Uni & Menschen – Artikel
Lesen Sie die neuesten Meldungen rund um die Goethe-Universität und Ihre Menschen.
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Mit rund 3.000 Handschriften, darunter etwa 600 mittelalterliche Handschriften und zahlreiche frühneuzeitliche Manuskripte, zählt die Sammlung der UB Frankfurt zu den größten dieser Art in Deutschland. Nun rückte ein außergewöhnliches Objekt in den Fokus.
Mit künstlerischen Methoden befasst sich der US-amerikanische Künstler, Design-Dozent und Anwalt Ryan Lilienthal mit multiperspektivischer und multidirektionaler Erinnerung an den Nationalsozialismus. Partizipation ist dabei das zentrale Stichwort in seiner Arbeit, unter anderem mit deutschen Schülerinnen und Schülern. Aus wissenschaftlicher Perspektive wird er dabei vom Lehr- und Forschungsforum „Erziehung nach Auschwitz“ unterstützt; gefördert wird sein Projekt von der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission und der deutschen Bundesregierung.
Wohin entwickelt sich die chinesische Wirtschaft? Und welche Implikationen hat dies für Deutschland und die Welt? Diese Fragen umreißen das Forschungsfeld von Philipp Böing, Professor für Empirische Innovationsforschung mit Schwerpunkt China an der Goethe-Universität und am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Der Volkswirt ist seit kurzem auch Sprecher des Leibniz-Forschungsnetzwerks China und zählt zu den wenigen deutschen Wissenschaftlern, die sich auf Grundlage großer Datenmengen empirisch mit der chinesischen Wirtschaft und Innovation auseinandersetzen.
Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität hat im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) wieder einmal erstklassig abgeschnitten.
Manche Abende bieten mehr als ein Essen. In Frankfurt wurden wenige Tische zum Ausgangspunkt von Gesprächen, die von Tokio bis Kolkata, von Nigeria bis Südafrika, von Philosophie bis Immunologie reichten. Die Social Dinner der Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Goethe-Universität vermitteln einen ersten Vorgeschmack auf globale Wissenschaft in ihrer lebendigsten Form: persönlich, neugierig und vom Austausch geprägt.
Der Biologe Horst Lange-Bertalot hat sich der Erforschung der Kieselalge verschrieben. Der international bekannte Wissenschaftler ist im Februar 90 geworden.
Wissenschaftliche Exzellenz lebt von Vielfalt und Freiheit – doch selbstbestimmtes Arbeiten gelingt erst, wenn Institutionen Strukturen schaffen: für gutes Onboarding, für Diversitätssensibilität und für Unterstützung von Wissenschaftler*innen mit unterschiedlichen Karrierewegen und Lebenslagen. Die Goethe-Universität Frankfurt geht hier als Vorreiterin voran: Eine Studie untersucht systematisch die Bedarfe von Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen – und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.
Eines steht für Britta Baumert seit langem fest: "Ich werde Lehrerin!" weiß sie schon als Gymnasiastin. Welche Fächer sie studiert, um sie später unterrichten zu können, ist ihr dabei erstmal nicht so wichtig. Zwar ist sie katholisch aufgewachsen, war in Kindheit und Jugend in der Kirchengemeinde aktiv. Der Religionsunterricht, den sie selbst auf dem Gymnasium erhielt, hat in ihr allerdings keine Begeisterung geweckt, und der Kirche steht sie durchaus kritisch gegenüber. Katholische Theologie hat Baumert also zunächst nicht auf dem Schirm.
Warum kommt die Inklusion im deutschen Bildungs- und Erziehungswesen so langsam voran? Der neue Sonderforschungsbereich in:just, der sich mit Gerechtigkeit und Teilhabe für alle befasst, ist mit einem Kick-off-Meeting gestartet.
Die Kompositionen verfolgter Frankfurter jüdischer Musikerinnen und Musiker werden am 10. Mai im Hochbunker an der Friedberger Anlage, gebaut auf den Grundmauern der von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge, zu hören sein: Das Konzert mit Werken von Bernhard Sekles, Ernst Toch, Max Kowalski, Erich Itor Kahn sowie Liedern von Rosy Geiger-Kullmann und Willy Salomon basiert auf einer Kooperation: Beteiligt sind die Goethe-Universität, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK), die Initiative 9. November e.V., Musica Judaica e.V. und die Frankfurter Gesellschaft für neue Musik e.V. Ziel des gemeinsamen Projekts „Gegen das Vergessen“ ist es, die Werke Frankfurter jüdischer Musikerinnen und Musiker, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, wieder sichtbar und hörbar werden zu lassen.
Zwei Lehrforschungsprojekte im Sommersemester 2025 haben Studierenden die Möglichkeit eröffnet, sich praxisnah mit Provenienzforschung zu befassen. Im Fokus stand im einen Fall die ethnografische Sammlung im Landesmuseum Darmstadt, im anderen ging es um den Umgang mit alten Handschriften und die Dokumentation derer, die im modernen Handel angeboten werden.
Der Umweltsoziologe Prof. Dr. Tobias Rüttenauer erforscht das Verhältnis zwischen Natur und Gesellschaft: Er geht zum Beispiel der Frage nach, ob sich Menschen umweltfreundlicher verhalten, wenn sie von den Folgen des Klimawandels direkt betroffen sind. Nach Forschungstätigkeiten in Großbritannien, zuletzt am University College London, setzt Rüttenauer seine Arbeit nun an der Goethe-Universität fort mit einer LOEWE-Start-Professur für Quantitative Sozialwissenschaften/Quantiative Social Science am Center for Critical Computational Studies (C3S). Für seine Forschung zur Klimagerechtigkeit stellt das Land Hessen in den kommenden sechs Jahren 1,3 Millionen Euro aus LOEWE-Mitteln zur Verfügung.