Skip to main content

Profilbereich Universality & Diversity

Unsere Welt ist von religiöser, kultureller und sprachlicher Vielfalt geprägt. Sowohl historisch wie auch in der Gegenwart ergeben sich aus dieser Vielfalt Interessengegensätze und Konflikte, aber auch Chancen und Innovationen. Der Profilbereich „Universality and Diversity“ rückt die Erforschung solcher Dynamiken in den Mittelpunkt. Er bündelt Forschungen, die nach Konfliktursachen und Lösungen fragen, und ermöglicht interdisziplinäre Reflexionen über ungenutzte Potentiale und das Formulieren von Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen. Der Profilbereich vereint vielfältige disziplinäre Perspektiven aus den Bereichen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Er ermöglicht mit einer Verknüpfung unterschiedlicher regionaler Forschungsschwerpunkte auch, unseren Blick über den europäischen Raum hinaus zu weiten. 

Logo des Profilbereichs Universality & Diversity
Anja Middelbeck-Varwick, Profilbereichssprecherin

Anja Middelbeck-Varwick

|

Profilbereichssprecherin

Die Dynamik gesellschaftlicher Transformationsprozesse erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit – im Profilbereich ‚Universality & Diversity‘ bündeln wir Expertise aus verschiedenen Fachrichtungen, um neue Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu gewinnen.

 Sita Steckel, Sprecherin Profilbereich Universality & Diversity

Sita Steckel

|

Profilbereichsprecherin

Erst die Geistes- und Kulturwissenschaften ermöglichen, die Konflikte und Potenziale vielfältiger Gesellschaften vollständig zu erkennen und zu reflektieren. Unser Ziel ist es, ihren Beitrag sichtbar zu machen

André Stephan

Forschungsschwerpunkte

Dynamiken des Religiösen

Das LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen. Ambivalente Nachbarschaften zwischen Judentum, Christentum und Islam in historischen und gegenwärtigen Konstellationen (2026-2032)“ untersucht in interdisziplinären und interreligiösen Explorationen die dialogischen oder konflikthaften Wechselbeziehungen und Wahrnehmungen zwischen den drei in sich vielfältigen Religionen „Judentum“, „Christentum“ und „Islam“ in Geschichte und Gegenwart. Weitere Zentren und Verbünde widmen sich spezifischeren Fragenstellungen einzelner religiöser Traditionen. Gemeinsam ist ihnen das Interesse am Verstehen des Eigenen und des Fremdreligiösen in multireligiösen und säkularen Konstellationen sowie an interreligiösen Prozessen von Kulturtransfer, Übersetzung, Aneignung und Transformation religiös-kultureller Wissensordnungen. 

Vielfalt der Sprachen

Der Forschungsschwerpunkt untersucht, wie sich Sprache in einer globalisierten Welt verändert – durch Migration, Mehrsprachigkeit und digitale Kommunikation. Im Zentrum stehen Fragen nach Identität, Kultur und gesellschaftlichem Zusammenleben in multilingualen Gesellschaften. Dabei erforschen wir sowohl konkrete Sprachpraktiken als auch die grundlegenden Prinzipien, die allen Sprachen zugrunde liegen. Hier spielt auch die Multimodalität von Sprache eine besondere Rolle. Wir untersuchen daher sprachliche Besonderheiten in allen Modalitäten, insbesondere auch visuelle kommunikationsbasierte Mittel wie Gesten im Zusammenspiel mit gesprochenen oder visuellen Sprachen wie Gebärdensprachen. Ziel ist es, die Struktur menschlicher Sprache und multimodaler Kommunikation besser zu verstehen und ihre Rolle in gesellschaftlichen, kulturellen und kognitiven Prozessen sichtbar zu machen.

Ästhetik: Materialität, Medialität, Potentialität 

Fragen der Ästhetik in ihren Dimensionen der Materialität, der Medialität und der Potentialität stellen an der Goethe-Universität Frankfurt seit längerem schon einen zentralen und für den Standort profilbildenden Schwerpunkt dar. Weit davon entfernt, ein isolierter Bezirk der Erholung durch Schönheit zu sein, stellen sich die Künste in der Moderne bis hin zur Gegenwart als zentraler Ort der Symbolisierung, Artikulation und Aushandlung von aktuellen Anliegen und Konflikten dar. Über den engeren Bereich der Künste hinaus sind Architektur und Design zentral für ein Verständnis der materiellen Bedingungen des Zusammenlebens und ihrer Auswirkung auf die Gestaltung historischer und zeitgenössischer Lebensformen und politischer Ordnungen. Die Forschungskompetenzen im Bereich der Ästhetik werden an der Goethe-Universität Frankfurt seit 2015 auch in dem deutschlandweit einzigartigen Masterstudiengang Ästhetik gebündelt, an dem sieben Fächer aus drei Fachbereichen beteiligt sind.

Erinnern, Sammeln, Wissen

Während die Auseinandersetzung mit der kulturellen Rolle von Wissen die Goethe-Universität schon sehr lange prägt, liegt ein aktueller Schwerpunkt auf der Erforschung von Praktiken und Konzepten des Erinnerns und des Sammelns. In interdisziplinärer Zusammensicht geht es nicht nur um die aktuell umstrittenen politischen Dimensionen des Erinnerns, sondern auch um individuelle und lokale Kulturen des Erinnerns als Rahmen der Aushandlung von Zugehörigkeiten. Ein gemeinsames Interesse verschiedener Disziplinen liegt auch in der Erforschung der Mobilität, Erhaltung, Übersetzung und Aneignung unterschiedlicher, in globalen Bewegungen befindlicher materieller Archive und Sammlungen, die als materielle Träger dynamischer Wissensbestände fungieren. 

Coverbild Forschung Frankfurt Ausgabe "Sprache"

Universality & Diversity in den Medien

In der Ausgabe "Sprache. Wir verstehen uns!" unseres Wissenschaftsmagazins "Forschung Frankfurt" haben wir einen Blick auf die Arbeit der Forschenden im Profilbereich »Universality & Diversity« geworfen.

Frank Roeth/FAZ

Kooperationen, Initiativen, Förderungen

Der Profilbereich "Universality & Diversity" vernetzt Spitzenforschung. Erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Projekte – von DFG- und EU-Förderungen bis hin zu renommierten Einzelforschungen wie ERC-Grants oder LOEWE-Professuren. Hier finden Sie eine Übersicht.

Research Support

Dr. Marie-Therese Mäder

Profilbereichsmanagerin

  • Telefon+49 69 798-40113
    E-Mailm.maeder@em.uni-frankfurt.de