Prof. Dr. Johannes Mayer

Projekte

Forschungsschwerpunkte: Inklusive Literaturdidaktik, Lehrer:innenbildung, gesprächsorientierte und theatrale Zugänge zu literarischen Texten, Kinder- und Jugendtheater, Begabungsförderung.

 

Forschungsprojekt „Förderung des sprachlich-ästhetischen Gesprächs im Regelunterricht im Fach Deutsch in der Primarstufe“ (LemaS-GRiP)
Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Mayer
Kooperation: Forschungsverbund „Leistung macht Schule“ (LemaS)
Laufzeit: 01.01.2018 – 31.12.2022
Mittelgeber: BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektseite: [Link]

Das Forschungsprojekt ist eingebunden in die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Als Teilprojekt des Forschungsverbunds „Leistung macht Schule“ (LemaS) befasst es sich mit dem bislang fachwissenschaftlich wie fachdidaktisch eher vernachlässigten Bereich der sprachlichen und literarischen Förderung von (potenziell) Leistungsfähigen. Im Zentrum steht die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von diversitätsorientierten Gesprächsformaten, die literarisches Lernen unter den heterogenen Bedingungen von Grundschulklassen fördern.

Mitarbeiterin: Caterina Mempel

Multimodalität in der literarischen Praxis
Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Mayer
Laufzeit: seit 01.12.2016
Mittelgeber: Eigene Haushaltsmittel

Der Fokus der explorativ angelegten multiplen Fallstudie liegt auf der frühkindlichen Praxis der Literaturbegegnung, die vergleichend mit Begegnungsformaten in Kita und Schule untersucht wird. Im Zentrum steht die Performativität von Vorlesegesprächen, in denen Bedeutung von den Agierenden als kooperative Tätigkeit innerhalb eines spezifischen Interaktionsformats hervorgebracht wird. Die performative Perspektive ermöglicht eine stärkere Berücksichtigung multimodaler, emotionaler, körperlicher und situativer Aspekte der Kommunikation. Bislang wurden Vorlesegespräche mit zwei- bis sechsjährigen Kindern, mit Kindergartenkindern und mit Grundschulklassen videographisch aufgezeichnet, multimodal transkribiert und mithilfe der Key-Incident-Analyse (Kroon/Sturm 2002) ausgewertet. Experimentell wurden zusätzlich Formen der Theatralisierung eingesetzt. Aus der Analyse und der vergleichenden Einordnung der Ergebnisse in den Entwicklungs- und Bildungsverlauf sollen u.a. Rückschlüsse gezogen werden auf Möglichkeiten und Herausforderungen der teilhabeorientierten Inszenierung einer gemeinsamen literarischen Praxis.

Begabung in Literatur und Medien
Projektseite: [Link]

Die transnationale Arbeits- und interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft wurde 2018 an der Pädagogischen Hochschule Zug (Schweiz) gegründet. Sie verfolgt das Ziel, die Begabungsforschung und Begabtenförderung in literar- und medienästhetischen Bereichen voranzutreiben und stärker in der Literaturvermittlung zu etablieren.

Neben regelmäßigen Tagungen und Fortbildungsangeboten offerieren wir dazu eine fortlaufend ergänzte Datenbank, die das Thema Begabung auf die literarische Darstellung von (hoch)begabten Figuren fokussiert. Deren didaktisches Potenzial wird nicht nur anhand der Printversionen aufgezeigt, berücksichtigt werden auch mediale Transformationen.

 

Abgeschlossene Projekte:

Heldengeschichten! Leseförderung durch Vorlesen an Leipziger Grundschulen
Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Riegler (Universität Leipzig) und Jun.-Prof. Dr. Johannes Mayer
Kooperation: Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig, Grundschulen der Stadt Leipzig
Laufzeit: 10.2016 - 03.2021
Mittelgeber: Eigene Haushaltsmittel

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig führten Studierende im Rahmen ihrer Staatsexamensarbeit in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig in Schulbibliotheken Leseförderprojekte durch. Im Zentrum steht zum einen das gemeinsame Erleben von Kinderliteratur in Vorlesesituationen (Leseförderbaustein „Gemeinsam hören, sehen und erleben“), zum anderen die Förderung des flüssigen Vorlesens für andere (Leseförderbaustein „Füreinander lesen“).

Projektmitarbeiter:innen: Peter Bannier, Marie Schrödel, Marcus Prade

 

Tagung „Das Literarische Unterrichtsgespräch und der aktuelle literaturdidaktische Diskurs. Positionen – Kontroversen – Entwicklungslinien“

Projektleitung: Dr. Felix Heizmann, Jun.-Prof. Dr. Johannes Mayer, Marcus Steinbrenner
Kooperation: Heidelberg School of Education
Projektmittel: Friedrich-Stiftung

Am 23. und 24. März 2018 fand in Heidelberg das dritte Symposion zum Literarischen Unterrichtsgespräch statt. Es diente dazu, das mittlerweile breit rezipierte „Heidelberger Modell“ kritisch zu reflektieren, weiterzuentwickeln und mit dem aktuellen literaturdidaktischen Diskurs in Beziehung zu setzen. An der Tagung beteiligten sich namhafte Expert:innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie etliche Nachwuchswissenschaftler:innen. Die Ergebnisse wurden in einem Sammelband publiziert.

 

Varieté der Vielfalt: Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel und Bewegung

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Johannes Mayer, Jun.-Prof. Dr. Barbara Geist (Universität Leipzig), Jun.-Prof. Dr. Almut Krapf (Universität Leipzig)
Laufzeit: 01.10.2017 – 30.09.2018
Mittelgeber: LaborUniversität Leipzig, BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung

Dem Projekt lag die Idee zugrunde, fachliches Lernen mit Formen ästhetischen und gruppenbezogenen Lernens stärker im Lehrangebot der Lehramtsstudiengänge zu verankern. Dabei sollten Grenzen von Fachbereichen und Studiengängen im Hinblick auf einen inklusiven Unterricht bewusst überschritten werden. Mit der produktiven Verknüpfung konzeptionell-theoretischer und reflexiv-praktischer Lernmöglichkeiten wurde die Hochschule als ein Handlungsfeld wahrgenommen und genutzt, in dem ein professioneller Umgang mit Vielfalt angebahnt und reflektiert werden kann. Die Ergebnisse wurden in einem Sammelband publiziert.