Ziel der Archäologischen Wissenschaften ist es, vergangene Kulturen und Lebenswelten zu rekonstruieren und zu interpretieren. Im Zentrum stehen dabei die materiellen Hinterlassenschaften bzw. die archäologischen Befunde; Schriftquellen, sofern verfügbar, werden einbezogen. Das Spektrum der in Frankfurt vereinigten Disziplinen reicht dabei von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter; von Europa bis nach Asien und Afrika.
Der Bachelorstudiengang „Archäologische Wissenschaften“ leitet die Studierenden an, Fähigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln, die materiellen Überreste vergangener menschlicher Existenz zu erschließen, anhand spezifischer Fragestellungen zu analysieren und in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmen einzuordnen. Zu diesem Zweck vermittelt der Studiengang, in Verbindung mit fundierten Kenntnissen der betreffenden kultur- und umweltgeschichtlichen Spezifika, die methodischen und theoretischen Grundlagen der archäologischen Forschungspraxis.
Das Institut für Archäologische Wissenschaften bietet ein außergewöhnlich breites Fächerspektrum. In drei Abteilungen gegliedert sind hier die Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients und die Klassische Archäologie sowie die altorientalischer Philologie (Abt. I), die Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen und die Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike (beide Abt. II) sowie die Vor- und Frühgeschichte Eurasiens und Afrikas (Abt. III) mit insgesamt sechs Professuren und einem großen Mitarbeiterstab vertreten. Hinzu kommen Schwerpunkte in antiker Numismatik, Archäometrie und Archäobotanik. Fächer- und epochenübergreifend arbeitet die „Forschungsstelle Keramik“, die sich mit diesem Werkstoff in allen Aspekten beschäftigt.
Der Standort Frankfurt besticht aber auch durch eines der schönsten Universitätsgelände Deutschlands, den Campus im Westend, der modernste Studienbedingungen und eine hervorragende Infrastruktur bietet. Dazu tragen gleich mehrere archäologische Museen in der Stadt und der Region, eine Vielzahl an Bibliotheken mit reichen Beständen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen von internationalem Rang bei.
Zahlreiche Grabungen, Beteiligungen an den Austauschprogrammen PONS und Erasmus, bedeutende Sammlungen sowie umfangreiche Media- und Phototheken runden das reiche Angebot für unsere Studierenden ab.