Bestehen und Nicht-Bestehen von Prüfungen

Das Bestehen bzw. Nicht-Bestehen von Prüfungen ist in § 37 der SPoL festgelegt. Dabei wird unterschieden, ob ein Modul mit einer einzigen Modulabschlussprüfung abschließt oder mit einer kumulativen Modulprüfung.

Modulabschlussprüfung:

  • Eine Modulabschlussprüfung ist bestanden, wenn sie mit mindestens 5 Notenpunkten bewertet worden ist.
  • Eine Modulabschlussprüfung ist endgültig nicht bestanden, wenn alle drei Prüfungsversuche mit weniger als 5 Punkten bewertet und damit         nicht bestanden wurden oder aufgrund einer schwerwiegenden Täuschung der Prüfungsanspruch verloren wurde.

Kumulative Modulprüfungen

  • Kumulative Prüfungen sind bestanden, wenn die errechnete Gesamtnote gemäß § 36 Abs. 4 der SPoL mit mindestens 5 Notenpunkten               bestanden worden ist.

     Beispiel: Ein Modul besteht aus zwei Modulteilprüfungen, deren Gesamtnote durch ein arithmetisches Mittel berechnet wird. In einer                  Teilprüfung werden 3 Punkte erzielt, in der anderen 7 Punkte. Die Prüfung wäre insgesamt mit 5 Punkten bestanden.                       

     Ausgleichsregelung: Es besteht die Möglichkeit, eine nichtbestandene Teilprüfung mit einer anderen Teilprüfung auszugleichen.                                                             Eine abweichende Regelung über den fachspezifischen Anhang ist möglich (bspw. Deutsch und Englisch).

  • Modulteilprüfungen können nur dann miteinander kumuliert werden, wenn ein ernstzunehmender Prüfungsversuch und keine                   Täuschung vorgelegen hat. Als nicht ernstzunehmende Prüfungsversuche zählen u. a. die Nicht-Teilnahme an einer Prüfung, die Abgabe             eines leeren Blattes sowie das Schweigen in einer mündlichen Prüfung. (§ 23 SPoL Abs. 1)
  • Zur Berechnung kumulativer Gesamtnoten sind bei mehreren vorliegenden Prüfungsversuchen in einzelnen Teilprüfungen wird jeweils der           zuletzt erbrachte Prüfungsversuch herangezogen.
  • Die Berechnung der Durchschnittsnote wird im fachspezifische Anhang der jeweiligen Studienanteile festgelegt.                                                     (i. d. R. arithmetisches Mittel oder nach CP gewichtet)
  • Bei der Errechnung der Gesamtnote wird kaufmännisch gerundet. D. h. die Bestehensgrenze liegt entsprechend bei 4,5 Notenpunkte,                 aufzurunden auf 5 Notenpunkte.
  • Zu den Wiederholungsprüfungen bei kumulativen Teilprüfungen beachten Sie bitte auch folgende Seite.

Pandemiebedingte Sonderregelungen: Freiversuchsregelung (Stand 30.03.2022 16:00 Uhr)

Im Wintersemester 2021/22 gibt es erneut eine Freiversuchsregelung, nach welcher nicht bestandene Prüfungen im Sommersemester als Freiversuch gewertet werden. Sollten Sie die Prüfung nicht bestehen, verlieren Sie keinen der drei Prüfungsversuche. Pro Prüfung gibt es jedoch nur einen einzigen Freiversuch. Wurde bspw. im Sommersemester 2020 ein Freiversuch für eine Prüfungsleistung in Anspruch genommen, ist dies bei Wiederholung derselben Prüfungsleistung im Sommersemester 2021 nicht mehr möglich. Freiversuche können nur für Prüfungsleistungen verbucht werden, zu denen eine frist- und formgerechte Anmeldung erfolgt ist. Eine Inanspruchnahme des Freiversuchs zur Notenverbesserung ist ausgeschlossen. Wird eine Prüfung aufgrund eines ordnungswidrigen Verhaltens nicht bestanden, kann für diese kein Freiversuch in Anspruch genommen werden.

Im Wintersemester 2020/2021, Sommersemester 2021 oder Wintersemester 2021/2022 abgelegte und nicht bestandene oder aufgrund Versäumnisses nicht bestandene Prüfungsleistungen, die nicht mehr wiederholt werden können, gelten als nicht unternommen, sofern nicht ein Täuschungsversuch oder ein anderer schwerwiegender Verstoß gegen Prüfungsvorschriften der Grund für das Nichtbestehen der Prüfungsleistung war. Studierende können sich einmalig pro Prüfungsfach für einen weiteren Prüfungsversuch an das zuständige Prüfungsamt wenden. 

Wichtig: Ab dem Sommersemester 2022 wird es keine pandemiebedingte Freiversuchsregelung mehr geben. Fehlversuche, die ab dem Sommersemester 2022 erbracht werden, werden also gewertet. Wiederholungsprüfungen, die zwar zeitlich schon im Sommersemester stattfinden, organisatorisch jedoch noch zum Wintersemester 2021/22 zählen, fallen letztmalig unter die frühere Freiversuchsregelung.