Romanistik in Frankfurt

Durch den Umzug der geisteswissenschaftlichen Fächer der Goethe-Universität an den neuen Standort im Frankfurter Westend sind diese Fächer näher zusammengerückt, was zweifellos ihre weitere Vernetzung vorantreibt. Davon profitiert auch die Frankfurter Romanistik, etwa durch ihre Kooperation mit dem neuen Institut für Komparatistische Literaturwissenschaft.

Aber die Romanistik ist eigentlich schon in sich ein vernetztes Fach. Denn sie umfasst und systematisiert nicht nur das ganze Spektrum der romanischen Sprachen und Literaturen Europas (Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch und Katalanisch, um nur die wichtigsten zu nennen), sondern beschäftigt sich auch mit der sogenannten Neuen Romania, mit den romanischen Kulturen außerhalb des europäischen Kontinents: der sogenannten Frankophonie (dem Französischen in Afrika, Nordamerika, in der Karibik und Indik und Asien und Ozeanien), der lateinamerikanischen Welt (Spanisch in Nord-, Mittel- und Südamerika, Portugiesisch in Brasilien).

Am Frankfurter Institut für Romanische Sprachen und Literaturen ist dieses riesige Feld fast vollständig abgedeckt. Es gibt nur wenige Universitäten in Deutschland, wo die Romanistik eine ähnlich weitgespannte Kompetenz in bezug auf die bearbeiteten Teilgebiete hätte. Diese Kompetenz der Romanistik an der Goethe-Universität entspricht in vergleichbarer Weise der Weltoffenheit der Stadt Frankfurt, die im Begriff ist, zu einer ebenso internationalen wie multikulturellen Metropole zu werden.