Der Fachbereich ist maßgeblich in den Profilbereichen "Sustainability & Biodiversity" und „Struktur und Dynamik des Lebens“ beteiligt und zusätzlich auch im Profilbereich "Science for Health“ verankert.
Der Profilbereich Structure and Dynamics of Life (SDL) untersucht die grundlegenden Bausteine des Lebens auf verschiedenen Skalen – von einzelnen Molekülen und makromolekularen Komplexen bis hin zu Organellen und gesamten Zellen. Das Ziel von SDL ist zu verstehen, wie sich diese Komponenten selbstständig zu höhergeordneten Strukturen organisieren und durch ihr koordiniertes Zusammenspiel biologische Prozesse hervorbringen.
Diese Selbstorganisation erfordert eine präzise räumliche und zeitliche Abstimmung der einzelnen Schritte, und Fehler in diesem Koordinationsprozess sind eine häufige Ursache für zelluläre Fehlfunktionen und Krankheiten. Die Erforschung dieser dynamischen Prozesse erfordert daher fortschrittliche Technologien, mit denen sich biologische Systeme mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung messen, visualisieren und manipulieren lassen.
Der Fachbereich Biowissenschaften trägt mit seiner Expertise in der Molekularbiologie, der zellulären, Entwicklungs- und Systembiologie sowie in den Neurowissenschaften wesentlich zu SDL bei. Verschiedene Arbeitsgruppe sind aktiv in einem oder mehreren der zentralen SDL-Forschungsbereiche vertreten, fördern interdisziplinäre Zusammenarbeit und treiben technologische wie konzeptionelle Fortschritte voran:
(i) Subzelluläre Architektur des Lebens, mit dem Exzellenzcluster SCALE (Co-Sprecherin Müller-McNicoll, PIs: Acker-Palmer, Hefendehl, Helfrich, Lecaudey, Stephan, Stahl) sowie dem Graduiertenkolleg iMOL (PIs: Acker-Palmer, Pampaloni)
(ii) RNA-basierte Prozesse mit dem SFB/TRR 440 smART (PI: Müller-McNicoll)
(iii) Membran- und Organell-Dynamik mit dem SFB 1507 (PIs: Acker-Palmer, Stephan)
(iv) Neuronale molekulare und zelluläre Architektur (Acker-Palmer, Hefendehl)
(v) Lichtbasierte Werkzeuge (Lecaudey, Stahl, Stephan)
(vi) Selektive Autophagie mit dem SFB 1177 (PI: Eimer)
Somit übernimmt der FB15 eine tragende Rolle darin, SDL als lebendigen und integrativen Profilbereich der GU zu gestalten.


Der Profilbereich Sustainability & Biodiversity der Goethe-Universität Frankfurt bündelt exzellente Forschung und Lehre zu den zentralen Herausforderungen des globalen Umweltwandels. Im Fokus stehen Fragen der nachhaltigen Entwicklung, des Erhalts der biologischen Vielfalt, der Planetary Health sowie der Dynamik von Erdsystemen. Der Profilbereich zeichnet sich durch eine ausgeprägte inter- und transdisziplinäre Ausrichtung aus und vereint Expertise aus den Biowissenschaften, Geowissenschaften, Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Gemeinsam mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden wissenschaftliche Grundlagen erarbeitet und innovative Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen wie Biodiversitätsverlust, chemische Verschmutzung und nachhaltige Transformationen entwickelt. Die Forschungsaktivitäten gliedern sich in die vier thematischen Schwerpunkte Sustainability, Biodiversity, Planetary Health und Earth System Sciences und werden durch das Querschnittsthema Chemical Pollution, Biodiversity Loss & Society ergänzt.
Der Fachbereich Biowissenschaften (FB15) bildet eine der tragenden Säulen des Profilbereichs und prägt dessen wissenschaftliches Profil maßgeblich. Dies zeigt sich unter anderem in der Co-Leitung des Profilbereichs, der Leitung der Forschungsschwerpunkte Biodiversity und Planetary Health sowie der Koordination des strategischen Schwerpunktfeldes Chemical Pollution, Biodiversity Loss & Society. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des FB15 sind in zahlreiche strategisch bedeutende Verbundvorhaben eingebunden, darunter die Leibniz Erweiterungsvorhaben „Anthropocene biodiversity loss“, die großen europäischen Netzwerke PARC und NORMAN, das Kompetenzzentrum Wasser Hessen (KWH), der Exzellenzcluster Cardio-Pulmonary Institute (CPI), das deutsch-costa-ricanische Biodiversitätsforschungsnetzwerk GeCoBio, die Grundwasser-Monitoringinitiative gwTriade sowie verschiedene internationale Projekte zu biodiversitäts- und gesundheitsrelevanten Umweltstressoren. Eine besondere Bedeutung innerhalb des Profilbereichs kommt zudem dem Exzellenznetzwerk RobustNature zu, das mehrere Fachbereiche der Goethe-Universität sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen miteinander vernetzt und dadurch die interdisziplinäre Forschung zu Biodiversität, Nachhaltigkeit und Planetary Health stärkt.
Exzellente Forschung in den Bereichen der Kardiologie, Onkologie, Neurowissenschaften und Arzneimittelforschung wird durch den Profilbereich „Science for Health“ repräsentiert.


Der Fachbereich Biowissenschaften gliedert sich aktuell organisatorisch in die drei Institute: Ökologie, Evolution und Diversität (Institut 1), Zellbiologie und Neurowissenschaften (Institut 2), und Molekulare Biowissenschaften (Institut 3). Die Abteilung Fachdidaktik der Biowissenschaften komplementiert die Forschungs- und Lehrstruktur des Fachbereichs.
Aus den verschiedenen Forschungsschwerpunkten der jeweiligen, am Fachbereich beheimateten Arbeitsgruppen, haben sich die folgenden Entwicklungsfelder herauskristallisiert:
- Biodiversität & Natur-/Artenschutz
- Interaktion von (Nerven-)Zellen in Geweben und Organen
- Molekulare Physiologie, Biochemie und Biotechnologie von Pro- und Eukaryoten
- Wasserforschung und Ecosystem Health
Entdecken Sie die Forschungsthemen innerhalb der Fakultät.
Auf diesen Webseiten finden Sie auch mehr Information über Verbundprojekte and größere Forschungsprojekt des Fachbereichs.







