Paul Ehrlich-/Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreisträger 2014


Wie funktionieren verschiedene DNA-Sensoren?

DNA-Sensoren spüren fremde Nukleinsäuren außerhalb des Zellkerns auf – eine Taktik, die vor allem bei der Wahrnehmung von Viren und einigen Bakterien zum Tragen kommt. Andrea Ablasser erforscht, wie verschiedene DNA-Sensoren funktionieren.

Die Ärztin erhält die Auszeichnung, weil „ihre Forschung zeigt, wie das Immunsystem Viren und Bakterien erkennt“, heißt es in der vom Stiftungsrat der Paul Ehrlich-Stiftung verfassten Begründung. Der Preis wurde am 160sten Geburtstag von Paul Ehrlich, von Professor Dr. Harald zur Hausen in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Das Immunsystem der Säugetiere verfügt über eine angeborene und eine adaptierte Immunabwehr. Die angeborene Immunabwehr erkennt Feinde an ihren spezifischen Mustern oder molekularen Signaturen. Beim Erstkontakt informiert sich das angeborene Immunsystem auch über die Art und den Kontext der Bedrohung, damit es eine auf die Gefahrenlage zugeschnittene Immunreaktion in Gang setzen kann. Zu den häufigsten Feinden gehören Viren. Sie kommen mit DNA oder RNA im Gepäck und weil sie außer diesen Nukleinsäuren fast nichts dabei haben, gibt es auch nicht viel, woran sie zu erkennen sind. „Virale DNA wird vor allem deshalb als fremd erkannt, weil sie an der falschen Stelle in der Zelle auftaucht“, sagt Andrea Ablasser. „Nämlich außerhalb des Zellkerns“. Dort wird sie von DNA-Sensoren entdeckt, die sich auf unterschiedliche Viren spezialisiert haben. Über die Tatsache, welcher Sensor anspricht, erhält das Immunsystem einen ersten Eindruck davon, wer der Angreifer ist.

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