2007 - Peter Grünberg
Studium der Physik in Frankfurt
Peter Grünberg studierte Physik an der Goethe-Universität Frankfurt und wurde an der TU Darmstadt promoviert. Am Forschungszentrum Jülich entdeckte er 1988 den GMR-Effekt, welcher die Entwicklung moderner Festplatten mit hoher Speicherkapazität ermöglichte. 2007 wurde er hierfür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Zu seinen Ehren wurden der Platz vor dem Physik-Gebäude am Campus Riedberg in „Grünberg-Platz“ umbenannt.


1998 - Horst Ludwig Störmer
Studium der Physik in Frankfurt
Horst Ludwig Störmer studierte Physik an der Goethe-Universität Frankfurt und promovierte an der Universität Stuttgart. Anschließend macht er in den USA bei Bell Laboratories Karriere. 1982 entdeckte er mit Daniel Chee Tsui den fraktionierten Quanten-Hall-Effekt, bei dem Elektronen sich wie Teilchen mit Bruchteilladungen verhalten. Gemeinsam mit Robert B. Laughlin erhielten Horst Ludwig Störmer und Daniel Chee Tsui hierfür 1988 den Nobelpreis für Physik.


1986 - Gerd Binnig
Studium der Physik in Frankfurt und Promotion am Fachbereich 1978
Gerd Binnig studierte und promovierte am Fachbereich Physik der Goethe Universität Frankfurt. Im IBM-Forschungslabor in Zürich entwickelte er 1981 gemeinsam mit Heinrich Rohrer das Rastertunnelmikroskop, mit welchem Oberflächen bis auf einzelne Atome genau betrachtet werden können. Für diese Entwicklung wurden Gerd Binnig und Heinrich Rohrer gemeinsam mit Ernst Ruska im Jahr 1986 mit dem Nobelpreis geehrt.


1967 - Hans Bethe
Studium der Physik in Frankfurt und Lehrtätigkeit 1928/1929
Hans Bethe studierte Physik an der Goethe-Universität Frankfurt sowie an der LMU München, wo er 1928 promoviert wurde. Nach seiner Promotion lehrte er für ein Semester an seiner Alma Mater, jedoch musste er nach der Machtergreifung der Nazis in die USA emigrieren. Hier wurde er bis zu seinem Ruhestand Professor an der Cornell University. Für seine Arbeiten zur theoretischen Erklärung der Kernreaktionen, die die Energieproduktion in Sternen ermöglichen, erhielt er 1967 den Nobelpreis.


1954 - Max Born
Professor für Theoretische Physik (1919 - 1921)
Max Born studierte Physik an den Universitäten Breslau, Heidelberg, Zürich und Göttingen. An die Goethe-Universität wurde er 1919 als Nachfolger von Max von Laue berufen, später ging er an die Universität Göttingen. Während des Nationalsozialismus musste Max Born nach England emigrieren, nach Kriegsende kehrte er jedoch nach Göttingen zurück. Er trug entscheidend zur Entwicklung der modernen Quantenmechanik bei, insbesondere durch seine statistische Interpretation der Wellenfunktion, die erklärt, wie man die Wahrscheinlichkeit findet, ein Teilchen an einem bestimmten Ort zu entdecken. Hierfür erhielt er 1954 den Nobelpreis.


1943 - Otto Stern
Professor für Theoretische Physik und Experimentalphysik (1914 - 1921)
Otto Stern studierte in München, Freiburg und Breslau und promovierte 1912. An der Goethe-Universität Frankfurt habilitierte er 1915 in Theoretischer Physik. Während seinen Frankfurter Jahren wirkte er als Assistent von Max Born und richtete seine Forschung experimenteller aus. Zwischen 1921 und 1933 war Otto Stern Professor in Rostock und Hamburg, nach der Machtergreifung der Nazis emigrierte er in die USA. Den Nobelpreis erhielt er 1943 für die Entwicklung der Molekularstrahlmethode sowie für die Entdeckung des Magnetischen Moments des Protons – und nicht für das weltbekannte Stern-Gerlach-Experiment, welches er 1922 mit Walther Gerlach im Physikalischen Verein in Frankfurt durchführte.


1914 - Max von Laue
Professor für Theoretische Physik (1914 - 1919)
Max von Laue studierte Physik und Mathematik in Straßburg, Göttingen, München und Berlin und promovierte bei Max Planck. 1914 wurde er als erster Professor für Theoretische Physik an die neu gegründete Goethe-Universität Frankfurt berufen, 1919 folgte er einem Ruf nach Berlin. 1914 wurde ihm für die Entdeckung der Röntgenstrahleninterferenz der Nobelpreis verliehen, wenngleich die Arbeiten, in denen er gemeinsam mit Walter Friedrich und Paul Knipping die Wellencharakteristik der Strahlung sowie die atomare Struktur von Kristallen nachwies, bereits 1912 publiziert wurden.

