Profil des Fachs

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Praktische Theologie ist die Theorie christlich-religiöser Praxis. Praktische Theologie erkundet christliche Religion dort, wo diese sichtbar wird: vor Ort, an der konkreten Praxis innerhalb der privaten und öffentlichen Lebenswelt – an den kirchlich-institutionalisierten Praxisformen ebenso wie an denen jenseits der kirchlichen Grenzen, an den Handlungsformaten kirchlich Engagierter ebenso wie an dem Verhalten kirchenferner religiös gestimmter Menschen.

Zur Rekonstruktion und Interpretation von Praxisphänomenen bedient sich die Praktische Theologie ganz unterschiedlicher, theologischer wie nicht-theologischer Theorieperspektiven. Erkenntnisse aus Psychologie und Soziologie erweisen sich dabei ebenso als aufschlussreich wie Einsichten aus der Linguistik, der Ritualtheorie, der Ethnographie, der Theatertheorie und anderen Kulturwissenschaften.

Die praktisch-theologischen Lehrveranstaltungen widmen sich zum einen den klassischen, an der Praxis von Pfarrerinnen und Pfarrern orientierten Teildisziplinen: Predigtlehre, Gottesdienstlehre, Theorie von Taufe, Konfirmation, Trauung und Bestattung, Seelsorgelehre, Diakoniewissenschaft und Kirchentheorie; zum anderen nähern sie sich der religiösen Praxis aus handlungsfeldübergreifender Perspektive: „Religion und Raum“, „Ästhetik und Kunst“, „Glück, gelungenes Leben und Lebenskunst“, „Filmkunst in ihren religiösen Facetten", „Semiotik als Schlüssel zum Verständnis religiöser Praxis“ u.a.

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