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Lehramtstudiengänge

Studierende beim Bestimmen von Pflanzen

Lehramtstudiengänge

am Fachbereich

Katrin Binner

Die Biologie ist die Wissenschaft von der belebten Natur, gehört also zu den Naturwissenschaften. Die Forschungsergebnisse der Biologie sind von essenzieller Bedeutung für einen sachkundigen Umgang mit der belebten Natur sowie für deren verantwortliche Nutzung und Erhaltung. In den Studiengängen des Fachbereichs werden die heute für wissenschaftliches Arbeiten in der Biologie nötigen Kenntnisse, Methoden und Fertigkeiten vermittelt.

  • Das Studium Lehramt an Haupt- und Realschulen (L2) bereitet auf den Unterricht der Klassen 5 bis 10 an Haupt-, Real- und allgemeinbildenden Schulen vor und schließt mit der Ersten Staatsprüfung ab.
  • Das Studium Lehramt an Gymnasien (L3) bereitet auf den Unterricht von Klassen 5-13 an Gymnasien und allgemeinbildenden Schulen vor und schließt mit der Ersten Staatsprüfung ab.
  • Das Studium Lehramt für Förderpädagogik (L5) bereitet auf den Unterricht an Förderschulen bzw. in Beratungs- und Förderzentren vor. Insbesondere im Rahmen der Inklusion sind Förderschullehrerinnen und -lehrer auch an Regelschulen tätig. Der Studiengang schließt mit der Ersten Staatsprüfung ab.

 

Leitbild für das Schulfach Biologie

  1. Biologie ist die Wissenschaft vom Leben, von seinen molekularen Grundlagen bis hin zu vernetzten Ökosystemen. Im Mittelpunkt stehen die Lebewesen: Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien.
  2. Die Biologie befasst sich mit der Einzigartigkeit biologischer Phänomene und Prozesse: der Vielfalt der Lebewesen und ihrer Entstehung, den Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen in Bau, Funktion und Lebensvorgängen, dem struktur- und funktionsgebenden Wirken der Evolution, der Dynamik und Komplexität biologischer Vorgänge, der Diversität belebter Lebensräume und Interaktionen zwischen Organismen und ihrer biotischen und abiotischen Umwelt.
  3. Die Biologie trägt zu einem Weltverständnis aus naturwissenschaftlicher Sicht bei. Die Auseinandersetzung mit dem Lebendigen führt zu dem Bewusstsein, dass der Mensch Teil der Natur ist und sein Überleben eng mit der Existenz anderer Lebewesen und der unbelebten Umwelt verbunden ist. Das Unterrichtsfach Biologie hilft so jungen Menschen bei der Entwicklung ihres individuellen Selbstverständnisses.
  4. Der Biologie-Unterricht vermittelt neben dem biologischen Wissen auch ein Verständnis für die Denk- und Arbeitsweise der Biologie als eigenständiger Naturwissenschaft. Der Unterricht fördert in besonderer Weise das forschend-entdeckende und problemlösende Lernen. Er vermittelt biologische Fachmethoden und -begriffe, leitet zu einem genauen naturwissenschaftlichen Arbeiten an und macht die Notwendigkeit einer kritischen Ergebnisanalyse bewusst. Die Entwicklung und Anwendung von Modellvorstellungen schult dabei das abstrakte Denkvermögen und erfordert kreative Vorgehensweisen, die an vielfältigen Beispielen geübt werden können.
  5. Die Erkenntnisfortschritte in Biologie und Medizin sowie deren technische Umsetzungsmöglichkeiten beeinflussen in zunehmendem Maße unsere Gesellschaft. Der Biologieunterricht berücksichtigt daher die Aktualität biologischer Phänomene und Erkenntnisse sowie deren Anwendungen einschließlich der Diskussion bioethischer Fragen.
  6. Die im Unterricht erworbenen Kenntnisse sollen den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur fördern. Ein zeitgemäßer Biologieunterricht schließt daher Umweltbildung mit ein und fördert die Handlungsbereitschaft und Handlungskompetenz für den Natur- und Umweltschutz. Eine interdisziplinäre Thematisierung der Umweltbildung sowie weiterer fachübergreifender Aspekte von gesellschaftlicher Bedeutung (z.B. Gesundheitsförderung und Sexualerziehung) ist anzustreben.