Inhalte und Schwerpunkte
Der Masterstudiengang Islamische Studien versteht sich als eine islambezogene Disziplin, welche die Islamische Theologie mit allgemeinen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen verbindet.
Ziel des forschungsorientierten Masterstudiengangs Islamische Studien ist es, zu selbständiger Forschung auf fortgeschrittenem Niveau zu befähigen. Der Masterstudiengang vermittelt vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse im Fach Islamische Studien in seiner ganzen Breite sowie die Fähigkeiten, nach wissenschaftlichen Grundsätzen selbständig zu arbeiten und wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden sowie rational über den Glauben zu reflektieren. Er vermittelt im einzelnen vertiefte Einsichten in die paradigmatischen, theoretischen und methodischen Grundlagen des Fachs und in exemplarische Probleme der Bereiche Koranexegese (tafsīr), systematische Theologie
(kalām), Kultur, Gesellschaft und Geschichte des Islams (tarīḫ alislām) sowie Ideengeschichte (falsafa: Philosophie, tasṣawwuf: Mystik, Frömmigkeit, aḫlāq: Ethik). Darüber hinaus gibt er Gelegenheit zur spezialisierten Konzentration auf bestimmte Themenfelder und zur Sammlung und systematischen Reflexion praktischer Erfahrungen sowie zur Vertiefung der sprachlichen Grundlagen des Faches.
Die Absolventinnen und Absolventen erwerben erweiterte Kompetenzen für spätere Tätigkeiten in akademischen, gesellschaftspolitischen, kulturellen und religiösen Bereichen.
Das Masterstudium der Islamischen Studien bildet neben wissenschaftlichen Nachwuchskräften in der universitären Lehre und Forschung auch Theolog/innen sowie wissenschaftliche Fachkräfte für islamische Religion aus. Das Masterstudium dient auch der Vorbereitung auf eine anschließende Promotion.
Innerhalb des zweiten Studienjahres kann ein Semester an einer kooperierenden Universität im Ausland verbracht werden, damit sich die Studierenden aus einer Binnenperspektive mit den neuesten Entwicklungen der dortigen islamisch-theologischen Wissenschaftslandschaft vertraut machen und sie dazu befähigt werden, innovative wissenschaftliche Forschung in der jeweiligen Fremdsprache zu betreiben.