Skip to main content

Physik studieren an der Goethe-Universität

Die Welt verstehen, die Zukunft gestalten: Entdecken Sie, wie ein Physikstudium dabei hilft, mit Neugier, Logik und Experimentierfreude die großen Fragen des Universums zu beantworten - und warum Physik ein Türöffner für viele Zukunftsbrachen ist.

Drei Gründe für ein Physik-Studium in Frankfurt

Spannende Themen & exzellentes Betreuungsverhältnis

Studierende lernen am Fachbereich praxisnah und werden dabei von herausragenden Forscher*innen begleitet. Themen werden anschaulich vermittelt und im Rahmen der Abschlussarbeit sind Studierende Teil einer internationalen Forschungsgruppe.

Individuelle und umfangreiche Schwerpunktsetzung

Einzigartig in Frankfurt: der große Wahlpflichtbereich. Dieser ermöglicht es Studierenden, individuellen Interessen nachzugehen und das Studium so umfassend und persönlich zu gestalten.

Spitzeninfrastruktur

Ein grüner Campus mit modernen Lernräumen & topausgestatteten Laboren bietet ideale Bedingungen für forschungsnahes Studieren. Highlights sind außerdem ein eigener Teilchenbeschleuniger und die Kooperation mit Forschungseinrichtungen wie GSI & CERN.

Berufsfelder für Physiker*innen

Ein Physik-Studium vermittelt Fähigkeiten, die in vielen Branchen gefragt sind. Absolvent*innen arbeiten überall dort, wo es Bedarf für präzise Analysen, Modellierungen und Innovationen gibt. Erfahren Sie mehr über mögliche Berufsfelder für Physiker*innen:

Forschung & Entwicklung

Physiker*innen entwickeln in öffentlichen und privaten Forschungsabteilungen neue Materialien, Sensoren oder Detektoren z.B. für Solaranlagen oder Raumfahrtmissionen. Sie begleiten Innovationen von der ersten Idee bis zur Anwendung. Mögliche Berufsfelder sind: 

Medizintechnik: In der Medizintechnik arbeiten Physiker*innen an modernen Bildgebungsverfahren wie MRT, CT oder PET. Sie verbessern die Auflösung, reduzieren Strahlenbelastung durch ausgeklügelte Algorithmen und berechnen in der Strahlentherapie präzise Dosisverteilungen für Tumore. Auch in der Diagnostik entwickeln sie sogenannte Lab-on-a-Chip-Systeme, die komplexe Bluttests innerhalb weniger Minuten ermöglichen.

Luft- und Raumfahrt: In der Luft- und Raumfahrt entwickeln Physiker*innen z.B. Satelliten, Messinstrumente und Navigationssysteme. Sie berechnen Flugbahnen, optimieren Antriebe, modellieren Aerodynamik und analysieren Strahlung im All. Typische Einsatzfelder sind Forschungszentren (z.B. Raumfahrtagenturen, Institute), Luft- und Raumfahrtunternehmen, Satellitenkommunikation, Navigation (GPS/GNSS) und Weltraumwetter-Monitoring. Mögliche Berufsbilder: Entwicklungsingenieur*in für Sensoren und Instrumente, Systemingenieur*in in Satellitenprojekten, Missionsanalyst*in, Spezialist*in für Flugmechanik oder Datenwissenschaftler*in für Weltraummissionen.

Materialentwicklung: In der Materialforschung untersuchen Physiker*innen, wie sich Stoffe auf atomarer und mikroskopischer Ebene verhalten und entwickeln daraus neue Materialien für Technik und Alltag. Sie analysieren z.B. Halbleiter, Supraleiter, Leichtbau- und Funktionsmaterialien mit Methoden wie Röntgenbeugung, Elektronenmikroskopie oder Spektroskopie. Einsatzbereiche sind Elektronik, Batterietechnik, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik oder Energiewirtschaft. Mögliche Berufe: Entwicklungsingenieur*in für neue Werkstoffe, Spezialist*in für Oberflächen- und Dünnschichttechnologie, Labor- und Charakterisierungsexpert*in oder Forscher*in in Industrie- und öffentlichen Forschungslaboren.

Energietechnik: In der Energietechnik arbeiten Physiker*innen an der Energieversorgung der Zukunft. Sie modellieren Stromnetze, optimieren Solar- und Windparks, entwickeln Speichertechnologien (z.B. Batterien, Power-to-X) und untersuchen Materialien für effizientere Kraftwerke und Fusionsanlagen. Einsatzbereiche liegen in Energieunternehmen, Netzbetreibern, Herstellern von Energieanlagen, Forschungsinstituten und Ingenieurbüros. Mögliche Berufe: Entwicklungsingenieur*in für Photovoltaik oder Windkraft, Expert*in für Netzstabilität und Lastfluss, Forscher*in für Fusionsenergie, Simulationsexpert*in für Energiesysteme oder Fachperson für Energie- und Klimaszenarien in Beratung und Politik.

