Alle Artikel zum Thema Gesellschaftswissenschaften
News aus dem Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.
News aus dem Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.
Am 27. Mai 2026 findet um 18 Uhr ein Vortrag der Klimaforscherin Friederike Otto im Rahmen der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften statt.
Der Umweltsoziologe Prof. Dr. Tobias Rüttenauer erforscht das Verhältnis zwischen Natur und Gesellschaft: Er geht zum Beispiel der Frage nach, ob sich Menschen umweltfreundlicher verhalten, wenn sie von den Folgen des Klimawandels direkt betroffen sind. Nach Forschungstätigkeiten in Großbritannien, zuletzt am University College London, setzt Rüttenauer seine Arbeit nun an der Goethe-Universität fort mit einer LOEWE-Start-Professur für Quantitative Sozialwissenschaften/Quantiative Social Science am Center for Critical Computational Studies (C3S). Für seine Forschung zur Klimagerechtigkeit stellt das Land Hessen in den kommenden sechs Jahren 1,3 Millionen Euro aus LOEWE-Mitteln zur Verfügung.
Das DFG-Graduiertenkolleg »Standards des Regierens« ist eine interdisziplinäre Forschungsinitiative der TU Darmstadt und der Goethe-Universität Frankfurt. Auf der Midterm-Conference Ende Januar in Frankfurt diskutierten internationale Expert*innen zusammen mit den Mitgliedern des Graduiertenkollegs, inwiefern Standards internationale Politik formen und zugleich Gegenstand von Aushandlung sowie Konflikt sind. Prof. Sandra Seubert, Politikwissenschaftlerin an der Goethe-Universität und Ko-Sprecherin des GRK, blickt zurück auf die Konferenz und anstehende Forschungsfragen.
Eine neue Studie, die in Nature unter dem Titel „Investigating the analytical robustness of the social and behavioural sciences" veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass wissenschaftliche Schlussfolgerungen davon abhängen können, wer die statistische Analyse durchführt. Die Ergebnisse stammen aus einer groß angelegten internationalen Zusammenarbeit unter der Leitung von Balázs Aczél und Barnabás Szászi (Eötvös Loránd Universität und Corvinus Universität), die im Rahmen des Programms „Systematizing Confidence in Open Research and Evidence" (SCORE) durchgeführt wurde. Ein Team von 457 unabhängigen Analysten aus Institutionen auf der ganzen Welt, davon etwa 60 aus Deutschland und vier von der Goethe Universität Frankfurt, führte 504 Reanalysen von Daten aus 100 zuvor veröffentlichten Studien aus den Sozial- und Verhaltenswissenschaften durch. Je fünf Analysten erhielten denselben Datensatz und dieselbe zentrale Forschungsfrage, konnten jedoch die Analyse nach eigenem Ermessen durchführen.
Die neuen Regelungen für den Wehrdienst gelten seit dem 1. Januar. Doch wie geht es jungen Menschen damit? Wissenschaftler*innen der Universität Hildesheim und der Goethe-Universität Frankfurt haben eine bundesweite Onlinebefragung von 15- bis 30-Jährigen im Kontext der aktuellen Debatte gestartet. Für PD Dr. Severine Thomas und Dorothee Kochskämper, Universität Hildesheim, und Dr. Johanna Wilmes, Goethe-Universität Frankfurt aus dem Forschungsteam, besonders interessant: was die aktuelle Lage mit jungen Menschen macht. „Wir wollen wissen, was junge Menschen über den neuen Wehrdienst denken und wie es ihnen damit geht“, erklärt Thomas. „Und welche Stimmungen und Sorgen junge Menschen haben - auch angesichts aktueller Kriege und Krisen“, ergänzt Wilmes.
„Brüche – Demokratie in Zeiten der Regression“: Kooperation mit der Oper Frankfurt im Rahmen des Forschungsverbunds DemoReg