Institut für Musikwissenschaft

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Profil

Das Frankfurter Institut für Musikwissenschaft, an dem derzeit ca. 300 Studierende eingeschrieben sind, gehört zum Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften (FB 09) der Goethe-Universität. Den Studierenden bietet es in vielerlei Hinsicht ein anregendes Umfeld. Stärke in der Forschung, inneruniversitäre Kooperationen, die Erprobung innovativer, praxisorientierter musikwissenschaftlicher Lehrformen und die Vernetzung mit Frankfurter Musikinstitutionen (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Oper Frankfurt, Hessischer Rundfunk, Hindemith-Institut, RISM etc.) gewährleisten den Erwerb eines vertieften fachspezifischen Kernwissens, die Diskussion aktueller Fragestellungen des Fachs und die Anbindung an die Musikkultur der Gegenwart in ihrer ganzen Breite.

Die Personalkonstellation der Mitarbeiter erlaubt ein breites thematisches Angebot innerhalb der Lehre. Abgedeckt werden gleichermaßen musikhistorische Fragestellungen wie musikethnologische oder musiksystematische Felder. Der Schwerpunkt der historischen Musikwissenschaft liegt auf der europäischen Musik vom 17. bis 21. Jahrhundert, was popularmusikalische Kulturen ebenso einschließt wie die Auseinandersetzung mit medienspezifischen musikalischen Fragestellungen. Daneben gehört die Beschäftigung mit außereuropäischen Kulturen zum spezifischen Profil des Instituts wie der Fakultät. Denkfiguren wie Kulturtransfer und Interkulturalität bestimmen den Diskurs ebenso wie traditionelle, analysebasierte Methoden der Musikforschung.

Das Profil des Instituts spiegelt sich in den vier Kernmodulen des BA-Studiengangs wider: 1. Historiographie/Musikgeschichte, 2. Musikkulturen: lokal/global, 3. Interpretation/Performance, 4. Mediale Kontexte. Der forschungsorientierte Masterstudiengang (Start: Wintersemester 2015/16 – Bewerbung ab Anfang Juli möglich!) umfasst ein breites, exklusiv auf der Master-Niveaustufe angesiedeltes Lehrangebot und ermöglicht in einer flexiblen Modulstruktur die individuelle fachwissenschaftliche Vertiefung in einem oder mehreren der Kernbereiche 1. Historiographie, 2. Musikethnologie, 3. Interpretation und 4. Ästhetik/Medien.

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts sind im Bereich der neueren europäischen Musikgeschichte angesiedelt, vorwiegend im Musiktheater. Während in Frankfurt bislang ein besonderer Akzent auf Musikästhetik und Musiktheorie lag, wird sich künftig die Forschung vor allem an den Themenfeldern Interpretation, Edition und Medien ausrichten. In der Verklammerung von Interpretation und Edition entwickeln die am Institut angesiedelten Projekte (OPERA, Gluck-Gesamtausgabe oder Freischütz Digital) Methoden moderner Editions- und Interpretationsforschung, was die Implementierung digitaler und multimedialer Plattformen einschließt. Im Aufbau befindliche Forschungsprojekte zur zeitgenössischen Musik fokussieren insbesondere die Medienkonstellationen von Musik. Hinsichtlich des medialen Kontexts ist auch das am Institut befindliche mechanische Reproduktionsklavier (inklusive einer großen Rollen-Sammlung) von Bedeutung.

Das Institut bietet den Studierenden die Möglichkeit, im Universitätsorchester, dem Universitätschor sowie in verschiedenen Kammermusikensembles (Collegium musicum) mitzuwirken.


Aktuelle Veranstaltungen

Spiel² - "Aufs Spiel setzen"

Do. 06.12.18, 14-16 Uhr c.t., Campus Bockenheim, Hörsaal H3, Jügelhaus

Zur Bedeutung von Spieltheorien in der Arbeit von Iannis Xenakis

Robin Hoffmann

Spiel2 – Die Integration von Spielkonzepten in zeitgenössische Musik, Musiktheater und Klangkunst

Flyer

Veranstaltungshinweise

04.12.2018, 19.00 Uhr
shortcuts - Experiment und Begegnung

Pfeifkonzert: Performance für Pfeifer und Elektronik.

KunstKulturKirche Allerheiligen
Thüringer Str. 31, 60316


06.12.2018, 19.30 Uhr
07.12.2018, 19.30 Uhr
Classic Masters 3.0

Hochschulorchester der HfMDK unter der Leitung von Vassilis Christopoulos

Mozart - Ouvertüre "La clemenza di Tito"
Beethoven - Tripelkonzert op.56
Schubert - Sinfonie Nr. 3 D.200

Großer Saal der HfMDK
Eschersheimer Landstr. 29-39, 60322


08.12.2018, 19.30 Uhr
Über innere und äußere Klimakatastrophen. Eine Ein-Frau-Klimakonferenz von Anna Mendelssohn.
Im Rahmen der Kampagne
Kleiner Saar der HfMDK
Eschersheimer Landstr. 29-39, 60322

Für Studierende der Musikwissenschaft der GU sind alle Konzerte der HfMDK kostenlos.

HfMDK-Veranstaltungen

Filmvorführung

28.11.2018, 12.00h c.t., Jügelhaus H3,
Independent-Dokumentarfilm "4",
Regie: Daniel Kutschinski. 
www.4-thefilm.com

4 ist ein unabhängiger Kino-Dokumentarfilm über eines der herausragendsten Streich-quartette der Welt – das Quatuor Ebène. Nach und nach führt 4 den Zuschauer in das ambivalente Wechselspiel der Beziehung der vier Musiker während ihrer Italien-Tournee. Bozen, Perugia, Florenz und Siena wie auch Salzburg und Berlin sind die Bühne für ein Personenstück vor dem Hintergrund von Anspruch und Wirklichkeit. 4 ist einzigartiges Zeugnis der widersprüchlichen Sehnsüchte, Leiden und Freuden der Musiker, aber auch eine Beziehungs-geschichte, gleicher-massen reich an erlesener Intuition und merkwürdigen Missverständnissen, die uns zu denken geben. 4 gewann 2015 in Los Angeles den Best Documentary Award.