Wirtschaft & Industrie

Physiker*innen sind in Wirtschaft und Industrie besonders gefragt, weil sie komplexe Probleme strukturiert analysieren und mathematisch präzise lösen können. Mögliche Berufsfelder sind: 

Beratung: In der Beratung lösen Physiker*innen komplexe Optimierungsprobleme für Unternehmen, von Supply-Chain-Logistik bis Digitalisierungsstrategien. Sie modellieren Produktionsabläufe, prognostizieren Nachfragekurven und analysieren Markt, sowie Risikodaten mit Simulationen und Statistik. Einsatzbereiche sind Strategieberatung, Technologieberatung und Managementconsulting. Mögliche Berufe: Datenanalyst*in in der Beratung, Prozessoptimierer*in, Strategieberater*in für Technologieprojekte oder Projektmanager*in für Digitaltransformation. 

Finanzsektor: Im Finanzsektor arbeiten Physiker*innen als Quantitative Analyst*innen („Quants”) an Risikomanagement, Derivatepreisen und Hochfrequenzhandel. Sie modellieren Aktienkursbewegungen mit stochastischen Prozessen (ähnlich Teilchenbahnen), berechnen Optionspreise nach Black-Scholes und entwickeln Algorithmen für automatisierte Trading-Strategien. Typische Arbeitgeber sind Investmentbanken, Versicherungen, Hedgefonds und Fintech-Unternehmen. Mögliche Berufe: Risk Manager*in, Quantitative Developer, Algorithmic Trader oder Portfolio-Optimierer*in.

High-Tech-Industrie: In der High-Tech-Industrie entwickeln Physiker*innen Kerntechnologien wie Sensorik, Optik und Halbleiter für Smartphones, Wearables und IoT-Geräte. Sie optimieren Laser, Displays, Kamerasysteme und Mikrochip-Komponenten durch Simulation von Licht, Elektronen und Materialeigenschaften. Arbeitgeber sind Elektronik-, Optik- und Messtechnikhersteller. Mögliche Berufe: Optikingenieur*in, Sensorentwickler*in, Halbleiterprozessingenieur*in oder Systemarchitekt*in für Hightech-Produkte.

IT & Data Science: In IT und Data Science bauen Physiker*innen Machine-Learning-Modelle, analysieren Big Data und entwickeln Simulationen für prädiktive Analysen. Sie erkennen Muster in riesigen Datensätzen z.B. für autonomes Fahren, Empfehlungsalgorithmen oder Betrugserkennung und optimieren Algorithmen mit physikalischer Intuition. Einsatzbereiche sind Tech-Unternehmen, Digitalagenturen und Forschung. Mögliche Berufe: Data Scientist, Machine Learning Engineer, Algorithmusentwickler*in oder Big-Data-Analyst*in.

Patentwesen: Auch im gewerblichen Rechtsschutz sind Physiker*innen tätig. Als Patentanwält*innen analysieren sie technische Innovationen, prüfen Neuheiten und erfinderische Tätigkeiten und verfassen Patentanmeldungen oder Gutachten. 

Bildung

Im Bildungssektor geben Physiker*innen ihr Wissen weiter und machen komplexe Zusammenhänge verständlich. Mögliche Berufsfelder sind: 

Schulen: Phyiker*innen unterrichten Physik an allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen und vermitteln abstrakte Konzepte anschaulich und experimentell.

Universitäten und Fachhochschulen: Physiker*innen arbeiten als Wissenschaftler*innen an Universitäten in Grundlagen- und Anwendungsforschung, von Quantenphysik bis Astrophysik. Sie leiten Labore, betreuen Studierende und publizieren wegweisende Ergebnisse. Als Hochschullehrende vermitteln sie Physik in Vorlesungen, Seminaren und Praktika. Sie entwickeln Lehrmaterialien und führen Studierende durch Bachelor-, Master und Promotionsarbeiten. Mögliche Berufe: Professor*in, Postdoc/Forschungsgruppenleiter*in.

Physikdidaktik: In der Physikdidaktik erforschen Physiker*innen, wie Physik optimal gelehrt wird. Sie entwickeln Experimente, digitale Lernplattformen und Lehrkonzepte für Schule und Studium. Mögliche Berufe: Professor*in für Physikdidaktik, Entwickler*in von Physiklehrmaterialien oder Berater*in für Bildungsministerien.

Wissenschaftskommunikation: Als Wissenschaftsjournalist*innen schreiben Physiker*innen für Fachzeitschriften oder populärwissenschaftliche Medien, produzieren Erklärvideos oder Dokumentationen und organisieren Formate zur Wissensvermittlung. In Museen oder anderen außerschulischen Lernorten wie Planetarien entwickeln sie interaktive Ausstellungen z.B. zu Schwarzen Löchern und Quantencomputing.

