Projekt BETAGT

Titel: "Bewertung neuer Technologien durch Bewohner und Personal im Altenzentrum Grafenau der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung und Prüfung des Transfers ins häusliche Wohnen"

Projektpartner: Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Projektleitung), Dipl. Psych. Katrin Claßen (wissenschaftliche Bearbeitung), Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frank Oswald, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Christof Heusel und Peter Antfang, Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, PD Dr. Clemens Becker, Robert-Bosch-Krankenhaus, Klinik für Geriatrische Rehabilitation, Stuttgart.

Förderung: Robert-Bosch-Stiftung

Laufzeit: 01.02.2008 - 31.03.2010

Stichworte: Heimumwelt, Technik, Bewohner, Mitarbeiter, Evaluation

Projektbeschreibung: Der Einsatz von Technik zur Erhaltung der Selbständigkeit von Menschen mit Kompetenzeinbußen wird verstärkt diskutiert und erforscht, allerdings häufig im Privathaushalt. Das Projekt verfolgt im Wesentlichen drei Ziele. Erstens soll ein umfassendes Instrumentarium zur Bewertung neuer Technologien entwickelt werden, dass sowohl objektiv beobachtbare als auch subjektiv erlebte Bewertungsinhalte umfasst. Zweitens sollen mögliche Auswirkungen einer Bandbreite "neuer" Technologien im Pflegeheim abgebildet werden. Betrachtet werden dabei neue Technologien wie Bildschirm-Terminals für Bewohner, Touch Screen Monitore zur EDV-gestützten Pflegedokumentation für Mitarbeiter, Sensormatten und Zutrittskontrollen. Die Evaluation berücksichtigt sowohlden Prozess der Technikimplementierung selbst (Prozessevaluation), sowie zu erwartende positive, aber auch mögliche negative Auswirkungen auf Bewohner und Personal (Ergebnisevaluation). Drittens soll in vertiefenden Projekten auf die Rolle von Technik hinsichtlich der Sturzprophylaxe eingegangen sowie die Nutzung einer EDV-gestützten Pflegedokumentation analysiert werden.
Um neben Angaben auskunftsfähiger Personen auch umfassende Informationen über die Auswirkungen der Technik auf die Gruppe der Personen mit Demenz zu erhalten, wurde ein multimethodales Vorgehen gewählt, bei dem neben Fragebögen und Interviews insbesondere auch Feldbeobachtungen zum Einsatz kommen. Für jeden Bewohner werden zudem Fremdauskünfte (Angehörige und Mitarbeiter) eingeholt, um weitere Hintergrundinformationen zu Technikbiografie und Technikgewohnheiten zu erhalten.