Gesellschaft & Transfer – Artikel
Lesen Sie die neuesten Meldungen rund um die Themen Gesellschaft und Transfer an der Goethe-Universität Frankfurt.
Lesen Sie die neuesten Meldungen rund um die Themen Gesellschaft und Transfer an der Goethe-Universität Frankfurt.
Beratungen zu Organisierter Klimakriminalität und illegalem Handel mit F-Gasen bei Science-Policy-Dialog in der Goethe-Uni Frankfurt und Umweltministerkonferenz.
Religionen blicken auf das, was jenseits der sichtbaren Welt liegt. Die meisten Gläubigen erhoffen sich von ihnen aber auch Hilfe bei Problemen des Alltags. Im christlichen Europa realisierten sich diese Hoffnungen lange in „geistlichen Hausapotheken“: Ohne feste Regeln zusammengestellt, beinhalteten sie bis ins 20. Jahrhundert hinein religiöse und religionsinspirierte Objekte, von denen man sich
Linderung bei körperlichen, aber auch seelischen Leiden versprach.
Mit innovativen Ideen für eine nachhaltigere Zukunft überzeugten gestern sechs Finalistenteams beim großen Finale des Goethe-SDG-Contests 2026 im Festsaal der Goethe-Universität. Rund 100 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungsszene verfolgten die Präsentationen der Teams, die sich zuvor in einem intensiven Bootcamp gegen insgesamt zwölf ausgewählte Projekte durchgesetzt hatten. Der vom Goethe-Unibator in Zusammenarbeit mit Santander Deutschland organisierte Wettbewerb, der sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientiert, zeigt jedes Jahr aufs Neue das Potenzial unternehmerischer Lösungen für globale Herausforderungen.
Am 29. April wird die Gesprächsreihe „Frankfurter Schule“ im Kino des Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) fortgesetzt. Das Podiumsgespräch mit der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch und dem Journalisten Bert Rebhandl geht der Frage nach, inwiefern der Begriff der „Kulturindustrie“ heute noch aktuell ist und wie er sich im Kontext digitaler und globaler Medienlandschaften interpretieren lässt.
Wissen ist nicht neutral. Es entsteht in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen, wird weitergegeben, verändert und übersetzt – und ist dabei stets von Machtverhältnissen geprägt. In einer Zeit, in der kritisches Wissen und kritische Wissenschaft(en) zunehmend unter politischem Druck stehen, lohnt es sich, genauer auf die Kontaktzonen zu schauen, in denen dominantes und kritisches Wissen aufeinandertreffen: Wer darf in welchen Räumen als Wissende*r auftreten? Welche Erfahrungen finden Gehör, welche werden übersehen oder zum Schweigen gebracht? Diese Fragen sind heute so dringend wie selten zuvor, nicht nur für und in der Wissenschaft. Die Veranstaltungsreihe der Cornelia Goethe Colloquien richtet den Blick daher auch auf Bildung, Literatur und Journalismus.
Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen unvergleichlichen, weltweit die Geistes- und Sozialwissenschaften über viele Jahrzehnte prägenden Gelehrten und engagierten Intellektuellen, der, wie er selbst anlässlich seiner Rede zu seinem 90. Geburtstag an der Goethe-Universität sagte, an dieser Universität drei glückliche Phasen seines akademischen Lebens erfahren hat. Er hat auch nach seiner Emeritierung an vielen unserer Diskussionen am Zentrum Normative Ordnungen aktiv teilgenommen, und seine Theorie war für uns stets ein zentraler Bezugspunkt der Forschung. Wir selbst verlieren unseren wichtigsten akademischen Lehrer, der uns über die Jahrzehnte hinweg freundschaftlich verbunden war.
Gefühle prägen die politische Kultur der Demokratie entscheidend mit. Die israelisch-französische Soziologin Eva Illouz hat in vieldiskutierten Werken wie „Undemokratische Emotionen“ und „Explosive Moderne“ herausgearbeitet, wie Furcht, Ressentiment, Angst, Abscheu und Liebe aus gesellschaftlichen Verhältnissen erwachsen und sich auf die Demokratie auswirken. In ihrer Keynote beim gemeinsamen Jahresworkshop des neuen DFG-Graduiertenkollegs „Ästhetik der Demokratie“ und des Forschungsschwerpunkts „Democratic Vistas“ am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität geht sie diesem Thema erneut nach – diesmal mit dem Fokus auf ein Gefühl, das in Deutschland besonders kontrovers diskutiert wird: Schuld.
Soziale Medien gehören fest zur Lebenswelt junger Menschen. Auf Plattformen wie TikTok informieren sie sich zu gesellschaftlichen, religiösen und weltanschaulichen Fragen, beteiligen sich an Debatten. Doch wie können junge Menschen für den Umgang mit TikTok empowert werden, um ihre Perspektiven sichtbar zu machen? Und welche Herausforderungen gibt es dabei?
Aufregender kann Lehrforschung wohl kaum sein: Auf einer Exkursion nach Mombasa (Kenia) haben sich vier Studenten aus Mainz und Frankfurt mitten hineinbegeben in die fremde Sprache und Kultur. Ihre Themen klingen nicht nur originell und spannend, sie sind es auch: Fachsimpeln über Fußball, die Subkultur der Skateboarder, visuelle Sprache im öffentlichen Raum und Sprachporträts von Mehrsprachigen.
‚Seligkeit' und ‚Ossian': Mit diesen zwei Schlagworten sind die Themenfelder umrissen, mit denen sich die beiden Wissenschaftler*innen beschäftigten, die 2026 mit dem Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik an der Goethe-Universität Frankfurt ausgezeichnet werden. Der Philosoph und Theologe Dr. Kirill Chepurin erhält den Preis für seine Monografie „Bliss against the World: Schelling, Theodicy, and the Crisis of Modernity" (2024 bei Oxford University Press erschienen), die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Ansel erhält den Preis für ihren Aufsatz „Ossianic images and visual translation processes in J.M.W. Turner and Carl Gustav Carus“ (2025 bei Manchester University Press in einem Band mit dem Titel „Picturing the Romantic“ veröffentlicht).
Für viele von uns völlig unerwartet verstarb am 04.02.2026 der Frankfurter Ornithologe und Physiologe Prof. Dr. Roland Prinzinger im Alter von 77 Jahren. Mit ihm verlieren wir einen leidenschaftlichen Biologen mit herausragender Artenkenntnis, die er mit großem Engagement an Studierende und interessierte Laien weitergab – auf zahllosen Exkursionen, in Vorträgen sowie in zahlreichen Veröffentlichungen, darunter Fachpublikationen und Lehrbücher.
Die U3L bietet wieder eine thematische Vielfalt bei großer Flexibilität: Viele Veranstaltungen können auch online besucht werden.