Sexualisierte Belästigung oder Gewalt

Die Goethe-Universität hat in ihrem Leitbild die Wertschätzung von Offenheit und Vielfalt als Grundlage ihres Denkens und Handelns verankert. Sie möchte eine Hochschulkultur schaffen, in der Respekt und Wertschätzung das Miteinander von Studierenden, Mitarbeitenden und allen Angehörigen der Universität prägen. Mit Entschiedenheit wendet sich die Goethe-Universität gegen jede Form sexualisierter Diskriminierung und Übergriffe.

Betroffene von sexuellen Belästigung oder Übergriffen bittet und ermutigt die Universität, Vorfälle zu melden und Unterstützung und Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Übergänge von sexualisierter zu sexuellen Übergriffen können fließend sein. 

Die im Folgenden aufgeführten Beratungsangebote sind vertraulich und auf Wunsch anonym.


+++ Bei akuter Bedrohung wählen Sie den Notruf 110 +++


Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Goethe-Universität

Dr. Anja Wolde
Campus Westend | PA-Gebäude | Raum 3.P29 |
Theodor-W.-Adorno-Platz 1| 60629 Frankfurt |
Tel.: 069/ 798-12979
E-Mail: wolde@em.uni-frankfurt.de; annemarie.eifler@em.uni-frankfurt.de

Beratungstermine nach Vereinbarung

Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist Ansprechperson für die Erstberatung, berät Betroffene in Fällen sexualisierter Diskriminierung und Gewalt und hilft bei der Vermittlung von Beratungs- und Hilfsangeboten. Weiterhin unterstützt sie die Universität bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.

In einzelnen Fachbereichen bieten die jeweiligen Gleichstellungsbeauftragten bzw. -rätinnen eine erste und niedrigschwellige Anlaufstelle und Beratung für Betroffene. Die aktuelle Liste der Gleichstellungsbeauftragten und -rätinnen finden Sie auf der Website des Gleichstellungsbüros. www.gleichstellung.uni-frankfurt.de

Antidiskriminierungstelle der Goethe-Universität

Antje Biertümpel, Dr. Isabelle Ihring (Vertretung)
Campus Westend | PA-Gebäude | Raum 3.P27 |
Theodor-W.-Adorno-Platz 1 | 60323 Frankfurt |
Tel.: 069/ 798-18567
E-Mail: biertuempel@em.uni-frankfurt.de; ihring@em.uni-frankfurt.de

Beratungstermine nach Vereinbarung

Die Antidiskriminierungsstelle bietet Studierenden und Beschäftigten, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, vertrauliche Beratung sowie bei Wunsch die Vermittlung und Begleitung zu Beratungs- und Selbsthilfeorganisationen an.

Weitere Angebote an der Goethe-Universität

FÜR STUDIERENDE

Psychotherapeutische Beratungsstelle für Studierende Sozialzentrum | Neue Mensa | Bockenheimer Landstr. 133 | 5. Stock Tel: 069/798-22964 E-Mail: lovasz@em.uni-frankfurt.de

Psychosoziale Beratung des Studentenwerks Beratungszentrum | Hörsaalzentrum | Campus Westend Theodor-W.-Adorno-Platz 5 Tel: 069/ 798-34905 E-Mail: psychosozialberatung@studentenwerkfrankfurt.de | Offene Sprechstunde dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr

Ombudsmann der Universität Frankfurt: Prof. Dr. Jürgen Bereiter-Hahn | E-Mail: ombudsmann@uni-frankfurt.de | Tel: 069 / 798-32256 Sprechstunde: Di 13-14 Uhr und nach Vereinbarung (bitte zunächst Kontaktaufnahme per E-Mail) Seminarpavillon, Raum 1.015 | Stralsunder Straße 36 | 60323 Frankfurt

FÜR BESCHÄFTIGTE

Personalrat: Gerti Dornseif | Seminarhaus | Raum 05.110 | Max-Horkheimer-Str. 4 | 60323 Frankfurt am Main Tel. 069/798-17242| E-Mail: dornseif@em.uni-frankfurt.de

Psychologische Personalberatung Margarete Szpilok | Campus Bockenheim | Juridicum | 60325 Frankfurt Tel.: 069/798-23662 | E-Mail: szpilok@em.uni-frankfurt.de



Darüber hinaus gibt es weitere Beratungsstellen an der Goethe-Universität, bei der Stadt Frankfurt oder Beratungseinrichtungen in freier Trägerschaft, die vertrauliche Beratung und Unterstützung anbieten. Die Ansprechpersonen vermitteln den Betroffenen auf Wunsch eine rechtliche und psychologische Beratung.

Eine Übersicht finden Sie hier (PDF) »


Was ist sexualisierte Diskriminierung oder Gewalt?

Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt beschreibt jede Form von (persönlich empfundener) Grenzüberschreitung. Angefangen bei strafrechtlich nicht relevanten Handlungen, wie z. B. sexistische Sprache oder ungewollte Berührungen, bis hin zu strafrechtlich relevanten Grenzverletzungen, wie beispielsweise Stalking oder sexualisierte Übergriffe.

Unter sexualisierter Gewalt werden alle sexualisierten Handlungen zusammengefasst, die gegen den Willen einer Person geschehen. Das beginnt bei unerwünschten „Anmachen“, Belästigungen und Beleidigungen und endet bei allen Formen tätlicher Gewalt. Dabei geht es um verschiedene Formen sexualisierter Gewalt, bei denen es sich nicht ausschließlich um physische Grenzverletzungen auch verbale Äußerungen zählen dazu.

Sexualisierte Belästigung meint nicht …

  • gegenseitiges sexuelles Interesse.
  • Sympathie oder sexuelle Anziehung, die auf Gegenseitigkeit beruht.
  • den Flirt oder die Liebesbeziehung, die unter beidseitigem Einverständnis eingegangen wird.
  • ein freundschaftliches, vertrautes Arbeitsklima oder zufällige Berührungen.

Sexualisierte Belästigung ist …

  • ein sexuell diskriminierendes und entwürdigendes Verhalten, das nicht auf Erwiderung ausgerichtet ist.
  • immer ein Ausdruck von Gewalt und Verletzung der Intimsphäre.
  • Gewalt auf struktureller, psychischer und physischer Ebene.

Die rechtliche Grundlage für das Vorgehen gegen sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz ist im AGG (Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz) geregelt.

Konkret verboten sind...

  • unerwünschte sexuelle Handlungen wie bedrängende körperliche Nähe,
  • die Aufforderung zu unerwünschten sexualisierten Handlungen wie „Setz dich auf meinen Schoß!“,
  • sexuell bestimmte körperliche Berührungen, dazu zählen auch (scheinbar zufällige) Berührungen
  • Bemerkungen sexuellen Inhalts wie zum Beispiel obszöne Witze oder sexuelle Anspielungen,
  • unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen, wie pornographische Magazine auf dem Schreibtisch oder Nacktfotos an den Wänden.

Was können Sie tun, wenn Sie in Räumen der Universität belästigt werden/wurden?

  • Gefühl des Unbehagens ernstnehmen
  • Keine Schuldgefühle!
  • Machen Sie sich nicht verantwortlich für das Fehlverhalten Anderer
  • Nicht ignorieren!
  • Sagen Sie Nein, wenn Sie sich belästigt fühlen.
  • Dokumentieren!
  • Notieren Sie den Vorfall mit Datum, Namen, Ort und möglichen Zeugen
  • Melden Sie den Vorfall
  • Wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens an der Hochschule

Quelle: Gleichstellungsbüro der Goethe-Universität