Der Studiengang Theater-, Film- und Medienwissenschaft beruht auf der Überlegung, dass jeder der drei Einzelbereiche durch die Beschäftigung mit den anderen gewinnt. Am Institut gehen die drei Fächer Hand in Hand in einem grundständigen Studium, das die Theorien, Praktiken und Apparaturen von Theater, Film und anderen Medien untersucht.
Die Theaterwissenschaftler*innen, die sich mit unterschiedlichen historischen und neuesten Medien auskennen, können sich präziser mit szenischen Arbeiten auseinandersetzen.
Die Filmwissenschaftler*innen, die auch Smartphones, Theater und öffentliche Räume als Plätze des Bewegtbildes begreifen, können zeitgemäßere Analysen des Films und seiner Bedingungen liefern.
Die Medienwissenschaftler*innen, die Formen theatraler und filmischer Darstellung analysieren, können den Umgang mit Medien nicht nur als Nutzung, sondern auch als Erfahrung der In-Szene-Setzung des Geräts verstehen.
Die Kombination von Theater-, Film- und Medienwissenschaft gibt es bundesweit nur in Frankfurt. Der theoriegeleitete Bachelor-Studiengang analysiert historische und gegenwärtige Darstellungs- und Kommunikationsformen in den Bereichen Theater, Film und Medien. Dabei geht es um die Analyse dieser Formen und ihrer institutionellen, gesellschaftlichen, technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen.
Der Großteil der Arbeit in den eng miteinander verzahnten Bereichen Lehre, Studium und Forschung besteht im Lesen, Diskutieren und Schreiben. Praktische Anteile ergänzen die theoretischen und analytisch-deskriptiven Arbeitsformen um Kenntnisse von Tätigkeitsfeldern, Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen der gegenwärtigen Theater-, Film- und Medienkultur. Eine Ausbildung zum/r Journalist*in, zum/r Regisseur*in oder zum/r Darsteller*in erfolgt indessen nicht.
Ein wichtiger Anteil des Bachelor-Studiums der TFM findet außerhalb der Lehrveranstaltungen statt: Das Geschehen am Institut wird stets durch Initiativen der Studierenden mitgestaltet. Die Fähigkeit, eigenständig Zusammenhänge zwischen den Forschungsschwerpunkten der Theater-, Film- und Medienwissenschaft zu erkennen und herzustellen, wird auf der institutseigenen Probebühne und der Digitalen Bühne, in selbstkuratierten Filmreihen oder in der Game- und TV-Lounge erprobt, ausgebaut und vertieft.
Die Studierenden profitieren zudem von der Kooperation des Instituts mit Kulturinstitutionen in Frankfurt wie dem Mousonturm und dem Frankfurt Lab, dem Deutschen Filminstitut (DFF) und der Kinothek Asta Nielsen e.V. sowie dem Hessischen Rundfunk und dem Museum Angewandte Kunst. Nicht zuletzt kommt den Studierenden die internationale Ausrichtung des Instituts zugute. Internationale Wissenschaftler*innen sind regelmäßig zu Gast, und ebenso besteht die Möglichkeit zu einem Studienaufenthalt bei einem der vielen Erasmus-Partner des Instituts.