Vor den großen Herausforderungen von Globalisierung, dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie den Auswirkungen der Digitalisierung sind Kompetenzen erforderlich, damit junge Menschen gut gerüstet in die Arbeitswelt der Zukunft starten können. Im neuen Unterrichtsfach „Digitale Welt“ lernen die Schülerinnen und Schüler, wie digitale Technologien zur Lösung sozialer, ökonomischer und ökologischer Problemstellungen beitragen können. Auf diese Weise wird eine positive Einstellung gegenüber technologischen Neuerungen gefördert, und etwaige Berührungsängste sowie Hemmschwellen werden merklich abgebaut.
Das Schulfach „Digitale Welt“ legt somit die praktische und kognitive Basis für den Informatikunterricht in den späteren Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II zugrunde.
Die IDMI betreut das Pilotprojekt, gestaltet Curricula und beteiligt sich bei der Fortbildung der Lehrkräfte. Des Weiteren werden Forschungen und Studien durchgeführt, um Erkenntnisse über das Pilotprojekt zu sammeln und die „Digitale Welt“ stetig weiterentwickeln zu können. Durch kontinuierliche Adaptionen an neue globale Herausforderungen werden diese in den schulischen Alltag integriert und thematisiert.
Ansprechpartner: Daniel Unro
Gemeinsam mit unserem Partner, der Stiftung Polytechnischen Gesellschaft, arbeiten wir am kooperativen Projekt Digitechnikum. Es bietet IT-begeisterten, kreativen und sozial engagierten Jugendlichen eine Plattform, um ihre Fähigkeiten zu entfalten, weiterzuentwickeln und aktiv etwas für Frankfurt beizutragen.
Schüler:innen der Klassen 9 bis Q1 aus der ganzen Stadt kommen in unserer "Zukunftswerkstatt für digitale Talente" zusammen, um gemeinsam an innovativen Lösungen für Frankfurt zu arbeiten. Als "Digis" identifizieren sie Bereiche, in denen moderne Technologien unsere Stadt und ihr Umfeld besser machen können. Dazu entwickeln sie zu Themen wie Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Energie oder Barrierefreiheit eigene Hardware- oder Softwareprojekte.
Dabei vertiefen die Teilnehmenden nicht nur ihre informatischen Kenntnisse, sondern tauschen sich in einem motivierten Team aus und bauen ein wertvolles Netzwerk auf. Das Digitechnikum ermöglicht es ihnen, im digitalen Zeitalter selbst aktiv Gestalter:innen zu werden und konkrete Verbesserungen für ihre Umwelt zu schaffen.
In regelmäßigen Werkstatt-Terminen (alle zwei Wochen) werden die Digis von unserem Team aus Expert:innen, sowie erfahrene Mentor:innen aus vorherigen Jahrgängen, begleitet und unterstützt. So entstehen in einer inspirierenden und fördernden Umgebung zukunftsfähige Projektideen.
Ansprechpartner: Hai Hoang Pham
Das im Rahmen der Einrichtung der Professur geplante „Engaging Computer Science Education“ (ECSE) Labor soll die Stellung der Informatikdidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt stärken und insbesondere Lehramtsstudierenden Raum für eigene didaktische Forschungsprojekte bieten. Dabei steht die kritisch-reflektierte Kombination traditioneller Methoden des Informatikunterrichts (u.a. Programmieren am Laptop), Computer Science Unplugged Methoden (z.B. Binärkarten und Verschlüsselungs-Schatztruhen) und immersiver Medien (Virtual und Augmented Reality) im Vordergrund. Das ECSE-Labor soll hierbei als didaktisches Labor ein innovatives Klassenzimmer imitieren. Gleichzeitig soll das ECSE-Labor als Schülerlabor genutzt werden. Zentrale Punkte sind dabei:
Das
ECSE-Labors wird gemeinsam von der Professurleitung, den
Wissenschaftlichen Mitarbeiter* innen, den studentischen Hilfskräften
der Forschungsbereiche Computer Science Unplugged und Immersive Learning
genutzt, ist jedoch auch für andere Fachbereiche als Seminarraum
nutzbar. Unsere drei beteiligten studentischen
Hilfskräfte übernehmen jeweils einmal wöchentlich ein zweistündiges
„Open ECSE-Lab“, in welchem Studierende eigene Projekte bearbeiten,
Materialien basteln, digitale und analoge Lehr-/Lernmedien ausprobieren,
forschen, und diskutieren können.