Edutainment: Physiker*innen entwickeln Lern-Apps, Serious Games oder digitale Lernplattformen und nutzen dabei moderne physikdidaktische Erkenntnisse, um Lernprozesse effektiv zu gestalten.

Öffentlicher Dienst

Physiker*innen arbeiten auch in staatlichen Institutionen und leisten dort einen wichtigen Beitrag für Gesellschaft und Infrastruktur. Mögliche Berufsfelder sind: 

Wetter- und Klimadienste: Sie entwickeln Vorhersagemodelle auf Basis großer Datenmengen und verbessern kontinuierlich die Genauigkeit von Wetter- und Klimaprognosen. Arbeitgeber sind z.B. der Deutsche oder der Europäische Wetterdienst. 

Umwelt- und Strahlenschutzbehörden: In Umwelt- oder Strahlenschutzbehörden prüfen sie Sicherheitsstandards, bewerten Risiken und entwickeln wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen.

Ministerien: In Ministerien bringen sie wissenschaftliche Expertise für politische Entscheidungen ein, verantworten Digitalisierung und technische Infrastrukturen und sind in Fachreferaten tätig. 

Physik studieren - was lernt man?

Neben dem physikalischen Fachwissen erwerben Physikstudierende universell einsetzbare Soft- und Hard-Skills, die genau die Anforderungen der oben genannten Branchen erfüllen. Diese Skills machen Physiker*innen zu Problemlöser*innen für Herausforderungen aller Art und glänzen überall dort, wo Logik, Daten und Innovation gefragt sind.

Skills aus dem Physikstudium

Abstraktes Denken

Mathematische Modellierung

Reale Phänomene werden in Modelle übersetzt, approximiert und kritisch überprüft (z.B. Bewegung, Strömung, Signale, Zufallsprozesse) – eine Kernkompetenz für Industrie, Finance und Data Science.

Programmierung & numerische Methoden

Methoden
Simulationen, Auswertung großer Datensätze und Visualisierung gehören zum Alltag: Programmiersprachen (z.B. Python, C/C++), numerische Algorithmen und wissenschaftliches Rechnen werden praktisch eingeübt.

Analytisches Vorgehen

Experimentelle Fähigkeiten & Messtechnik


Laborpraktika vermitteln den Umgang mit modernen Messmethoden, Lasern, Detektoren, Elektronik und Vakuumtechnik; dazu kommen Fehleranalyse und Unsicherheitsabschätzung.

Datenanalyse & Statistik

Von Rauschen in Messdaten bis zu Fit-Verfahren: Studierende lernen, Daten kritisch auszuwerten, statistisch zu interpretieren und Ergebnisse nachvollziehbar darzustellen

Kollaboratives Arbeiten

Projektarbeit


In Laborpraktika, Projektseminaren und Abschlussarbeiten wird in kleinen Teams geplant, experimentiert, simuliert und präsentiert – ähnlich wie später in F&E oder interdisziplinären Industrieprojekten.

Wissenschaftliches Schreiben & Präsentieren


Protokolle, Berichte, Vorträge und Poster schulen präzise, adressatengerechte Kommunikation – wichtig für jede spätere Berufstätigkeit, nicht nur in der Wissenschaft.

Übergreifende Kompetenzen

Durchhaltevermögen & Selbstorganisation


Anspruchsvolle Inhalte und langfristige Projekte trainieren Ausdauer, Frustrationstoleranz und eigenständiges Arbeiten – Kompetenzen, die in Bewerbungen hoch geschätzt werden.

Physik an der Goethe-Universität - auf einen Blick

Online Studienwahl Assistent (OSA)

Sie sind sich noch unsicher, ob ein Physik- oder Biophysikstudium die richtige Wahl für Sie ist? Probieren Sie den Online Studienwahl Assistenten (OSA) aus!

Bewerbung, Zulassung und Einschreibung

Der Bachelor Physik ist ein zulassungsfreier Studiengang. Informationen rund um Bewerbung, Zulassung und Einschreibung sowie den Link zum Bewerbungsportal finden Sie auf den zentralen Seiten der Goethe-Universität.

Fachbereich Physik

Julia Sammet, M.Sc. Physics

Leitung Physik-Lernzentrum, Schüler*innen-Kommunikation, KI Ansprechpartnerin

  • Telefon+49 69 / 798 - 47267
    E-Mailsammet@physik.uni-frankfurt.de
    Sprechzeitennach Vereinbarung
  • Besuchsadresse
    Fachbereich PhysikCampus RiedbergPhysik-GebäudeMax-von-Laue-Straße 160438 Frankfurt am Main
    Raum_ _.226