Alle Artikel zum Thema Medizin
News aus dem Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt.
Am 12. Juni feiert das von Studierenden organisierte Wissenschaftsfest seinen 20. Geburtstag: mit über 90 Vorträgen, spannenden Führungen, interaktiven Formaten und zahlreichen Ständen für alle wissbegierigen Besucher*innen.
Der Wellcome Trust fördert den Forschungsverbund FUTURE-D mit fast sechs Millionen Euro – koordiniert von der Universitätsmedizin Frankfurt. Ziel ist es, schwere und chronische Verläufe von Depressionen früher vorherzusagen und Behandlungen gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten zuzuschneiden, damit Betroffene nicht mehr jahrelang verschiedene Therapien durchlaufen müssen, bis eine wirkt. Dazu kombiniert das internationale Konsortium aus sechs Ländern modernste Datenanalyse mit klinischer Expertise und großen Langzeitkohorten. Das Projekt startet im Herbst 2026.
Um mRNA-Moleküle zur Beeinflussung gesunder wie kranker Zellen geht es im neuen SFB/TRR 440 smART. Fortgesetzt werden der SFB 1507 zu Protein-Superkomplexen in Membranen sowie der SFB 1531 zum Beitrag des Bindegewebes zu Heilungsprozessen. #RMU
Zum Teil seit vielen Jahrzehnten befinden sich in der Sammlung der Frankfurter Nervenklinik im Uniklinikum auch medizinische Präparate mit menschlichem Gewebe. Kaum jemand hat sich für diese „Human Remains“ interessiert. Verborgen und vergessen – oder bewusst verdrängt? Dr. Moritz Verdenhalven hat sie nun in einem dreijährigen Projekt untersucht. Mit Mitteln der Universitätsleitung und der Uniklinik hat er versucht, die Herkunft der Sammlung mit menschlichen Präparaten offenzulegen. Im Rahmen eines Vortrags hat Verdenhalven über seine Vorgehensweise und die Ergebnisse berichtet.
Dr. Taniya Chakraborty vom Institut für Biochemie der Goethe-Universität und Dr. Julian Wagner vom Exzellenzcluster Cardiopulmonary Institute (CPI) der Goethe-Universität sowie Josef Shin, MD PhD, von der Universitätsmedizin Mainz sind die drei Finalisten des Boehringer-Ingelheim-Preises 2026, der von der Boehringer Ingelheim Stiftung ausgelobt wird.
Kinder mit Down-Syndrom besitzen ein hohes Risiko, an myeloischer Leukämie zu erkranken. Ein Forschungsteam der Goethe-Universität Frankfurt, des Wellcome Sanger Institute, des Great Ormond Street Hospital und ihrer Kooperationspartner hat herausgefunden, wie sich einzelne Zellen des blutbildenden Systems der Betroffenen verändern, sodass über eine Krebsvorstufe Leukämie entsteht. Die Forschenden haben so die betroffenen genetischen Programme identifiziert, und einen Ansatzpunkt für eine Therapie der myeloischen Leukämie bei Kindern mit Down-Syndrom gefunden.
Die Frankfurt Cancer Conference findet vom 2. bis 4. September 2026 zum vierten Mal am Campus Westend der Goethe-Universität statt. In diesem Jahr steht die Konferenz im Zeichen des 120-jährigen Jubiläums der modernen Krebsforschung in Frankfurt, die mit der Eröffnung des Georg-Speyer-Hauses und der ersten internationalen Krebskonferenz in Frankfurt und Heidelberg ihren Anfang nahm. Zur Würdigung dieser historischen Meilensteine bringt die internationale Fachkonferenz Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Onkologie zusammen, um Paul Ehrlichs Vision für die Zukunft der Präzisionsmedizin zu vertiefen und weiterzuentwickeln.
Prof. Torsten Frosch, Koordinator des LOEWE-Schwerpunkts „MultiDrug-TDM“, erklärt, wie ein neuartiges intelligentes Sensorsystem die Therapie von Kindern mit Krebserkrankungen entscheidend verbessern kann.
Mit einem wissenschaftlichen Symposium feiert das Cooperative Brain Imaging Center Frankfurt (CoBIC) seine Eröffnung, nachdem das Gebäude vor einem Jahr offiziell in Betrieb genommen wurde. Das CoBIC ist eine Kooperation der Goethe-Universität Frankfurt, des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik und des Ernst Strüngmann Instituts (ESI) der Max-Planck-Gesellschaft. Die enge Zusammenarbeit von grundlagenwissenschaftlichen Instituten und der Universitätsmedizin Frankfurt bietet Forscherinnen und Forschern ein dynamisches Umfeld für innovative Forschungsprojekte.
Wer eine gesunde Thymusdrüse hat, lebt länger und wird seltener krank. Außerdem sind Immuntherapien bei Patient*innen mit gesundem Thymus häufiger erfolgreich. Dies zeigen zwei internationale Studien unter Beteiligung der Universitätsmedizin Frankfurt. Aus den Ergebnissen, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature erschienen sind, ergeben sich neue Ansätze für den Erhalt der Gesundheit im Alterungsprozess.
Mithilfe einer patentierten Lasertechnologie stellt das innovative Startup Modulux3D in einem 3D-Biodrucker realistische Modelle menschlicher Gewebe und Organe her. Die Gründer bieten damit eine vielversprechende Alternative zu Tierversuchen in der Pharmaforschung an. Das Startup, hervorgegangen aus der Forschung an der Goethe-Universität, profitiert von der Startup-Factory Futury, an der die Rhein-Main-Universitäten beteiligt sind. Das Ziel ist es, Grundlagenforschung in die Anwendung zu bringen.
RMU-Studiengang Medizintechnik zeigt beispielhaft, was Kooperation leisten kann
Was passiert, wenn komplementäre Expertisen von Universitäten in neuen Angeboten münden? Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Profile nicht verwässert, sondern gezielt gebündelt werden. Der gemeinsame Studiengang Medizintechnik der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt steht exemplarisch für diese Kraft der Zusammenarbeit. Hier treffen klinische Erfahrung und Ingenieursdenken aufeinander – strukturiert, dauerhaft und mit messbarem Erfolg. Wie daraus ein Studiengang wurde, der Studierende prägt und Perspektiven öffnet, zeigt der Blick auf eine von ihnen.