Alle Artikel zum Thema Biowissenschaften
News aus dem Fachbereich Biowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.
Um mRNA-Moleküle zur Beeinflussung gesunder wie kranker Zellen geht es im neuen SFB/TRR 440 smART. Fortgesetzt werden der SFB 1507 zu Protein-Superkomplexen in Membranen sowie der SFB 1531 zum Beitrag des Bindegewebes zu Heilungsprozessen. #RMU
Die 7. Internationale Giersch-Konferenz 2026 am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) im März war gleichzeitig die Auftaktveranstaltung des Exzellenzclusters SCALE unter dem Motto »Towards Digital Twins for Structural Cell Biology – Criteria, Chances and Challenges«.
In einem bislang einzigartigen Feldexperiment hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Goethe-Universität, der University of California, Berkeley, und dem CNRS Montpellier die evolutionäre Anpassung der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana an verschiedensten Klimazonen von den Alpen bis zur Negevwüste untersucht. An weltweit 30 Standorten säten die Teammitglieder die Pflanzen aus, beobachteten deren Entwicklung und werteten genetische Veränderungen aus. Das Ergebnis: Viele Arabidopsis-Populationen passten sich rasch den Klimaverhältnissen an – einige jedoch starben aus. Die Ergebnisse zeigen, wie genetische Vielfalt das Überleben von Populationen sichert.
Davor Solter und Azim Surani erhalten den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2026
Mithilfe einer patentierten Lasertechnologie stellt das innovative Startup Modulux3D in einem 3D-Biodrucker realistische Modelle menschlicher Gewebe und Organe her. Die Gründer bieten damit eine vielversprechende Alternative zu Tierversuchen in der Pharmaforschung an. Das Startup, hervorgegangen aus der Forschung an der Goethe-Universität, profitiert von der Startup-Factory Futury, an der die Rhein-Main-Universitäten beteiligt sind. Das Ziel ist es, Grundlagenforschung in die Anwendung zu bringen.
Für viele von uns völlig unerwartet verstarb am 04.02.2026 der Frankfurter Ornithologe und Physiologe Prof. Dr. Roland Prinzinger im Alter von 77 Jahren. Mit ihm verlieren wir einen leidenschaftlichen Biologen mit herausragender Artenkenntnis, die er mit großem Engagement an Studierende und interessierte Laien weitergab – auf zahllosen Exkursionen, in Vorträgen sowie in zahlreichen Veröffentlichungen, darunter Fachpublikationen und Lehrbücher.
Der Verlust der Biologischen Vielfalt ist das größte längerfristige Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft. Für eine nachhaltige Zukunft braucht es dringend herausragende, internationale Expertise. Da setzt die neunte Frankfurt Spring School an: Mit vier Wochen intensiven Trainings und konkreter Projektförderung werden Nachwuchskräfte aus über 20 Ländern gezielt auf Führungsaufgaben im internationalen Naturschutz vorbereitet.
Das Frankfurt Conservation Center (FCC) soll auf dem Gelände des Frankfurter Zoos ein neues Zuhause bekommen. Aus dem Architekturwettbewerb für das geplante Gebäude ging das Stuttgarter Büro haascookzemmrich STUDIO2050 als Sieger hervor. Der Entwurf überzeugte die Jury durch seine innovative, ökologische und städtebauliche Gestaltung.
Mit vereinten Kräften erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und aus Costa Rica künftig die Artenvielfalt in dem lateinamerikanischen Land. Prof. Meike Piepenbring, Pilzforscherin an der Goethe-Universität, hat beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) erfolgreich ein Projekt beantragt: Für die Anbahnung der Partnerschaft fließen in den nächsten drei Jahren 450.000 Euro.
Forscher der Goethe-Universität haben eine überraschende Rolle der Ameisensäure im menschlichen Darm entdeckt: Das kleine Molekül fungiert als eine Art „Taxi“ für Elektronen – sowohl innerhalb von Bakterien als wahrscheinlich auch zwischen verschiedenen Mikroorganismen. Das Darmbakterium Blautia luti bildet die Ameisensäure für einen Stoffwechseltrick, mit dem es flexibel auf das Angebot im Darm reagieren kann. Neben Kohlenhydraten kann es giftiges Kohlenmonoxid aus dem körpereigenen Hämoglobin-Abbau abbauen.
Viele Säugetierpopulationen in europäischen und nordamerikanischen Zoos sind überaltert. Diese Entwicklung gefährdet die langfristige Stabilität sogenannter Reservepopulationen und damit eine zentrale Aufgabe moderner Zoos im Artenschutz. Das zeigt eine internationale Studie unter Beteiligung der Goethe-Universität Frankfurt, die am Mittwoch in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde.
Die Goethe-Universität Frankfurt hat am Donnerstag feierlich ein hochmodernes Cryo Plasma-FIB-Rasterelektronenmikroskop mit Nanomanipulator im Wert von mehr als 5 Millionen Euro in Betrieb genommen. Das von der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung unterstützte Großgerät ist das erste seiner Art in Hessen und eines von nur wenigen in Deutschland. Es ermöglicht präzise Nanobiopsien biologischer Proben, wie Gewebe oder Zellverbände, und ist eine Schlüsseltechnologie für den Exzellenzcluster SCALE, in dem Forschende die molekularen Grundlagen von Zellen untersuchen.