschule für alle“ die Beantragung eines Nachteilsausgleiches vereinfachen, die Möglichkeiten der Anpassung ausweiten und das Verfahren transparenter und einheitlicher gestalten.

Ziel ist es, mit den betroffenen Studierenden einen „Individuellen Unterstützungsplan“ zu erstellen, in dem alle wichtigen Informationen (z.B. Nachteilsausgleiche und andere Unterstützungsangebote sowie wichtige Informationen im Umgang mit der konkreten Beeinträchtigung) zu diesem Thema zusammengefasst sind.

Gestartet hat das Projekt zunächst an drei Pilotfachbereichen: Wirtschaftswissenschaften, Fachbereich Erziehungswissenschaften und Fachbereich Physik. Kommen Sie von einem dieser Fachbereiche, ist ein gemeinsames Gespräch im Rahmen des Unterstützungsplanes direkt möglich.

Kommen Sie von einem anderen Fachbereich, klärt Frau Rahn zunächst nochmal mit dem Fachbereich ob und wie eine Teilnahme am Projekt für den konkreten Fachbereich aussehen könnte.

In beiden Fällen melden Sie sich bitte bei Frau Rahn (Christina Rahn, Tel: 069/798/17923, rahn@em.uni-frankfurt.de)

Gerne stehen wir Ihnen auch für weitere Fragen zur Verfügung.

Wir würden uns freuen, Sie im Rahmen des Projektes „Eine Hochschule für alle“ begrüßen zu dürfen.


Neues Verfahren zum Nachteilsausgleich im Studium und bei Prüfungen

Vom Nachteilsausgleich zum individuellen Unterstützungsplan – Das Projekt ‚Eine Hochschule für alle‘

Das Projekt „Eine Hochschule für alle“ strebt ein neues Verfahren für die Beantragung von Nachteilsausgleichen an. Im Folgenden wollen wir Sie über die Hintergründe, die wichtigsten Ziele und den aktuellen Stand des Projektes informieren.

Statistische Hintergründe zum Projekt

Laut einer Erhebung des Deutschen Studentenwerkes von 2018 haben ca. 11 % der Studierenden eine gesundheitliche
Beeinträchtigung/ Behinderung, die sich auf das Studium auswirkt. Die meisten dieser Behinderungen sind nicht sichtbar, oft sind es chronische Erkrankungen oder psychische Beeinträchtigungen. Nur der kleinste Teil der Beeinträchtigungen sind sichtbare motorische oder Sinnesbeeinträchtigungen. 

Ziele des Projekts

Ziel des Projektes ist es, ein neues Verfahren für die Beantragung von Nachteilsausgleichen zu etablieren.  

Zu diesem Zweck schließen sich folgende Personen zu einem ersten Gespräch zusammen: 

  • die/ der Prüfungsausschussvorsitzende, 
  • ein/e Berater*in zum Thema „Studium mit Beeinträchtigung“ sowie 
  • die/ der betroffene Studierende. In diesem Gespräch werden die notwendigen Nachteilsausgleiche sowie andere Unterstützungsmaßnahmen durch die Universität besprochen. 

Alle Nachteilsausgleiche und andere Unterstützungsleistungen werden nach Absprache mit den zuständigen Einrichtungen zu Beginn des Studiums in einem individuellen Unterstützungsplan festgeschrieben. Dieser Plan wird der/ dem Studierenden in einem zweiten Gespräch übergeben. 

Die/ der Studierende hat damit Gewissheit, welche Unterstützungsleistungen langfristig gewährt werden, für die Prüfungsämter und Dozent*innen bedeutet dieses Vorgehen eine zeitliche und personelle Arbeitsentlastung. 

Bei positiver Evaluierung wird das neue Verfahren in die Rahmenordnung integriert. 

Zielgruppe des Projektes sind besonders Studierende mit langfristigen Erkrankungen/ Beeinträchtigungen. Für die anderen (gesundheitlich beeinträchtigten) Studierenden bleibt das bisherige Verfahren weiterhin bestehen. 

Zum bisherigen Vorgehen

Getestet wird das neue Verfahren derzeit an den Fachbereichen: 

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Erziehungswissenschaften und
  • Physik. 

Im Herbst 2020 wurde eine (ZIMT-)Mail an alle Studierenden der Pilotfachbereiche versendet, um sie über das Projekt zu informieren. Ab den folgenden Semestern sollen immer die Erstsemester über das Projekt informiert werden. Die ersten Gespräche finden derzeit statt.

Zentrale Dokumente und weiterführende Literatur

  • Im Rahmen der Gespräche wird der „Individuelle Unterstützungsplan“ entwickelt. Die aktuelle Version eines Musters zum Unterstützungsplan können Sie direkt auf diesem Portal einsehen.
  • Im Rahmen des Projektes findet im Frühjahr 2021 eine Vortragsreihe zu verschiedenen Schwerpunktthemen statt, die sich rund um das Thema „Studieren mit Beeinträchtigung“ drehen. Aktuelle Ankündigungen dazu finden Sie auch auf der Startseite dieses Portals.  Einige Präsentationen der Vorträge aus dieser Reihe stehen nachfolgend zum Herunterladen bereit. 
     mit Blick auf den Nachteilsausgleich
  • Sie sind interessiert an weiterer Literatur? Konsultieren Sie unsere Literaturhinweise.
    Die Liste wird erstellt. Anfragen gerne an Projektkoordinatorin Christina Rahn.


Wenn Sie Fragen zum Projekt haben, nehmen Sie bitte gerne Kontakt mit der Projektkoordinatorin Christina Rahn (rahn@em.uni-frankfurt) auf. Kontaktdetails finden Sie auch in der Randspalte.

gültig von: '22.04.21 - 10:00' bis: '27.04.21 - 14:00'

Kontakt

Beratung für Studierende mit Einschränkungen
Advice and Support for Students with Health Issues

Fr. Kirsten Brandenburg und 
Fr. Christina Rahn
E-Mail: barrierefrei@uni-frankfurt.de

Zur Online-Terminvereinbarung

Campus Westend
Gebäude PEG
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60323 Frankfurt am Main