Eine neue Kooperation vereinbaren

Sie planen eine Instituts-, Fachbereichs- oder Universitätspartnerschaft mit einer ausländischen Hochschule abzuschließen? Im folgenden haben wir für Sie einige allgemeine Hinweise zusammengefasst, um Ihnen das Procedere zu erleichtern. (Ausnahme: Modalitäten zu ERASMUS Partnerschaften finden Sie unter Beginn einer neuen ERASMUS-Kooperation.)

Unterschieden wird generell zwischen Universitätspartnerschaften und Partnerschaften auf Ebene eines Fachbereiches oder Institutes.

Universitätspartnerschaft
Dieser Typ Partnerschaft umfasst mehrere (mindestens drei) Fachbereiche der Universität und verabredet vielfältige Aktivitäten (u.a. Studierenden- und Dozentenaustausch, Forschung, gemeinsame Konferenzen etc.). Es wird i.d.R. ein allgemeines Memorandum of Unterstanding oder Memorandum of Agreement abgeschlossen. Spezifische Aktivitäten und deren Details, insbes. der Studierendenaustausch mit festgelegten Austauschzahlen, werden in einem zusätzlichen Addendum verschriftlicht. In Rücksprache mit den Fachbereichen kümmert sich das International Office (IO) um die Ausfertigung dieses Vertragstyps. Universitätspartnerschaften werden nur mit ausgesuchten Partnern abgeschlossen.

Fachbereichs- oder Institutspartnerschaft
Dieses Abkommen betrifft nur einen Fachbereich oder sogar nur ein Institut. Verabredet werden können ebenfalls u.a. Studierenden- und Dozentenaustausch, spezifische Forschungsaktivitäten, gemeinsame Studiengänge, Konferenzteilnahmen etc. Die Zuständigkeit für dieses Abkommen liegt allein in der Verantwortung des Fachbereichs oder Instituts. Der Fachbereich/das Institut kümmert sich um die Ausfertigung des Vertrags. Das IO berät bei Bedarf.

 

Worauf ist bei den Vertragsverhandlungen zu achten?

(1)Bei einer möglichen Universitätspartnerschaft prüft das IO, ob die ausländische Universität zur GU passt und ob genügend Kooperationsinteresse innerhalb der Fachbereiche und Zentren der GU vorhanden ist. Gleiches sollte bei einer Fachbereichs-/Institutspartnerschaft erfolgen. Klären Sie ferner, welche konkreten Ziele der Fachbereich mit der neuen Kooperation verfolgt und wer im Fachbereich/Institut bereit ist, sich für diese Partnerschaft zu engagieren.

(2) Vertragstext: Orientieren Sie sich an einem Mustervertrag. Diese finden Sie hier rechts im Downloadbereich.

(3) Vertragssprache: Die Ausfertigung in nur einer Sprache, auf Englisch, hat sich als praktikabel erwiesen. Wenn die Ausfertigung in zwei Sprachen erfolgt (Deutsch und Sprache der Gasthochschule), muss eine entsprechende Übersetzung erstellt werden. Beide Sprachversionen werden dann als verbindlich unterzeichnet.

(4) Finanzierung: Klären Sie mit Ihren Partnern das finanzielle Engagement bzw. die finanziellen Verpflichtungen, die Ihr Fachbereich/Institut eingehen kann oder nicht. Wenn verabredet wird, dass keine Seite eine finanzielle Verpflichtung eingeht, sollte ein Finanzierungsvorbehalt vereinbart werden. Als Formulierung könnte gewählt werden: „Both universities agree that all specific financial arrangements are dependent on the availability of funds“. Ferner kann folgende Formulierung für das Bemühen um Drittmitteleinwerbung als Absichtserklärung eingefügt werden: “Both universities agree to seek financial support from national and international organizations for the cooperative activities to be undertaken as stated under the terms of this agreement.”

(5) Planen Sie ausreichend Zeit zur Vertragserstellung und Rücksprache zu Textformulierungen ein.

(6) Unterschriften:  Universitätspartnerschaften werden derzeit nur durch die Präsidentin unterzeichnet. Fachbereichspartnerschaften werden 1. durch den Dekan und dann 2. durch die Präsidentin unterzeichnet. Institutspartnerschaften werden 1. durch den geschäftsführenden Direktor des Instituts, dann 2. durch den Dekan des Fachbereiches und abschließend 3. durch die Präsidentin unterzeichnet. Ohne die Unterschrift der Präsidentin ist der Vertrag rechtlich ungültig.

 (7) Partnerschaftsverträge gestalten sich i.d.R. nur dann aktiv, wenn sich ein Professor/eine Professorin darum kümmert. Für eine Universitätspartnerschaft wird meist ein Partnerschaftsbeauftragter benannt, der gefestigte Kontakte zu dem Partner unterhält und der sich dann um die akademische Seite der Partnerschaft kümmert. Bei der Fachbereichspartnerschaft kümmert sich i.d.R. derjenige um Akademisches und Administratives, auf den diese Partnerschaft zurückgeht. Sollte im Fachbereich ein Auslandsbeauftragter tätig sein, sollte diese Person von Anfang an aktiv in die Partnerschaft mit einbezogen werden.

Verfahrenswege zur Vertragsunterzeichnung innerhalb der GU bei Fachbereichspartnerschaften:

  1. Erstellung des Vertragstextes durch den Fachbereich in Absprache mit seinem Partner (soweit möglich anhand des allgemeinen Mustertextes der GU); bei Bedarf: inhaltliche Unterstützung durch das International Office (Frau Rhode oder Herr Dr. Bickl)
  2. Rechtliche Prüfung des Vertragstextes durch die zentrale Rechtsabteilung, falls beträchtlich vom Mustertext der GU abgewichen wird.
  3. Unterschrift durch Dekan oder Institutsleiter und Dekan (zwei Exemplare bei Ausfertigung in einer Fremdsprache, insges. vier Exemplare bei zwei Sprachen)
  4. Erst danach: Unterschrift durch Präsidentin; IO legt der Präsidentin den Vertrag vor
  5. Unterschrift durch die Partnerhochschule
  6. Wenn alle Unterschriften geleistet wurden: eine Kopie des Vertrages an das IO mit dem ausgefüllten MoU Laufzettel/Checkliste und beides auch eingescannt als Email-Anhang an die Emailadresse kooperation-io@uni-frankfurt.de
  7. Das IO erfasst die Partnerschaft in der Mobilitätsdatenbank Mobility Online, sodass Gaststudierende die Hochschule als Heimathochschule auswählen können, das Study Abroad-Team Studierende Ihres Fachbereiches auf die Kooperation aufmerksam machen kann und die Partnerhochschule dann auch im Goethe Globe aufgeführt werden kann.

Ihre Ansprechpartner im International Office:
Frau Almuth Rhode: a.rhode@em.uni-frankfurt.de; kooperation-io@uni-frankfurt.de; Tel: -18156
Dr. Martin Bickl: bickl@em.uni-frankfurt.de; Tel: -13729