Ansprechpersonen für Medienanfragen
Zwischen Klassenzimmer und Kinderzimmer: Die sozialen Unterschiede in den digitalen Kompetenzen steigen
Die sozialen Unterschiede bei den digitalen Kompetenzen von Achtklässler*innen haben sich innerhalb von zehn Jahren deutlich vergrößert. Das zeigt eine neue Analyse des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Paderborn. Für diese Entwicklung seien vor allem das kulturelle Umfeld im Elternhaus und die Schulart ausschlaggebend, so die Forschenden.
Panorama der deutschen Literatur von 1989 bis heute
Literatur ist Gesellschaft im Kleinen. Sie spiegelt nicht nur die fundamentalen Umbrüche, die immer schneller aufeinander folgen, sie durchlebt selbst die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen – sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. 1989 wurden Autoren noch einmal auf die große Bühne gerufen: Von Christa Wolf erwarteten die Demonstranten auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im deutsch-deutschen Literaturstreit und in den Skandalen um Strauß, Handke, Walser oder Grass veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die Popliteratur erklärte Autoren nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Literatur war in einer neuen Zeit angekommen, aber anders als einst erhofft.
Generative künstliche Intelligenz kann Tierversuchszahl deutlich verringern
Eine neue Künstliche Intelligenz zur Reduktion von Tierversuchen haben Forschende der Goethe-Universität und der Philipps-Universität Marburg in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP entwickelt. Die KI namens genESOM wurde darauf trainiert, die Struktur kleiner Datensätze zu “lernen“. Das Gelernte nutzt die KI, um neue Datenpunkte zu generieren. Diese Datenpunkte geben die Eigenschaften der im Versuch erhobenen Daten so korrekt wieder, als ob sie ebenfalls im Laborexperiment erhoben worden wären. Künftig könnten mittels „genESOM“ bei der Testung neuer Wirkstoffe zwischen 30 und 50 Prozent weniger Versuchstiere benötigt werden.
Über Luftverkehr und digitale Währungen
Am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität werden herausragende Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet. Der Baker McKenzie-Preis, der von der gleichnamigen Kanzlei verliehen wird, geht in diesem Jahr an Dr. Alexander Heger und Dr. Felix-Julius Konow für deren herausragende wirtschaftsrechtliche Doktorarbeiten.
Religiöse Alltagsbegleiter
Religionen blicken auf das, was jenseits der sichtbaren Welt liegt. Die meisten Gläubigen erhoffen sich von ihnen aber auch Hilfe bei Problemen des Alltags. Im christlichen Europa realisierten sich diese Hoffnungen lange in „geistlichen Hausapotheken“: Ohne feste Regeln zusammengestellt, beinhalteten sie bis ins 20. Jahrhundert hinein religiöse und religionsinspirierte Objekte, von denen man sich
Linderung bei körperlichen, aber auch seelischen Leiden versprach.
KI und digitale Technologien für Bildungsprozesse nutzen
KI und digitale Technologien gewinnen zunehmend an Bedeutung für Bildungsprozesse in allen Lebensphasen. Sie ermöglichen individualisierte Lernangebote, unterstützen Lernende und entlasten Lehrende. Gleichzeitig erfordert ihr effektiver Einsatz spezifische Kompetenzen, die bislang nur begrenzt systematisch vermittelt werden. Genau hier setzt der neue Studiengang an der Goethe-Universität an. „AI and Digital Technology in Learning and Instruction“, abgekürzt ALI, verfolgt als interdisziplinärer Masterstudiengang das Ziel, Studierende auf wissenschaftliche, praktische und strategische Aufgaben im Arbeitsfeld der künstlichen Intelligenz und digitalen Technologien für Bildungsprozesse vorbereiten. ALI ist konsekutiv und forschungsorientiert ausgerichtet.
Abholzung senkt Amazonas Stabilität: kritische Veränderungen schon bei unter 2°C Erwärmung möglich
Rund zwei Drittel des Amazonas-Regenwaldes könnten sich bei einer globalen Erwärmung von 1,5 bis 1,9°C in stark geschwächten Regenwald oder savannenähnliche Ökosysteme verwandeln, wenn die Entwaldung auf etwa 22 bis 28 Prozent des Amazonasgebiets ansteigt. Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in Nature veröffentlicht wurde. Ohne zusätzliche Abholzung würden solche großflächigen Veränderungen dagegen voraussichtlich erst bei deutlich höherer Erwärmung von etwa 3,7 bis 4°C auftreten.
Nachhaltigkeit trifft Unternehmergeist
Mit innovativen Ideen für eine nachhaltigere Zukunft überzeugten gestern sechs Finalistenteams beim großen Finale des Goethe-SDG-Contests 2026 im Festsaal der Goethe-Universität. Rund 100 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungsszene verfolgten die Präsentationen der Teams, die sich zuvor in einem intensiven Bootcamp gegen insgesamt zwölf ausgewählte Projekte durchgesetzt hatten. Der vom Goethe-Unibator in Zusammenarbeit mit Santander Deutschland organisierte Wettbewerb, der sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientiert, zeigt jedes Jahr aufs Neue das Potenzial unternehmerischer Lösungen für globale Herausforderungen.
Wie aus Molekülen Leben entstehen konnte
Viele Eigenschaften von Molekülen lassen sich nicht aus den Eigenschaften der Atome vorhersagen, aus denen sie bestehen: Diese Eigenschaften tauchen erst im Verbund auf - ein Phänomen, das in der Wissenschaft als „Emergenz“ bezeichnet wird. Eine Publikation der Goethe-Universität Frankfurt beleuchtet aus chemischer, biologischer und philosophischer Perspektive, wie Emergenz und Komplexität zusammenhängen.
Faire Karrieren in der Wissenschaft
Wissenschaftliche Exzellenz lebt von Vielfalt und Freiheit – doch selbstbestimmtes Arbeiten gelingt erst, wenn Institutionen Strukturen schaffen: für gutes Onboarding, für Diversitätssensibilität und für Unterstützung von Wissenschaftler*innen mit unterschiedlichen Karrierewegen und Lebenslagen. Die Goethe-Universität Frankfurt geht hier als Vorreiterin voran: Eine Studie untersucht systematisch die Bedarfe von Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen – und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.
Vergessene Musik im Hochbunker
Die Kompositionen verfolgter Frankfurter jüdischer Musikerinnen und Musiker werden am 10. Mai im Hochbunker an der Friedberger Anlage, gebaut auf den Grundmauern der von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge, zu hören sein: Das Konzert mit Werken von Bernhard Sekles, Ernst Toch, Max Kowalski, Erich Itor Kahn sowie Liedern von Rosy Geiger-Kullmann und Willy Salomon basiert auf einer Kooperation: Beteiligt sind die Goethe-Universität, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK), die Initiative 9. November e.V., Musica Judaica e.V. und die Frankfurter Gesellschaft für neue Musik e.V. Ziel des gemeinsamen Projekts „Gegen das Vergessen“ ist es, die Werke Frankfurter jüdischer Musikerinnen und Musiker, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, wieder sichtbar und hörbar werden zu lassen.
Erfolgreicher Brückenschlag: Goethe-Universität feiert erste Alumni des „Academic Bridge Program“
Im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung am 29. April 2026 würdigte die Goethe-Universität die beeindruckenden Leistungen hochqualifizierter Menschen mit Fluchterfahrung. Das Projekt „Academic Bridge Program“ (ABP), das im Sommer 2025 ins Leben gerufen wurde, feierte dabei den erfolgreichen Abschluss seiner Alumni.